Berichtearchiv

Bericht über unseren 5. Stammtisch ..

Wir trafen uns am Samstag den 25. Juni 2016 in der Zirmstiftung am Schusterhof in Bergen

Herr Peter Mayer begrüßte die 20 Vereinsmitglieder die an diesem sonnigen Samstagnachmittag nach Bergen zum Schusterhof gekommen waren.

Nach dessen Erklärungen zur Entstehung bzw. Umsetzung dieser Stiftung zur Erhaltung unserer bayerischen Kultur mit seiner Trachtenkleidung, Mundart  und Volksmusik aber auch der christlichen Feiertage im Wechsel der Jahreszeit führte uns die Dirndlschneiderin  Roswitha Aschl durch die Trachtenausstellung im Erdgeschoß. Mit Fachwissen wurde uns die Vielfältigkeit der Trachten aus dem Chiemgau, Mangfall Tal und dem Rupertiwinkel erklärt.

Im Anschluss führte uns Herr Peter Mayer in den Keller zur Krippenausstellung; da unser Mitglied Konrad Brunner auch da war; überließ  Herr Mayer die Erklärung seiner 15 Krippen Konrad Brunner persönlich. Die Vielfältigkeit seiner Krippen ist sehenswert, ob ein Krippenstadl im Moor oder einer Heuscheune in der Lüneburger Heide bis zu einer ungarischen Pustakrippe Konrad Brunner hat alles selber gefertigt von den Figuren den Bauten und den gemalten Hintergründen.

Den Höhepunkt unserer Führung stellte die bekannte „Ettaler Schneekrippe“ der Oberammergauer Brüder Wagner mit ihren ca. 160 Figuren und einen gemalten Hintergrund mit dem Wettersteingebirge dar.

Nach der Führung durften wir bei Kaffee und Kuchen in der gemütlichen Kreitmair Stubn den Nachmittag ausklingen lassen.

Mein Dank gilt der Familie Mayer die uns an diesem Nachmittag eins gezeigt haben, auch wenn man auf Reisen geht, darf man seine Wurzeln zur Heimat nicht vergessen, und seiner Werte treu bleiben, so wie die Zirm die im Boden tiefverwurzelt viele Stürme übersteht.

10.07.2016 Text und Bilder Heinz W. Göppelhuber

Zirmstiftung Schusterhof in Bergen

Bericht über unsere Maiandacht am 11.05.2016 in Rott am Inn

Unter einem Weiß – Blauen Himmel fanden sich am Mittwoch den 11.05.2016 über 20 Personen zur Kirchenführung in St. Peter u. Paul, Marinus und Anianus - Rott am Inn ein. Herr Pfarrer Klaus Vogel zeigte uns in der knappen Stunde vor der Maiandacht die Details dieser kostbarsten Rokokokirche in Bayern; neben der bekannten Wieskirche.

Kirchenführer der Klosterkirche Rott am Inn

(Verlinkung auf die Seite des Erzbistum München und Freising)

Pfarrer Klaus Vogel bei der Führung am Seitenaltar mit dem "Engel mit Kardinalshut" 

Die Maiandacht feierten wir um 19.00 Uhr mit unseren langjährigen Vorsitzenden Herrn Geistlichen Rat Konrad Kronast. Gemeinsam durften wir  in besonderer Weise Maria als Schutzpatronin unseres Landes und unserer Wohnorte verehren. Von den Klängen der Orgel begleitet sangen wir altbewährte Marienlieder. In den Fürbitten gedachten wir unserer verstorbenen Vereinsmitglieder:

 Frau Elisabeth Schachner,

Bruder Rupert Schnorpfeil,

 Herrn Theo Sell und

Frau Marianne Moser.

Nach der Maiandacht kehrten wir noch im Bräustüberl von Rott ein und ließen diesen Abend harmonisch ausklingen.

12.05.2016 Text und Bilder Heinz W. Göppelhuber

Rott am Inn

Bericht über unsere Fahrt nach Pontives ins Grödnertal ..

.. zur Firma Heide mit Produktionsbesichtigung.

Bei dieser Fahrt waren auch Vereinsmitglieder des Krippenvereins Bad Aibling dabei, deshalb ging unsere Reise schon sehr früh los. Bei herrlichem Sonnenaufgang fuhren wir am Samstag 30. April 2016 auf der Autobahn durch das Inntal Richtung Brenner Nach einer kleinen Frühstückspause ging unsere Reise weiter durch das Wipptal hinauf zum Brenner. Vorbei an der Franzensfeste bis Klausen. Hier verließen wir die Autobahn und fuhren auf einer kurvenreichen Straße durch das Grödnertal bis Lajen. Bei der Firma Heide ex Heinrich Demetz wurden wir vom Chef persönlich um 10.00 Uhr begrüßt. Unbeschreiblich was wir hier zu sehen bekamen. Die Firma Heide ist ein reines Familienunternehmen. Jeder hat seine Aufgabe und so trägt jedes Familienmitglied dazu bei, dass die Firma „Weltruf“ mit seinen ansprechenden Figuren erreicht hat.

Betriebsgeländer der Firma Heide mit Krippenmuseum in Pontives

Aufgeteilt auf 2 Gruppen besichtigten wir abwechselnd erst den Ausstellungsraum und im Anschluss das Krippenmuseum im 2. Stock des Gebäudes.Bei den Führungen in kleinen Gruppen durften wir in die Räume die den Zusammenbau, das Bekleiden, Kaschieren und das Fassen der Krippenfiguren beherbergen bestaunen. Das reichhaltige Stofflager und das Kommissionslager für den Zusammenbau der vorbestellten Figuren durften wir ebenfalls besichtigen. Im Anschluss war noch genügend Zeit Einzelfiguren oder Zubehör im Laden zu Kaufen. Mehrere  Teilnehmer nahmen die Gelegenheit wahr und erwarben einige sehr wertvolle Figuren.

Museum Heide

Das Mittagessen genossen wir im Gasthof Lamm in St. Ulrich-Ortisei. Unser nächstes Ziel nach der Mittagspause war Sterzing.

In der schönen, historischen Stadt wurden wir bereits von unserer Stadtführerin Frau Turin erwartet. Der Weg führte uns durch die engen Gassen bis zum Historischen Wahrzeichen der Stadt Sterzing dem Zwölferturm hinauf auf den Stadtplatz mit seinen schönen Häusern. Im selben Gebäude wie die Touristinformation liegt auch die sehenswerten Hl. Geist-Kirche - Spitalskirche mit wunderbaren Fresken.

Freskenausschnitt "Geburt Jesu" in der Hl. Geistkirche in Sterzing 

Die Kirche wurde 1399 erbaut. Im Hauptschiff sind spätgotische Fresken vom Südtiroler Maler Hans von Bruneck vom Jahre 1402 zu sehen, die eine klare Lehre der wichtigsten Wahrheiten unseres Glaubensbekenntnisses darstellen. Bemerkenswert ist der hl. Sebastian, der von der Bevölkerung in besonderer Weise im Gebet eingeschlossen wurde und schließlich zum Schutzpatron der Stadt Sterzing erhoben wurde und in der Spitalkirche seinen Platz gefunden hat.

Im historischen Ratssaal des Rathauses; werden noch heute die Gemeinderatssitzungen abgehalten; endete unsere Stadtführung.

Historischer Ratssaal der Stadt Sterzing

Nach genügend freier Zeit in der Stadt ging es über den Brenner zurück Richtung Innsbruck. Mit einem traumhaften Panorama, die schneebedeckten Gipfel der Nordkette und im Tal blühende Bäume endete ein interessanter Tag.

Von dieser Fahrt die Hildegard Huber aus Palling vorbereitet hatte, nahmen wir schöne Eindrücke und die ein – oder andere Idee für den Krippenbau mit. Dank aber auch unserem Fahrer Heinrich Hausladen, der uns an diesen Tag sicher von unseren Einstiegsorten abgeholt und alle Reisenden  sicher durch den Tag begleitet hat.

04.05.2016 Text und Bilder Heinz W. Göppelhuber

Stadtführung Sterzing

Neubürgerempfang in Traunstein..

unser Verein war dabei!

Am Freitag den 08.04.2016 durfte sich unser Verein und weitere 15 Traunsteiner Vereine beim 22. Neubürgerempfang der Stadt Traunstein im großen Rathaussaal präsentieren und unser Vereinsarbeit zahlreichen neuen Bürgern vorstellen. Auch wenn wir kein Neumitglied  gewinnen konnten, so wurden viele Kontakte hergestellt und informative Gespräche geführt.

Unser Dank geht an Stadtmarketing-Geschäftsführer Herrn Jürgen Pieperhoff und Frau Eva Schneider von der Stadt Traunstein für die große Unterstützung bei diesem Termin.

 

02.05.2016 Text Heinz W. Göppelhuber  Bild Josef Obermayer

70 Jahre Vereinszugehörigkeit

Ludwig Weinberger M.A. aus Rosenheim für 70 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt!

Eine besondere Ehrung wurde jetzt Herrn Ludwig Weinberger zuteil. Für 70 Jahre Mitgliedschaft bei den Rosenheimer Krippenfreunden wurde Herr Ludwig Weinberger M.A. vom Vorsitzenden des Vereins für Krippen und religiöse Volkskunst Inn –Salzach Heinz W. Göppelhuber geehrt.

links Herr Ludwig Weinberger M.A.     rechts Heinz W. Göppelhuber

Heinz W. Göppelhuber überreichte Herrn Ludwig Weinberger ein Tonmodel mit der Darstellung des Jesuskindes in der Krippe und eine Urkunde als Dank und Anerkennung für 70 Jahre  aktive Mitgliedschaft im Verband der Bayerischen Krippenfreunde. Schon als Jugendlicher mit 15 Jahren begann er zu der elterlichen Weihnachtskrippe weitere Krippenfiguren zu erwerben um eine Jahreskrippe mit Herbergssuche, Flucht nach Ägypten oder dem „Haus Nazareth“ mit Miniatur Werkzeugen zu gestalten. Mit dem Fahrrad fuhr er bis nach Bad Endorf um sich in der damaligen Zeit der Entbehrung sein Krippenzubehör zu besorgen. Nach dem Krieg war er auch einige Jahre verantwortlich für den Aufbau der Krippe im Kapuzinerkloster St. Sebastian in Rosenheim.

Eher zufällig entdeckte er vor über 20 Jahren auf dem Speicher des Städtischen Museums Rosenheim zufällig die alte Kirchenkrippe der Spitalkirche St. Josef aus dem Jahr 1850. Die Figuren, auf Pappe gemalt und mit Holz verstärkt, wurden danach restauriert. Das Ensemble umfasst neben der Geburt im Stall auch noch andere Szenen aus dem Leben Jesus, unter anderem die Ankunft der Heiligen Drei Könige und die Flucht nach Ägypten.

Der Öffentlichkeit war diese Krippe in den vergangenen Jahrzehnten nur äußerst selten zugänglich. 2014 bei der großen Krippenausstellung im Pfarrsaal von Christkönig konnte; Dank der großen Hilfe von Ludwig Weinberger; den vielen Besuchern die alte Krippe aus der Spitalkirche St. Josef nochmals in ihrer gesamten Größe gezeigt werden.

die alte Kirchenkrippe der Spitalkirche St. Josef in Rosenheim aus dem Jahr 1850

vgl. Chiemgau-Sondernummer 7 im Dezember 1918, "Der bayerische Krippenfreund"

23.03.2016 Text und Bilder Heinz W. Göppelhuber

„Zur Krippe her kommet“

Bericht über unsere  Ausstellung die wir gemeinsam mit dem Krippenverein Bad Aibling im Heimat -  und Industriemuseum von Kolbermoor zeigen durften.

Erstmals wurde unsere jährliche Ausstellung gemeinsam mit dem Krippenverein Bad Aibling durchgeführt. Organisiert ist fast einjähriger Vorbereitungszeit von Herrn Jürgen Herold, 1. Vorsitzender der Bad Aiblinger Krippenfreunde und mir Heinz W. Göppelhuber. Schon im Frühjahr begannen wir unsere Mitglieder anzurufen oder führten direkt bei ihnen eine Sichtung durch um  die ersten Ausstellungsexponate festzulegen. Zusätzlich zu den vorhandenen Wandvitrinen im Museum, stellten wir noch einige Vitrinen des Krippenvereins Bad Aibling auf um auch größere Krippen zeigen zu können.

Bei der Eröffnung betonte der Bürgermeister der Stadt Kolbermoor, Herr Peter Kloo die Vielfältigkeit der ausgestellten fast 140 Exponate die den Besuchern sicherlich auffallen werde. Gerade diese Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit der Materialien; darunter auch eine Krippe aus Tragant passen zum Museum und der Stadt Kolbermoor; so Bürgermeister Peter Kloo weiter.

v.l.n.r. Bürgermeister Herr Peter Kloo, Museumsleiter Herr Stefan Reischl, 1.Vorstand Krippenverein         Bad Aibling Jürgen Herold und Heinz W. Göppelhuber Vorstand Krippenverein Inn-Salzach

Jeder Krippenbauer verwendet Materialien für seinen Krippenbau, die in seinem Land bevorzugt wird. So waren Krippen aus Maisstroh, Ton, Holz, Pappmache, Wachs aber auch aus Kaffeesatz zu bewundern.

Auch die ausgestellten Klosterarbeiten die von den Mitgliedern aus Bad Aibling zur Verfügung gestellt wurden, waren beachtenswert.

Pfarrerin Frau Dr. Judith Böttcher; von der evangelischen Kreuzkirche; und Pastoralreferentin Frau Monika Langer von der katholischen Stadtkirche Kolbermoor gaben den Krippen den ökumenischen Segen. Mit Gedanken über das Kirchenlied „Ich steh an Deine Krippen hier“ von Kirchenlieddichter Paul Gerhard (1607 -1676) schloss Judith Böttcher die Eröffnung ab.

                                       Pastoralreferentin Frau Monika Langer       Pfarrerin Frau Dr. Judith Böttcher

Mein Dank geht an alle die zum Erfolg dieser Ausstellung beigetragen haben, als erstes der Stadt Kolbermoor und dem Förderverein des Heimat – und Industriemuseum Kolbermoor für das Überlassen der Räumlichkeiten, den Ausstellern beider Vereine für die sehenswerten Krippen und den örtlichen Pressevertretern für die wunderbaren Zeitungsberichte während der Ausstellung als Hinweis oder als Sonderbeilage im OVB mit den Regionalausgaben und den entsprechenden Medienausgaben im Internet. Aber auch den Mitglieder aus Bad Aibling, die sich an den Öffnungstagen als Aufsicht zur Verfügung stellten.

Zum Abschluss der Ausstellung fand nochmals eine Sonderöffnung des Museums statt, am Lichtmesstag 02.02.2016 strömten viele Interessierte zwischen 18.00 bis 21.00 Uhr ins Museum, der Besucherstärkste Tag am Hl. Dreikönigstag mit über 90 Besuchern konnte aber nicht mehr erreicht werden. Insgesamt kamen fast 1200 Besucher aus Kolbermoor, Altlandkreis Bad Aibling, Stadt und Landkreis Rosenheim, Landkreis Traunstein, München und Umgebung zur Ausstellung. Die weiteste Anreise hatte eine Familie aus Bremerhaven die auf Urlaub in Rosenheim war.

ein großes Danke den rund 1200 Besuchern, die unsere gemeinsame

 Ausstellung besichtigt haben und nach Kolbermoor gekommen sind.

 

20.02.2016 Heinz W. Göppelhuber   Fotos: Foto Team Richter, Wolfgang Bliemetsrieder, Frau Dr. Marion E. Jacob und Franz Petzinger

Bereits über 1000 Besucher in Kolbermoor

Großer Andrang an den Wochenenden, Sonderöffnungen für Gruppen und gestern am Freitag 29.01.2016 zählten wir bei der Ausstellung in Kolbermoor mit dem

Besuch einer Gruppe Kinder der evangelischen Kindertagesstätte

"Haus für Kinder" den 1000. Besucher.

Herzlichen Dank allen Besuchern die bisher den Weg nach Kolbermoor gefunden haben.

Wichtelkrippe in originaler Kolbermoorer Torfhütte, handgearbeitet von Evi Forster aus Tittmoning

20.02.2016 Heinz W. Göppelhuber

Ausstellung Kolbermoor

Wichtlkrippe

Überblick Museum

Sonderöffnung an Hl. 3 Könige

Am 3 Königstag war die Krippenausstellung ebenfalls geöffnet. In der Weihnachtsgeschichte fällt den Weisen aus dem Morgenland eine große Bedeutung zu. Als Heilige Drei Könige sind sie unter den Namen Caspar, Melchior und Balthasar bekannt, die das Jesuskind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe beschenkten.

Die Jugendlichen der Stadtkirche Kolbermoor mit ihrer Begleiterin zogen von Haus zu Haus und sangen Lieder von der Geburt und dem Leben Jesu. Als kleinen Abstecher nutzen die Kinder den Weg zum Museum und kamen kurz in die Krippenausstellung.

Die Sternsinger schrieben an der Eingangstür des Industrie - und Heimatmuseums das Symbol "C+M+B" an den Hauseingang, was "Christus Mansionem Benedicat" ("Christus segne dieses Haus") bedeutet. 

Herzlichen Dank den Jugendlichen der Stadtkirche Kolbermoor die diesen Brauch aufrechterhalten, und den 95 Besuchern die am Sonderöffnungstag mit Interesse zur Krippenausstellung kamen.

07.01.2016 Text und Bild Heinz W. Göppelhuber   

Bericht über die 84. Landestagung in Altötting

Da die 84. Landestagung der Bayerischen Krippenfreunde am Samstag 21. November 2015 in Altötting stattfand, war unser Verein; Dank vieler Selbstfahrer aus unserem Vereinsgebiet; recht zahlreich vertreten.

Nach den Regularien im Kongress - und Kulturzentrum bei der Anmeldung und der herzlichen Begrüßung durch die anwesenden Altöttinger Vereinsmitgliedern gingen wir über den Kapellplatz zur Basilika. 

Dieser Festtag wurde um 10 Uhr mit einer feierlichen Messe in der Basilika gefeiert, musikalisch umrahmt vom Kapellchor mit Orchester. Hauptzelebrant Stiftsdekan Wolfgang Renoldner und Mitzelebrant und Verbandspräsident Pfarrer Martin Martlreiter freuten sich über die zahlreichen Krippenfreunde, die aus den Ortsverbänden des Verbandes, aber auch aus Österreich und der Schweiz angereist waren.

Im Anschluss gingen Alle Teilnehmer der Landestagung zur Krippenausstellung, die wie immer im Kongregationssaal stattfand. Stiftsdekan Renoldner segnete alle Exponate die in den Vitrinen hervorragend aufgebaut waren. Leider war hier der Andrang teilweise so groß, dass es schwierig war von Kasten zu Kasten zu gehen.

Die Landestagung im Kultur - und Kongress Forum wurde pünktlich ab 14.00 Uhr abgehalten. Die Vorsitzende des Krippenvereins Altötting Angelika Schlederer freute sich sehr über den zahlreichen Besuch der Krippenfreunde aus Nah und Fern und hieß alle herzlich willkommen. Grußworte sprachen Staatsminister Dr. Marcel Huber, der Vereinsmitglied der Altöttinger Krippenfreunde ist und auch als Aussteller mitwirkte, stellvertretender Landrat Stefan Jetz, Bürgermeister Herbert Hofauer, Johann Dendorfer, Präsident des Weltkrippenverbandes und Hanns Jakob Achermann, für den Verband der Schweizer Krippenfreunde.

Den Abschluss dieser Versammlung bildete ein altbayerisches Singen und Musizieren, das von Altöttinger Musikgruppen und den Trachtlern dargeboten wurde. Kurzweilige und nachdenkliche Verse und Geschichten trug der Sprecher Rupert Bauer bei.

Dem Altöttinger Krippenverein ein herzliches Vergelt´s Gott für diesen gut organisierten Tag und den sehenswerten Krippendarstellungen, uns hat es allen sehr gut gefallen.

01.02.2016 Text und Bilder Heinz W. Göppelhuber

 

Unsere Fahrt zur 12. Internationalen Wallfahrt der Krippenfreunde 2015 in Neukirchen b.Hl. Blut

Zur 12. Internationalen Wallfahrt der Krippenfreunde  in Neukirchen b. Hl. Blut machten sich 9 Vereinsmitglieder in Ihren Autos auf, um schon am Freitag den 11. September 2015 Richtung Furth im Wald zu fahren. Im Hotel Habersaign bezogen wir unser Quartier für die Nacht. Bei guten Essen und angeregten Gesprächen verbrachten wir den Abend.

Vor dem „Haus der Aussaat“ begrüßten uns Blechbläser aus Neukirchen b. Hl. Blut. Exponate in vielerlei Gestaltungsarten präsentierten die Krippenfreunde des Oberen Bayerischen Waldes zusammen mit Partnern aus dem Raum Klattau (Tschechien) Die ideale Plattform für die Ausstellung bot der Katharinensaal im Nordflügel des Franziskanerklosters. Zahlreiche Gäste kamen aus den Ortsvereinen der Regionen Bayerns, Südtirols, der Schweiz sowie Tschechien. Frau Anni Jaglitsch aus Tirol, die vor 12 Jahre die Internationale Wallfahrt ins Leben rief, war mit einer Fahnenabordnung und Tiroler Krippenfreunden angereist.

Johann Dendorfer, Präsident des Weltverbands der Krippenfreunde UN-FOE-PRAE nahm die Begrüßung vor und hieß uns Alle willkommen.Er zeigte sich glücklich über die Kontakte zu tschechischen Krippenfreunden und unterstrich den langjährigen Kontakt zu den direkten Nachbarn einer Pilsener Gruppe, die mit ihren Exponaten die Ausstellung bereicherten. Pavol Kašnik aus der Slowakei demonstrierte mit seiner Stimme und einer Art Bauchladen-Krippe den osteuropäischen Brauch der Kolende-Sänger, welche die Botschaft der Heiligen Nacht überbrachten.

Pavol Kašnik aus der Slowakei mit seiner Bauchladen-Krippe

Mit der Musikkapelle und den Fahnenträgern der angereisten Ortsvereine, zogen wir gemeinsam mit dem 1. Bürgermeister; gleichzeitig auch stellvertretender Landrat des Landkreises Cham; Herrn Markus Müller und seinem Stellvertreter Herrn Uli Neumeyer in die Pfarrkirche Maria Geburt ein. Als Hauptzelebrant fungierte unser Verbandspräsident Pfarrer Martin Martlreiter, in seiner Predigt unterstrich er wie wichtig es heutzutage ist, mit Krippen Brücken der Verständigung zu Bauen. Krippenbauer sind gleichzeitig „Brückenbauer“. Musikalisch wurde der Festgottesdienst vom Rittsteiger Dreig’sang mit der Waldlermesse mitgestaltet.

Nach dem Gottesdienst ging es zum Mittagessen in Gasthaus „Zum Wirt“. Im Anschluss besuchten wir das Wallfahrtsmuseum im ehemaligen Neukirchener Pflegschloß. Das Museum mit seinen ansprechenden Exponaten zeigt in den Ausstellungseinheiten "Christlicher Lebenslauf" und "Religiöses Brauchtum im Jahreslauf" die Einbindung der katholischen Religion und des Wallfahrtswesens in die allgemeine Lebenssituation der ländlichen Bevölkerung. Die Abteilungen "Heiligenverehrung" und "Marienverehrung" erläutern die Wallfahrtsthematik näher.

Nach dem gemeinsamen Reisesegen in der Wallfahrtskirche verabschiedete sich Johann Dendorfer, dankte allen angereisten Krippenfreunden fürs Kommen und wünschte eine gute Heimreise.

Die 13. Internationale Wallfahrt der Krippenfreunde wird am 17.09.2016 von den schweizerischen Krippenfreunden im Krippenmuseum von Stein am Rhein ausgerichtet.

14.09.2015 Text und Fotos: Heinz W. Göppelhuber

Gedenkgottesdienst für verstorbene Vereinsmitglieder

Beim Gedenkgottesdienst am Samstag den 13.06.2015 in der Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth im Chiemsee, gedachten wir den Verstorbenen Vereinsmitgliedern  des Jahres 2014.

Geistlicher Rat Georg Zandl

Peter Wohlschläger

Christian Günther

Geistlicher Rat Josef Stigloher gestaltete einen würdevollen Gottesdienst dem 15 Vereinsmitglieder, Freunde und Wegbegleiter der Verstorbenen beiwohnten.

Nach dem Gottesdienst gingen wir noch zum Inselwirt auf eine Brotzeit, bevor wir um 20.00 Uhr mit dem Schiff wieder nach Gstadt zurückkehrten. Bei einem stimmungsvollen Sonnenuntergang verließen wir wieder Gstadt mit unseren Autos in Richtung unserer Heimatgemeinden.

14.06.2015  Text und Fotos: Heinz W. Göppelhuber 

Bericht über die Maiandacht am 07.05.2015 Marwang

Verein für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach lud zur traditionellen Marienandacht ein

Die Marienverehrung steht für gelebte bairische Tradition und bodenständige Frömmigkeit, der sich auch der Krippenverein Inn-Salzach verschrieben hat. Der Marienmonat wird jeweils im Mai mit feierlichen Andachten und Wallfahrten gemäß einem alten Marienlied: „Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen“, begangen.

Auch dieses Jahr durfte der Krippenverein Inn-Salzach, seine Mitglieder und Freunde, nach Marwang bei Grabenstätt, einladen, gemeinsam mit dem Männerchor Grabenstätt feierten wir in der 1648 erbauten Loretokapelle die Marienandacht. Mit unserem langjährigen Vorsitzenden; Pfarrer Konrad beteten wir gemeinsam.

Nach der Maiandacht durften wir wieder im Garten der Familie Biller Zusammensitzen und konnten so, das herzhafte Abendessen das die Frauen aus Grabenstätt zubereitet hatten, genießen.  Der Männerchor Grabenstätt umrahmte den Abend noch mit Liedern.

Ein herzliches Dankeschön an Martin und Gustl Lex, dass wir auch heuer wieder eine so schöne gemeinsame Maiandacht erleben durften.

21.05.2015  Text: Heinz W. Göppelhuber 

Bericht über die Fahrt nach Straubing am Sonntag den 12. April 2015 mit Besuch der Synagoge

Die Frühjahrsfahrt des Krippenvereins Inn-Salzach führte uns am Sonntag den 12.April 2015 nach Straubing. Herr Guido Scharrer, der 1. Vorsitzenden der Straubinger Krippenfreunde erwartete unsere Gruppe am alten Friedhof St. Peter, die romanische Basilika wurde um 1180  auf den Resten eines Römischen Kastells durch das Augsburger Domkapitel errichtet. Im Friedhof beeindrucken die Agnes-Bernauer-Kapelle mit dem Rotmarmor-Epitaph der Bernauerin und die Seelenkapelle mit Totentanzfresken des Straubinger Malers Felix Hölzl. (1763)

Bildausschnitt: Totentanzfresken des Straubinger Malers Felix Hölzl. (1763)

Die berühmten Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam schufen als letztes gemeinsames Werk die Klosterkirche der Ursulinen, die einzigartig  den Übergang vom Barock zum Rokoko mit den dazu gehörigen Skulpturen und Malereien zeigt.

In der Krippenstube der Karmeliten besichtigten wir 2 Jahreskrippen mit geschnitzten Figuren des Bildhauers Josef Hien aus Ottobrunn.

In der Jesuitenkirche besichtigten wir die „Reisingerkrippe“, sie zeigt in 18 Szenen  wichtige Stationen des Alten und Neuen Testaments. Sie gilt als Traditionskrippe Straubings, da sie von einheimischen Künstlern geschaffen wurde.

Reisingerkrippe in Straubing

Beim Mittagessen im Hotel "Das Röhrl" direkt am Marktplatz wurden wir schon erwartet und so ließen wir uns im Nebenzimmer dieses wunderbaren Restaurants auf den reservierten Plätzen nieder und genossen das wunderbare Essen und gutem Zwicklbier.

Auf dem Weg zur Synagoge stand noch der Besuch der dreischiffigen Hallenkirche St. Jakob mit den wunderbaren Glasfenstern, darunter das "Moses-Fenster" nach Entwürfen von Albrecht Dürer auf dem Programm.

Bildausschnitt: "Moses-Fenster" nach Entwürfen von Albrecht Dürer

In der Synagoge erhielten wir von Herrn Guido Scharrer eine sachkundige Erklärung und Führung dieses eindrucksvollen Baus der späten Gründerzeit im neoromanischen Stil, der am 04.09.1907 eingeweiht wurde.

Bild: Synagoge in Straubing

Die Straubinger Synagoge:

Bald nach der Stadtgründung 1218 dürften sich in der heutigen Rosengasse einige Juden niedergelassen haben, die vor allem im Geldgeschäft tätig waren. 1338 wurde die Judengasse angezündet, die Bewohner vertrieben oder ermordet. Herzog Albrecht III. verbannte schließlich 1442 alle Juden aus Straubing. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen wieder Juden nach Straubing und begründeten hier 1897 eine jüdische Gemeinde, die zehn Jahre später 112 Personen umfasste. Am 4.9.1907 wurde an der Wittelsbacher Straße 2 die Synagoge eingeweiht, ein eindrucksvoller Bau der späten Gründerzeit im neoromanischen Stil, entworfen und errichtet von der Straubinger Baufirma Dendl. Besonders die Westfassade zeichnet sich durch eine symbolhafte Gestaltung aus: Zwei achteckige Türme mit krönenden Davidsternen flankieren ein mit Blattwerk verziertes Rundbogenportal, zu dem sieben Stufen hochführen. Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden auch in Straubing die jüdischen Mitbürger diskriminiert, verfolgt, deportiert. Fast 50 Mitglieder der jüdischen Gemeinde kamen im Holocaust ums Leben; an sie erinnert eine Gedenktafel im Pulverturm, dem Ehrenmal der Stadt Straubing für alle Opfer der Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Die Synagoge wurde zwar geplündert und verwüstet, sie überstand aber als eine der wenigen jüdischen Kultbauten in Bayern das Dritte Reich und ist heute die einzige Synagoge Niederbayerns. Sie wurde 1989 grundlegend saniert 1946 gründeten Überlebende der Konzentrationslager eine neue Gemeinde, die sich vor allem in den letzten Jahren durch den Zuzug von Kontingentflüchtlingen aus den GUS-Staaten stark vergrößert hat.

Text: Dr. Dorit-Maria Krenn, Stadtarchiv Straubing Literaturhinweis: Anita Unterholzner, Straubinger Juden - Jüdische Straubinger, Straubing 1995; Guido Scharrer, Straubing - das jüdische Zentrum Niederbayerns, Exkursionsblätter zur Geschichte und Kultur der Juden in Bayern, hg. v. Haus der Bayerischen Geschichte, o.J. (1995/96) und Informationsblatt der Stadt Straubing

Nach der Führung in der Synagoge fuhr unsere Gruppe mit dem Bus ins Café Dorfbäck Dietl, wo wir bei sonnigen Wetter einen erlebnisreichen Tag bei Kaffee und Kuchen mit Interessanten Gesprächen ausklingen ließen. Unser Busfahrer Heinrich Hausladen brachte uns von hier wieder  zurück zu unseren Heimatorten im Landkreis Traunstein und Rosenheim.

Ich möchte ein herzliches Vergelt’s Gott an Herrn Guido Scharrer sagen, für die hervorragenden Besichtigungen und Erklärungen in den Sehenswürdigkeiten seiner Heimatstadt. Leider kann ich an dieser Stelle nicht über alle Sehenswürdigkeiten die wir gesehen haben schreiben

14.04.2015 Text und Fotos: Heinz W. Göppelhuber 

Bilder aus Straubing

Geistlicher Rat Konrad Kronast zum Ehrenmitglied ernannt

Bericht über die Jahreshauptversammlung am 14.März 2015 von Josef Obermayer

Heinz Göppelhuber, wurde einstimmig zum 1. Vorsitzenden des Vereins für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach e.V. gewählt, nachdem er dieses Amt im zurückliegenden Vereinsjahr nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorsitzenden Geistlicher Rat Konrad Kronast vorerst kommissarisch übernommen hatte.

Pfarrer Konrad Kronast wurde für seinen Einsatz und seine besonderen Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt und erhielt eine Urkunde.

Pfarrer Konrad Kronast          Heinz W.Göppelhuber

Zur Jahreshauptversammlung traf man sich im erzbischöflichen Studienseminar in Traunstein, da Traunstein auch der Vereinssitz ist und der Verein im Studienseminar einen Werkraum mit nutzen kann. Der Vorsitzende konnte ca. zwei Dutzend Vereinsmitglieder begrüßen, darunter auch drei Neumitglieder.

In einer Schweigeminute wurde der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder Geistlicher Rat Georg Zandl (28.07.2014), Peter Wollschläger (15.08.2014) und Christian Günther (25.12.2014) gedacht.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden vom Vorsitzenden mit einer Urkunde geehrt, Christl Bachmaier, Christl Blaimer, Eleonore Gabler, Edeltraud Gasser, Magdalena Sussner, Therese Windbauer und Herbert Mairhofer.

In seinem Rechenschaftsbericht berichtete Heinz Göppelhuber, dass nach der Neuwahl in der letzten Hauptversammlung viel Schreibarbeit und Telefonate erforderlich waren, bis die ganzen Meldungen und notariellen Eintragungen – wie sie für einen eingetragenen Verein erforderlich sind – abgeschlossen waren. Seit Juni 2014 ist dies alles geregelt und der Vereinssitz bleibt - wie bisher - Traunstein. Eine weitere Zeitaufwändige Angelegenheit war die Umstellung der Beitragseinziehung auf SEPA. Hier dankte er auch besonders Frau Herzinger für ihre Unterstützung.

Das „Hauptereignis“ war dann die große Krippenausstellung im Pfarrsaal Christkönig in Rosenheim vom 29.11. bis 7.12. mit über 70 Exponaten – zur Verfügung gestellt von 19 Vereinsmitgliedern. Die Ausstellung wurde sehr gut besucht und anstelle eines Eintrittes wurde ein Spendenglas aufgestellt, das ebenfalls gut bedacht wurde. So konnte der Vorsitzende einen stattlichen Betrag an Stadtpfarrer Sebastian Heindl und Kirchenpfleger Peter Sinnesbichler für die Innenrenovierung der Christkönigkirche  übergeben. Heinz Göppelhuber dankte allen, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen und mitgeholfen haben, den Leihgebern, den Besuchern und den Spendern Besonders dankte Heinz Göppelhuber dem Vorsitzenden des Krippenvereins Bad Aibling Jürgen Herold für die Ausleihe der dekorativen Vitrinen und für seine tatkräftige Mithilfe beim Auf- und Abbau der Ausstellung, weiters Frau Elfriede Göppelhuber und Frau Sieglinde Mühlberger für die Betreuung während den Öffnungszeiten, Erläuterungen für die Besucher – insbesondere der Kindergärten – und nicht zuletzt für das Kaffee- und Kuchenangebot.

Dank aber auch an Siegfried Gunzenberger, Georg Beilhack und Hubert Marchl die dem Verein selbstgefertigtes Krippenzubehör zur Verfügung stellten, das gegen Spende an die Interessierten kam. Erfreuliches gibt es auch über die Jahreskrippe in der Kirche Zum Hl. Erlöser, Traunreut zu berichten, die sehr zuverlässig und ehrenamtlich von den Vereinsmitgliedern Maria Hruschka und Franz Kern betreut wird, wofür der Vorsitzende herzlich dankte und hoffe, dass dies auch weiterhin so möglich sei.

Franz Kern und Maria Hruschka an der Vereinskrippe in Traunreut

Zur Aufbewahrung der wertvollen Krippenfiguren konnte ein abschließbarer Schrank bei einem örtlichen Schreiner in Auftrag gegeben werden. 

Barbara Herzinger, zuständig für die Finanzen des Vereins, berichtete über den Mitgliederstand und die Kassenlage. Aktuell hat der Verein 118 Mitglieder. 

Abschließend bedankte sich der Vorsitzende herzlich bei Barbara Herzinger für die Verwaltung der Finanzen, bei Evi Forster für die Protokollführung, bei der gesamten Vorstandschaft, die mit ihrer Mitarbeit die Vereinsziele unermüdlich unterstützt haben. Weiters dankte er den anwesenden Vereinsmitgliedern für ihr Kommen zur Jahreshauptversammlung und wünschte sich weiterhin ein gutes Zusammenhalten, eine aktive Mitgliederwerbung und zahlreiche Teilnahme an den von der Vorstandschaft angebotenen Veranstaltungen.

Das abschließende Segenswort sprach Geistlicher Rat Konrad Kronast. Er wünschte dem Verein alles Gute und dass der Vereinsgedanke, Krippen und religiöse Volkskunst in unserer Gesellschaft präsent zu halten, weiterhin so tatkräftig wie bisher ungesetzt wird.

07.05.2015 Text und Fotos: Josef Obermayer

Fatschenkindlausstellung erfolgreich abgeschlossen

Der Initiator dieser Ausstellung; anlässlich unseres 25 jährigen Vereinsjubiläums; Herr Georg Beilhack mit seiner Frau Helga möchte sich bei allen beteiligten Mitgliedern bedanken die mit ihren Leihgaben eine sehenswerte und wunderbare Ausstellung möglich machten.

Leider fanden nur wenige Vereinsmitglieder den Weg nach Reit im Winkl, um die letzte große Sonderausstellung die unser Georg Beilhack plante und aufbaute zu besichtigen. Durch zahlreichen Besuch der Übernachtungs- aber auch Tagesgäste in Reit im Winkl kamen aber immerhin über 400 Besucher ins sakrale Museum, an den Führungstagen die Mittwochs und Samstag angeboten wurden. Auch 10 Busgruppen nutzten die Sonderöffnungszeiten. Die Besucher kamen aus den Landkreisen Bad Tölz, Rosenheim, Traunstein und dem Berchtesgadener Land.

Zum Abschluss der Sonderausstellung überreichte Georg und Helga Beilhack an den 1. Vorsitzenden des Vereins für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach; Heinz W. Göppelhuber einen Spendenscheck über 300.- Euro; die zweckgebunden Spende wird an Pfarrer Martin Schlachtbauer; der seit 2009 in seiner Pfarrei in Ecuador (St. Michael - San Miguel - deutschsprachige Gemeinde Quito - Ecuador - Parroquia de la Habla Alemana) tätig ist; weitergeleitet. 

Ich möchte mich persönlich bei Helga Beilhack, Gretl Höflinger und Georg Beilhack für Ihren unermüdlichen Einsatz bei den Führungen bedanken. Gekonnt erklärten Sie auf den Weg zum Kirchenspeicher die Geschichte der Kirche St. Pankratius in Reit im Winkl und die Einzelheiten im Sakralen Museum und der Fatschenkindlausstellung.

09.04.2015 Text und Fotos: Heinz W. Göppelhuber 

2. Krippenstammtisch

Nachdem der erste Stammtisch am 1. Oktober 2014 im Café Papillon, Siegsdorf, mehr dem Kennenlernen untereinander diente, führte uns das zweite Treffen am 10. Januar 2015 nach Gstadt am Chiemsee zur historischen Krippenszene von der Hochzeit zu Kana.

In Gstadt erlebten 13 Teilnehmer einen herrlichen Januartag mit tiefblauen Chiemsee und einem weiten Alpenpanorama von den Salzburger Hausbergen bis zur Kampenwand, wobei die  markanten Gipfeln von Hochfelln, Hochgern und der Kampenwand  zum Greifen nahe waren.

Vielen ist ja die berühmte Barockkrippe im Kloster der Benediktinerinnen auf der Fraueninsel bekannt, aber dass nun in nächster Nähe eine nicht weniger bedeutende Rarität zu bewundern ist, wissen nur wenige. Denn erst seit dem vierten Adventsonntag 2014 kann die Szene der Hochzeit zu Kana in der gegenüber der Fraueninsel in der Ortschaft  Gstadt gelegenen Kirche St. Peter besichtigt werden  – noch dazu das ganze Jahr über zu den Öffnungszeiten der Kirche.

Geistlicher Rat Johann Nepomuk Huber erwartete uns schon an der kleinen, über der Ortschaft thronenden Kirche  und wir waren alle überwältigt, als wir in die Kirche eintraten und die Barockkrippe zum ersten Mal sahen.

Nicht weil sie von imposanter Größe ist, sondern wegen der prachtvoll gekleideten Figuren, die, wie uns Pfarrer Huber erläuterte, in der damaligen Zeit dem Betrachter die Herrlichkeit Gottes verdeutlichen sollte und was auch für die heutige Zeit noch gilt.

Mit Pfarrer Huber hatten wir einen überaus kompetenten „Krippenführer“. Zum einen erläuterte er uns den theologischen Hintergrund der Darstellung und auch  einzelner Figuren, ausgehend vom Johannesevangelium, in der die Hochzeit zu Kana geschildert wird. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte so seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn. (Joh 2,1-11).

Denn eine Krippenszene soll nicht nur das Auge erfreuen, sondern dem Betrachter auch das Evangelium optisch näher bringen, so Pfarrer Huber.

Zum andern wusste Pfarrer Huber viel zu erzählen vom Werdegang der Krippenszene, beginnend von der Entstehung, ihrer „Wiederentdeckung“ und schließlich  zur  Restaurierung, die er angestoßen und all die Jahre begleitet hat.

Die Figuren sind höchstwahrscheinlich um 1750 von adeligen Nonnen des Benediktinerinnenstifts auf Frauenchiemsee genau nach der Mode, die damals am kurfürstlichen Hof in München getragen wurde, angefertigt worden.

Nachdem um 1780 von Kaiser Josef II. Krippendarstellungen in Kirchen verboten wurden, geriet die Krippe in Vergessenheit, bis sie mehr oder weniger zufällig 1960 von Franz Anner, dem damaligen Mesner der Filialkirche unter einem Laubhaufen  in der Glockenstube entdeckt wurden.  Er war nicht wenig erstaunt, als er darin eine Vielzahl von Krippenfiguren vorfand.

Nachdem sich die damals für die Filialkirche zuständigen Geistlichen nicht sonderlich für den Fund ihres Mesners interessierten, führte die Krippe weiterhin einen Dornröschenschlaf unter der Obhut des Mesners. Pfarrer Huber, früher Stadtpfarrer in Rosenheim-Christkönig und seit 2009 als „Ruheständler“ im Pfarrhof Breitbrunn wohnend und als mithelfender Seelsorger in den Pfarreien Eggstätt, Gollenshausen und Breitbrunn tätig und somit auch in der Breitbrunner Filialkirche St. Peter in Gstadt. 2010/2011 begann er das Inventarverzeichnis der Pfarrei Breitbrunn zu überarbeiten. Dabei stieß er auf den Vermerk „Krippenfiguren in Gstadt“. Auf Nachfrage erfuhr er, dass diese derzeit in einer Schachtel hinter dem Altar gelagert sind. Und nun endete der Dornröschenschlaf. Pfarrer Huber nahm Kontakt mit dem Kunstreferates der Erzdiözese München und Freising auf.  Auf Anregung des Kunstreferates und nach den Vorgaben des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege wurden die Figuren ab 2013 sorgfältig konserviert und restauriert. An der Kleidung durfte nicht viel geändert werden, denn sie trägt ja wesentlich zum einmaligen Charakter der Figuren bei. Die Reinigung erfolgte mit Pinsel und Kleinststaubsaugern. Auch kamen die Figuren drei Monate in Quarantäne zur Entgiftung durch Sauerstoffentzug. So ist auch der große zeitliche und finanzielle Aufwand erklärbar (ca. 800 Stunden; ca. 40.000 €), der für die Restaurierung erforderlich war. Laut Pfarrer Huber fanden sich aber immer wieder Organisationen, Firmen und viele private Spender, die die Maßnahme großzügig förderten. Seit dem vierten Adventsonntag 2014 ist nun die Krippenszene offiziell für die Öffentlichkeit zu sehen, geschützt vor Staub und Langfingern in einer massiven und gut gesicherten Vitrine unter dem Treppenaufgang zur Empore, so dass auch bei geschlossenem Kirchengitter eine Betrachtung möglich ist.

Wir hatten allerdings das Glück die Krippe aus nächster Nähe zu betrachten, denn Pfarrer Huber öffnete uns das Gitter und die Vitrine.

Und was wir sahen war eine Augenweide. Kunstvolle Figuren in noch kunstvolleren Kleidungen, die die Freude einer Hochzeitsfeier merklich spüren ließen. Im Vordergrund waren Jesus, seine Mutter und seine Jünger  zu sehen und  die Weinkrüge, als Hinweis auf die Schilderung im Johannesevangelium „denn sie hatten keinen Wein mehr“. Jesus machte hier den Anfang mit seinen „Zeichen“ und verwandelte Wasser in Wein, um den Verlauf der Hochzeit zu retten.

Aber es gibt in der Darstellung auch Figuren, die mit ihrer Kleidung nicht zu den prächtig gekleideten Gästen passen. Dies ist ein Hinweis auf das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl (Mt 22,2-14), in dem die mehrmals vom König zur Hochzeit seines Sohnes geladenen Gäste nicht kamen und der König daraufhin seine Diener auf die Straßen und Plätze aussandte mit dem Auftrag  „Ladet dort ein, wen ihr findet, jeder soll bei meinem Mahl willkommen sein“.

Und auf eine weitere Figur machte uns Pfarrer Huber aufmerksam – den vor der Hochzeitstafel knienden Bettler. Der theologische Bezug ist im Gleichnis  Der reiche Mann und der arme Lazarus  des Lukasevangeliums (Lk 16,19-31) zu finden.

Es war aber ein reicher Mann, und er kleidete sich in Purpur und feine Leinwand und lebte alle Tage fröhlich und in Prunk. Ein Armer aber, mit Namen Lazarus, lag an dessen Tor, voller Geschwüre, und er begehrte, sich mit den Abfällen vom Tisch des Reichen zu sättigen; aber auch die Hunde kamen und leckten seine Geschwüre.  Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. Und als er im Hades  seine Augen aufschlug und in Qualen war, sieht er Abraham von weitem und Lazarus in seinem Schoß.

Nach dem Kunstgenuss gab es auch noch etwas für das leibliche Wohl. Im Café Inselblick ließen wir den Nachmittag ausklingen. Allen Krippenfreunden kann nur empfohlen werden, einen Ausflug an den Chiemsee mit Halt  in Gstadt zu machen. Da man nicht bis an die Kirche fahren kann,  kommt man beim Fußweg zur Kirche noch in den Genuss– sofern das Wetter mitspielt -  den eingangs beschriebenen herrlichen Ausblick auf den Chiemsee, die Fraueninsel und die Bergkulisse zu genießen.  Die Kirche ist an den Wochenenden von 9 – 17 Uhr geöffnet. Ein Faltblatt mit Erläuterungen liegt auf. Weitere Öffnungszeiten sind über das kath. Pfarramt St. Johannes, Breitbrunn, Tel. 08054/331 zu erfragen.  

25.03.2015 Text: Josef Obermayer        Bilder: Ortrud Werndle, Josef Obermayer und Heinz W.Göppelhuber

Krippenausstellung 2014 im Pfarrsaal der Pfarrei Christkönig

 150 Jahre Stadterhebung Rosenheim,  85 Jahre Pfarrei Rosenheim Christkönig, 25 Jahre Verein für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach e.V.

Das haben wir gemeinsam gefeiert und kehrten nach 12 Jahren wieder zurück zu unseren Wurzeln in Rosenheim. Gustl Feichtinger der 31 Jahre die „Rosenheimer Krippenfreunde“ führte, gehörte mit seiner Frau Irmingard zur Pfarrei und gestaltete die Kirchenkrippe von Christkönig und stellte in zahlreichen Museen der Stadt Rosenheim seine Krippen aus.

19 Aussteller unseres Vereins zeigten Krippen die Darstellungen aus 17 Ländern präsentierten, selbstgebaut oder gesammelt. An den Wochentagen wurden für die Kinder der Kindergärten Führungen angeboten. So kamen ca. 170 Kinder zur Ausstellung und wurde in kleinen Gruppen durch die Ausstellung geführt. Diakon Bernhard Kinne kam im Religionsunterricht mit Erstkommunionkindern und Jugendlichen einer Firmgruppe.

An den Wochenenden wurde vom Verein zusätzlich noch das Bekleiden von Krippenfiguren gezeigt. ϯ Elisabeth Schachner aus Wiesmühl konnte vielen Interessierten das Bekleidung und kaschieren der Figuren vorführen.

 

Am Samstag den 6. Dezember hielt Herr Albert Sanftl einen Vortrag mit dem Thema:

„Nikolaus - der Mann hinter dem Weihnachtsmann“. An die 30 Zuhörer verfolgten den Vortrag und konnten viel wissenswertes erfahren. Dafür möchte ich meinen besonderen Dank aussprechen.

Danken möchte ich aber diesmal auch den Fotografen Frau Marianne Richter vom Foto Team Richter und Herrn Wolfgang Bliemetsrieder für das Fotografieren der Exponate.

Dank aber auch an alle, die uns jeder auf seine Art und Weise unterstützt haben, Familie Mühlberger, Maria und Wolfgang Bliemetsrieder, Familie Zollner, Familie Ganßer und Walter Ruedorfer für das Transportieren der Vitrinen die wir vom Krippenverein Bad Aibling ausgeliehen haben.

Dank aber auch nochmals an Pfarrer Sebastian Heindl von der Pfarrei Christkönig und seinem Team für die Unterstützung und das Ausarbeiten des Rahmenprogrammes für  die Erwachsenenbildung mit Vorträgen und Gebetsstunden.

Wie geschaffen für eine so große sehenswerte Krippenausstellung war der Pfarrsaal in Rosenheim Christkönig. Wertvolle Fatschenkindl liegen in Vitrinen, grazile Klosterarbeiten und viele kleine Krippendarstellungen bis hin zum Münchener Augustiner Kindl waren zu sehen. An über 70 wertvollen Exponaten konnten sich die Besucher erfreuen. Von den verschiedenen Darstellungen wurden vor allem eine Krippe; gebaut von Jürgen Herold; dem Vereinsvorsitzenden der Aiblinger Krippenfreunde bewundert. Josef sitzt am Bett mit dem Neugeborenen Jesus und Maria liegt daneben.

Die Ausstellung hat in den 9 Tagen knapp 1500 Besucher angezogen und zeigt damit, wie groß das Interesse in der Bevölkerung für unsere ehrenamtliche Arbeit ist.

Am Sonntag den 11.01.2015 wurde nach dem Gottesdienst, der Spendenscheck für die Innenrenovierung der Christkönigkirche  an Herrn Peter Sinnesbichler von der Kirchenverwaltung Rosenheim Christkönig überreicht. Statt Eintritt wurde fleißig gespendet und so kamen in den 9 Ausstellungtagen 1256,00 Euro zusammen die wir Zweckgebunden nun für die Innenrenovierung spendeten.

 

Heinz Göppelhuber (Zweiter von rechts), Vorstand des Vereins für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach überreicht an Kirchenpfleger Peter Sinnesbichler (links) und Pfarrer Sebastian Heindl die Spende zur Innenrenovierung der Christkönigskirche. Rechts im Bild: Vereinsbeisitzerin Elfriede Göppelhuber.

Herzlichen Dank an alle Helfer die diesen Erfolg ermöglicht haben und allen Spendern für diese Summe.

22.01.2015 Text Heinz W. Göppelhuber      Fotos: Foto Team Richter, Wolfgang Bliemetsrieder und Rolf Zollner

Ausstellung Pfarrsaal Christkönig

Krippenausstellung feierlich eröffnet.

Pünktlich um 16.00 Uhr wurde heute unsere diesjährige Krippenausstellung feierlich eröffnet, die Lohholzer Zithermusi gestaltete die Feierstunde musikalisch. Geistlicher Rat Johann Nepomuk Huber aus Breitbrunn hielt die Eröffnungsrede, über die renovierte Krippendarstellung der "Hochzeit zu Kana in Gstadt am Chiemsee. Kirchenpfleger Herr Peter Sinnesbichler dankte dem Verein für das Ausrichten und Zusammenstellen der Exponate und wünscht sich zahlreiche Besucher. Pfarrer Sebastian Heindl schloss mit einem "Krippensegen" die Eröffnungsfeier ab. Die über 100 geladenen Gäste konnten sich bei einem Glas Wein und frischen Kletznbrot noch angeregt unterhalten. Allen Helfern vor und hinter den Kulissen einen herzlichen Dank, für die Hilfe während der letzten 3 Tage.

Herr Wolfgang Bliemetsrieder hat bereits die Kirchenkrippe aufgebaut, auch der Meditationsraum mit der Makonde Krippe ist hergerichtet.

 

29.11.2014 Heinz W.Göppelhuber

 

Bilder der Eröffnungsfeier

Bericht von der 83. Landestagung der Bayerischen Krippenfreunde am 22. November 14 in Landsberg am Lech.

Zur diesjährigen 83. Landestagung in Landsberg am Lech fuhren wir diesmal nur mit 6 Vereinsmitgliedern. Das Ehepaar Schneider aus Reitmehring war bereits am Freitag angereist.

Nach der kurzen Frühstückspause begann um 10.00 Uhr die feierliche Eröffnung der 83.Landestagung. Der Vorsitzende der Landsberger Krippenfreund Hans Hermann begrüßte die zahlreich angereisten Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Südtirol, Belgien, Luxenburg und den Niederlanden. Auch der Präsident der Unfoeprae; dem Weltverband aller Krippenfreunde; Herr Johann Dendorfer richtete seine Grussworte an die angereisten Teilnehmer. Das Ökumenische Grußwort zum Thema dieser Landestagung „Kommt und schaut das wahre Licht der Welt“ hielt Pfarrerin Bärbel Ehrmann.

Nach den unumgänglichen Berichten der Geschäftsführererin und Kassenprüfers konnte der Landesvorstand einstimmig entlastet werden.

Jetzt wurden die Ehrungen durchgeführt, Alfred Müller aus Kaufering wurde für seine unermüdliche Arbeit des Krippenbauens geehrt. Die speziellen Techniken für seine Bauten hat er sich in all den Jahren selbst angeeignet. Ebenfalls geehrt wurde die Geschäftsführerin des Landesverbandes  Frau Sandra Reinhard aus Aschaffenburg für Ihr Arbeit an vielfältigen Kripenbauten und Darstellungen, mit denen Sie in ihren Ausstellungen bereits bis nach Spanien kam.

Frau Angelika Schlederer aus Altötting lud alle Ortsvereine zur 84. Landestagung am Samstag den 21.November 2015 nach Altötting ein.

Nachdem keine weiteren Wünsche oder Fragen vorlagen schloss die Versammlung pünktlich zum Mittagessen.

Nach der Mittagspause wurden wir mit einen Buspendelverkehr in die Innenstadt von Landsberg zur Säulenhalle gleich neben dem Stadttheater gefahren, das war perfekt organisiert. Wir machten aber zuerst noch eine kleine Stadtführung, bei der uns Reinhold Streicher so manches Juwel in der Innenstadt von Landsberg am Lech zeigte.

Die ausgestellten Krippen in der  Säulenhalle waren einfühlsam aufgebaut und zeigten das große Können aller Aussteller.

Der Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Adelhelm Bals und dem Präsidenten des Landesverbandes der bayerischen Krippenfreunde Pfarrer Martin Martlreiter wurde musikalisch von Marianne Lösch an der Orgel und Hans-Günther Schwanzer auf der Trompete gestaltet. In seiner Predigt stellte Pfarrer Martin Martlreiter am Beispiel seine diesjährigen Fahrt nach Greccio  fest, daß man erst aufsteigen muss, um dann in die Krippegrotte hinunterzusteigen. Um in die Grotte zu gelangen muss man sich klein machen, Gott hat sich ebenso klein gemacht als Kind in der Krippe um uns Menschen ganz nah zu sein.

Anstatt eines Festabends fand ein Santa-Lucia-Singen in der Stadtpfarrkirche Zu den Heiligen Engeln statt. Was uns erwartete war ein ganz besonderes Erlebnis von höchster Qualität an Gesangskunst des Vocalensemble Landsberg am Lech.  Zum Abschluss zogen wir gemeinsam durch die Sängerrunde ins Freie und wurden so beeindruckend von Landsberg am Lech verabschiedet.

Unser Dank für diesen schönen Tag gilt allen Vereinsmitgliedern der Landsberger Krippenfreunde unter der bewährten Leitung ihres Obmanns Hans Hermann.

Sepp Obermayer brachte uns alle wieder wollbehalten an unsere Wohnorte Rosenheim und Traunstein zurück.

24.11.2014 Text und Fotos: Heinz W. Göppelhuber

83. Landestagung der Bayerischen Krippenfreunde in Landsberg am Lech

1.Krippenstammtisch

Am Mittwoch den 01.Oktober 2014 fand unser 1. „Krippenstammtisch“ statt. Wir trafen uns um  19.00 Uhr in Siegsdorf im Café Papillon. Insgesamt waren 19 Mitglieder anwesend und wir konnten 2 Gäste begrüßen. Bei interessanten Gesprächen und guten Essen wurde über die weiteren Planungen und Veranstaltungen im nächsten halben Jahr gesprochen. Rosi Bauer und Hugo Lorang stellten Ihr derzeitiges Projekt über die Restaurierung der "Alten Krippe" in der Inzeller Kirche vor. (siehe extra Bericht)

Wo der nächste Krippenstammtisch stattfindet wird mit dem Weihnachtsbrief den Vereinsmitgliedern mitgeteilt. Die Vorstandschaft hofft auf weiterhin großes Interesse der Mitglieder, freut sich aber auch auf viele Gäste beim nächsten Treffen.

02.10.2014 Heinz W. Göppelhuber

Die Alte Krippe aus der Inzeller Kirche wird restauriert

Mitglieder unseres Vereins und Pfarrangehörige der Pfarrei  St. Michael in Inzell haben es sich gemeinsam mit der Siegsdorfer Krippenexpertin Rosi Bauer zur Aufgabe gemacht, die seit langem auf dem Kirchendachboden schlummernde Krippe wieder herzurichten.

Insgesamt 50, 18 cm große Figuren mit Holzkörper und Drahtverbindungen.Wachsköpfe, Wachshände und einige Figuren auch teilweise mit geschnitzten Händen und Füssen, warten jetzt darauf restauriert zu werden.

Die Figuren, deren Zustand nicht der beste ist, stammt vermutlich noch aus dem ersten Weltkrieg, was Zeitungsinnenfutter belegen. Von unserem Vereinsmitglied Hugo Lorang werden derzeit die ersten Figuren von den rostigen Drähten befreit, um dann wieder mit neuen Drähten zusammengebaut zu werden.

Frau Bauer kümmert sich um die Restaurierung der Wachsteile, es muss viel ergänzt werden. Tiere und Zubehör müssen neu angeschafft werden. Die Figuren werden mit feiner Gaze gewickelt und die alten Kleider gereinigt und nach alten Vorbild ergänzt. Es wurden bei den Kleidern zum großen Teil feine Seidenstoffe verwendet, diese müssen auch wieder erworben werden.

Wer die Pfarrei St. Michael bei der Restaurierung der „Alten Krippe“ unterstützen möchte, kann für einzelne Figuren gerne eine "Patenschaft" mit einer Spende übernehmen. Ansprechpartner dafür ist das Pfarramt  St. Michael in Inzell.

08.10.2014 Heinz W. Göppelhuber 

undefined St. Michael Inzell

Siegsdorfer / Bergener Kulturtage im Christkindl / Wallfahrtsmuseum in Siegsdorf

Schwarze Wallfahrtsmadonna aus Weyern bei den Siegsdorfer / Bergener Kulturtagen im Christkindl / Wallfahrtsmuseum in Siegsdorf zu besichtigen.

Vom 10. Oktober – 26. Oktober 2014 kann täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr die schwarze Wallfahrtsmadonna im Christkindl – Wallfahrtsmuseum in Siegsdorf (neben dem Naturkundemuseum) bei freiem Eintritt besichtigt werden.

Die Siegsdorfer Kunsthandwerkerin Rosi Bauer stellt während des Bergen-Siegsdorfer „Kulturgenusses“ eine aus dem 17.Jahrhundert stammende Rarität aus. Es ist die kürzlich wiederentdeckte und von ihr neu bekleidete und bekrönte Maria mit dem Kind aus Weyarn.

Die einen Meter große schwarze, bemalte Holzfigur stammt offenbar aus der 1642 errichteten Maria-Hilf-Kapelle nahe dem Kloster Weyern, das heute der Hauptsitz des Deutschorden ist. Alte Votivtafeln lassen vermuten, dass diese schwarze Madonna im Jahr 1786 bei der Vergrößerung der damaligen Wallfahrtskapelle von der heutigen zwei Meter großen gotischen Muttergottes mit Kind abgelöst wurde.

Seither fristete sie ihr Dasein auf dem Dachboden des Klosters Weyern. Dem Klostergeistlichen war es schon seit Jahren ein großes Anliegen, die Figur wieder einzusetzen. Als vor ca. 10 Jahren Frau Rosi Bauer das Christkind des Klosters restaurierte, wuchs in Pfarrer Emmeram Oberberger die Idee, dass sich Rosi Bauer auch der Madonna annehmen könnte. Sie sollte die fehlende Kleidung, die ursprüngliche Kronen für Maria und Kind ersetzen.

Vor einem Jahr erklärte sich Rosi Bauer dazu bereit, diese Arbeit zu übernehmen. Viele 100 Arbeitsstunden, alte und kostbare Materialien waren nötig um ein Kunstwerk dieser Art zu bewerkstelligen. Unser Vereinsmitglied Frau Evi Forster aus Tittmoning übernahm die Herstellung der prächtigen Gold - und Silberspitzen. Frau Evi Forster hat sich seit Jahren des aufwendigen Kunstklöppelns verschrieben.

Hier geht´s zum 2. Kurzfilm des RFO

Der Gesamtbeitrag des RFO (Regionalfernsehen Oberbayern).läuft zur Weihnachtszeit dann nochmals im Weihnachtprogramm.

08.10.2014 Text: Rosi Bauer

Schwarze Madonna in Sonderausstellung

Schwarze Madonna mit Kind wiedergefunden

Votivbilder bezeugen dass in der Maria-Hilf-Kapelle am ehemaligen Augustinerchorherrenstift in Weyarn eine Wallfahrtskapelle war. Pfarrer Emmeram Oberberger fand eine schwarze Madonna mit Kind auf den Dachboden des Klosters. Eine Holzgeschnitzte gefasste Figur. Ein Restaurator reinigte die Figur, welche ursprünglich bekleidet war. Unser Vereinsmitglied Frau Rosi Bauer aus Siegsdorf wurde damit beauftragt die Figur zu bekleiden und zu bekrönen. Nach den alten Votivbildern, mit Stoffen aus dieser Zeit um 17. Jhd. wird nun in aufwendiger Perlen-und Paillettenstickerei Kleid und Mantel gefertigt.

Um aus dieser Zeit die besonders kostbaren Goldspitzen zur Einfassung anzubringen, hat sich unser Vorstandsmitglied Evi Vorster aus Tittmoning als Klöpplerin eingebracht. Frau Bauer hatte fürs Christkindlmuseum mal eine alte Marienkrone erstanden, welche sich perfekt zum Nacharbeiten eignete.

Das RFO (Regionalfernsehen Oberbayern). interessiert sich für die Arbeiten durch beide Künstlerinnen an der Madonna und war mehrmals in Siegsdorf um über den Fortschritt der Restaurierung Filmaufnahmen zu machen. Am 8. Oktober  2014 wird ein weiterer Beitrag dazu gesendet.

Zu den Bergener / Siegsdorfer Kulturtagen die vom 10.10.2014 bis zum 26.10.2014 stattfinden, kann man die schwarze Madonna noch im Christkindl / Wallfahrtsmuseum im Alten Feilhaus in Siegsdorf sehen, bevor sie in der 1642 errichteten Maria-Hilf-Kapelle, im Stil des bayrischen Rokoko, erneuert um 1782 in Weyarn eingeweiht wird.

Hier geht´s zum 1. Kurzfilm des RFO

02.10.2014 Text und Bild: Rosi Bauer

undefined v.l. Manuela Kunzier RFO, Rosi Bauer, Evi Forster,

Biedermeier - Kreppengel Kurs

Am Montag den 04. August und Montag 18. August 2014, fanden 2 Kurs -  Abende mit unserem Vereinsmitglied Rosi Bauer statt. Wir trafen uns in Siegsdorf im Alten Feilhaus (beim Naturkundemuseum) und bastelten gemeinsam für die Krippenausstellung in Rosenheim Biedermeier Kreppengel und Christbaumanhänger in Form eines Fatschenkindl´s. Die 2 Kurse war sehr gut besucht, und wir hatten alle sehr viel Spaß bei der Arbeit unter der Anleitung von Rosi Bauer, die uns gezielt Hinweise zu den einzelnen Arbeitsschritten gab.

21.08.2014 Heinz W. Göppelhuber  Bild: Georg Beilhack

 

undefined Basteln von Kreppengeln mit Rosi Bauer, im Alten Feilhaus Siegsdorf

Bericht über die Maiandacht am 22.05.2014 Marwang

Verein für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach lud zur traditionellen Marienandacht ein

Die Marienverehrung steht für gelebte bairische Tradition und bodenständige Frömmigkeit, der sich auch der Krippenverein Inn-Salzach verschrieben hat. Der Marienmonat wird jeweils im Mai mit feierlichen Andachten und Wallfahrten gemäß einem alten Marienlied: „Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen“, begangen

Auch dieses Jahr durfte der Krippenverein Inn-Salzach, seine Mitglieder und Freunde, nach Marwang bei Grabenstätt, einladen, gemeinsam mit dem Männerchor Grabenstätt feierten wir in der 1648 erbauten Loretokapelle die Marienandacht. Mit unserem langjährigen Vorsitzenden; Pfarrer Konrad beteten wir gemeinsam.

Nach der Maiandacht wurden wir noch von Gustl Lex; Ortsheimatpfleger und seinem Sohn Martin Lex Chorleiter; eingeladen zum Zusammensitzen. Mit Getränken, gegrillten Würsten und Fleisch waren wir bestens versorgt. Der Männerchor Grabenstätt umrahmte den Abend noch mit Liedern.

Ein herzliches Dankeschön an Martin und Gustl Lex, dass wir auch heuer wieder eine so schöne gemeinsame Maiandacht erleben durften.

02.06.2014  Bilder: Josef Obermayer   Text: Heinz W. Göppelhuber 

undefined Männerchor Grabenstätt

Bericht über die Jahreshauptversammlung am 08.03.2014

Wechsel an der Vereinsspitze nach 16 Jahren

 Als Vorsitzender des Vereins für Krippen und religiöse Volkskunst Inn – Salzach löst Heinz Wolfgang Göppelhuber Pfarrer Konrad Kronast ab.

Heinz Wolfgang Göppelhuber ist der neue Vorsitzende des Vereins für Krippen und religiöse Volkskunst Inn - Salzach. Die 41 anwesenden Mitglieder wählten ihn bei der Jahreshauptversammlung im Bildungshaus St. Ruppert in Traunstein mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Pfarrer Konrad Kronast, der den Verein fast 16 Jahre geführt hatte. "Durch diese Veränderung  im Verein soll jetzt das junge Denken und Handeln eine Chance bekommen", sagte Konrad Kronast, der seit 1998 als Vorstand tätig war.

 In seinem Abschiedsbericht als Vorsitzender erinnerte Konrad Kronast an die zahlreichen Krippenausstellungen die in seiner Zeit durchgeführt wurden, der Verein stellte jedes Jahr in einer anderen Gemeinde eine Ausstellung zusammen, die die Vielfalt des großen Einzugsgebietes des Vereins; dazu gehören Stadt- und Landkreis Rosenheim; Landkreis Traunstein und Landkreis Berchtesgadener Land aufzeigte. Als größte Herausforderung galt 2002 der Zusammenschluss mit den Rosenheimer Krippenfreunden. Zudem stellte er heraus, dass sich für die Besetzung der vier aktiven Beisitzer fünf Kandidaten zur Wahl stellten, das zeugt von einem guten Vereinsklima.

Monsignore Thomas Frauenlob und Pfarrer  Konrad Kronast

Der scheidende Vorsitzende bedankte sich bei den neu Gewählten für Ihre Bereitschaft, die jeweiligen Ämter zu übernehmen.

Monsignore Thomas Frauenlob als Ehrenmitglied berichtete nach Abschluss der Wahlen, wie er aus nächster Nähe im Februar 2013 den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. erlebte und was sich daraus ergab. Der gewählte Termin des Rücktritts war genau geplant, um die bevorstehenden Osterliturgien mit einem neuen Papst zu feiern war ein rascher Beginn des Konklaves notwendig.

Durch Zufall lernt Thomas Frauenlob dann Papst Franziskus kennen, der nach der Messe spontan das Deutsche Priesterkolleg besuchte und dann von Thomas Frauenlob über den Campo Santo Teutonico geführt wurde, dabei wurde schon ersichtlich, dass Papst Franziskus eine Veränderung im Vatikan zu einem schlichten und bescheideneren Auftreten umsetzen werde, dies zeigte er bereits bei seinem erstem Auftritt auf dem Balkon des Petersdom; als er nur in einer weißen Soutane vor die Gläubigen trat. Papst Franziskus wünscht sich eine arme Kirche die sich lieber um die armen Menschen kümmert und nicht um Geldgeschäfte.  

Wahlergebnisse: Vorsitzender Heinz Wolfgang Göppelhuber (für Pfarrer Konrad Kronast), stellvertretender Vorsitzender Josef Obermeyer (für Heinz Wolfgang Göppelhuber), die Kassiererin Barbara Herzinger, 1.Schriftführerin Evi Forster, Beisitzerin Elfriede Göppelhuber und ϯ Elisabeth Schachner wurde in ihren Ämtern bestätigt. Neu gewählt als Beisitzer wurden Rosi Bauer, Hildegard Huber und Dr. Michael Elsen.

Barbara Herzinger, 25 Jahre aktive Vorstandsarbeit, Heinz Göppelhuber 1, Vorsitzender

Alls erste Aufgabe durfte der neue Vorsitzende die Ehrenurkunde an langjährige Mitglieder übereichen. Die silberne Ehrennadel für fünfundzwanzig Jahre aktive Mitgliedschaft ging an Barbara Herzinger, Helga Beilhack, Annemarie Biller, Dr. Michael Elsen, Helga Gruber, Matthias Holbeck, Agathe Höninger, Karla Köglmeier, Hubert Marchl, Kaspar Moosmüller und Marianne Moser.

Dr.. Michael Elsen, Stein a.d.Traun;  Kaspar Moosmüller, Siegsdorf;  Helga Gruber, Piding;  Agathe Hönninger, Traunstein;  Helga Beilhack, Reit im Winkl;  Barbara Herzinger, Chieming

Für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde Frau Susanne Hepfinger aus Frasdorf mit der goldenen Ehrennadel geehrt.

Susanne Hepfinger, 50 Jahre aktive Mitgliedschaft, Heinz Göppelhuber 1, Vorsitzender

 

12.03.2014 Text und Bilder Heinz W. Göppelhuber

Bericht über die Fahrt zur größten Krippe der Welt die vermutlich in einer Kirche steht.

Am Samstag  den 04.01.2014 machten wir uns mit 41 Vereinsmitgliedern von Traunstein aus, über Rosenheim auf den Weg zur Landeshauptstadt München. Dort besichtigten wir um  10.00 Uhr in St.Maximilian im Glockenbach-Viertel die vermutlich größte Krippe die in einer Kirche aufgebaut ist.

Der Kirchenpfleger Herr Stephan Maria Alof begrüßte uns herzlich und entschuldigte gleichzeitig, dass der hier tätige Gemeindepfarrer Rainer Maria Schießler (bekannt von verschiedenen Fernsehauftritten) wegen Urlaub nicht anwesend war, uns aber seine Grüße übermittelte.

Über 15 Meter erstreckt sich die Krippe im Kirchenschiff, bis zu drei Meter hoch ragen die Gebäude in die Höhe. Der Bildhauermeister Rainer Maria Strixner,  der ebenfalls im Glockenbachviertel wohnt, unterstützt seit Jahren die Idee, diese Krippe Jahr für Jahr aufzubauen und weitere Gebäude dafür herzustellen. Die ersten geschnitzten Krippenfiguren von der  Holzschnitzer-Familie Klucker aus Oberammergau wurden auch von geschnitzten Figuren vom Bildhauermeister ergänzt und so begann die Geschichte von der Riesenkrippe von München.

Kirchenpfleger Herr Stephan Maria Alof

Geschichte der Kirche St. Maximilian: Der Name der Pfarrkirche stammt aus der bayerischen Kirchengeschichte. Der hl. Maximilian, Bischof von Lorch, war im 3. Jahrhundert ein Apostel für die jetzigen bayerischen Länder. Ihm wird die Errichtung der ersten christlichen Kirche in Freising zugeschrieben. Der Legende nach fand er am 12. Oktober 218 unter den Kaisern Carus, Carinus und Numerian wegen seiner Standhaftigkeit im christlichen Glauben den Tod durch das Schwert. Seine Gebeine ruhen heute im Dom von Passau.

Mit dem Namen des Heiligen war noch eine zweite Ehrung gegeben. Es sollte der Name des Königs verewigt werden, der eine große Rolle in der Geschichte des bayerischen Volkes spielte. Um den Pfarrpatron St. Maximilian sind deswegen auch in Form eines Ringgrabes der Kelten und Germanen die alten bayerischen Heiligen aufgestellt, die in unseren Gegenden unter den Karolingern, Agilolfingern und Wittelsbachern gewirkt haben. Unter einem mächtigen Steinkreuz in ihrer Mitte Maximilian, auf einem Throne sitzend seine Gemeinde segnend; um ihn herum Winthir, Rasso, Korbinian, Luitpold, Theodolinde, Ulrich, Hardemunde und Emmeram als Wächter am einfachen Steinaltar. Die Figuren und Steinmetzarbeiten schufen Prof. Balthasar Schmitt und Prof. Georg Wrba.

Die Grundriss Ordnung der Kirche zeigt Abweichungen von der sonst üblichen Form der Basilika. Die Türme sind nicht am Haupteingang, sondern in die Seiten-Eingänge eingebaut. Der Grund hierfür liegt in der Bodenbeschaffenheit. Es musste der ganze Bau (Länge 87 m, Breite 50 m, Höhe im Innenraum 24 m) auf eine breite Fundamentierung gestellt werden. Die beiden Türme (mit jeweils 3 Glocken von 10 - 80 Ztr. schwer) ruhen auf Rammpfählen, die bis in den Flins herabgetrieben sind. Ebenso konnte an eine massive Einwölbung des Innenraumes nicht gedacht werden (daher eine horizontale Balkendecke). Um der großen Kirche zwischen den Türmen kein Licht zu entziehen, wurden die beiden Türme durch eine offene Galerie verbunden und durch zwei große Fenster indirektes Licht hereingelassen.

Nach dem Mittagessen in den Pfälzer Residenz Weinstuben, fuhren wir zur Herz Jesu Kirche in München Neuhausen. Die gebuchte Führung wurde uns leider kurzfristig abgesagt und so besichtigten wir den schlichten, modernen Kirchenbau nach einer kurzen Erklärung durch unseren ersten Vorsitzenden Herrn Pfarrer Konrad Kronast eigenständig und ließen uns genügend Zeit diese Kirche anzusehen.

Herz Jesu Kirche in München Neuhausen

Für die heutige Generation präsentiert sich da seit langem ein Gotteshaus, das sie mit Fug und Recht als ihr entsprechend bezeichnen darf, und das zugleich einfallsreich und überzeugend in die kirchliche Zukunft weist. Wer die Kirche betritt, wird von einem Innenraum empfangen, der sich durch klare Linienführung und edle Materialien auszeichnet. Wohltuend und transparent reduziert der Raum auf das Wesentliche. Ein Äußerstes an Achtsamkeit und ein Gespür für das versteckte Detail wird dem Betrachter abverlangt. Aber wer sich auf die Entdeckungsreise einlässt, wird alsbald ins Staunen kommen.

Das beginnt bereits bei den Portalen. Portale sind stets Schlüsselgrößen von Kirchenbauten. Ihre Ikonographie hat programmatischen Charakter. Die monumentalen blauen Tore stehen, wie es gute Kirchenbautradition ist, unter einem großen Thema: In Herz Jesu ist es die Passion. Der Glaskünstler Alexander Beleschenko schuf ein Alphabet aus Nägeln, in Anklang an die Kreuzigung und die Wunden Christi. Für jeden Buchstaben des lateinischen Alphabets kreierte er eine eigene Nagelkonfiguration und „bedruckte“ damit die quadratischen Glasfenster. Zusammengesetzt ergeben sie Texte der Johannespassion nach der deutschen Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift. Die Wahl der Johannespassion ist nicht zufällig. Schließlich liegt die biblische Fundierung der Herz-Jesu-Verehrung in jener Verszeile, die ausschließlich der Johannesevangelist überliefert: „Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm nicht die Beine , sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite und sogleich floss Blut und Wasser heraus“ (Joh 19, 33.34).

Eine Besonderheit ist auch die abstrakte Passionswiedergabe des bildlichen Kreuzweges, der in den Seitengängen die vierzehn Stationen in Schwarzweiß Fotografien zeigt. Geschaffen wurde er von Matthias Wähner aus München. Die Stationen die in einzelnen Stelen eingefügt sind werden je nach Lichteinfall vom Tageslicht das von außen eindringt oder bei Dunkelheit durch eine im Rahmen kaum wahrzunehmende Beleuchtung erhellt.Das Besondere dieses Kreuzweges liegt in dem radikalen Verzicht auf das Abbild Jesu. Die Fotografien zeigen stattdessen in scheinbar zufälligen Momentaufnahmen die heutige Situation wie sie sich dem Betrachter jederzeit an authentischen Orten der Via Dolorosa in Jerusalem präsentieren kann.

Die Herz Jesu Kirche entzieht sich als moderner Kirchenbau nicht der Öffentlichkeit, sondern soll ein großartiges Zeichen des Glaubens und ein einladender Ort der christlichen Versammlung sein.(aus den Erklärungen und Deutungen von Pfarrer Hans Späth)

Anschließend fuhren wir noch ins Berghotel Aschbach bei Feldkirchen Westerham, wo wir Kaffee tranken und Brotzeit machten. Unser Busfahrer Heinrich Hausladen brachte uns dann wieder zurück zu unseren Heimatorten in den Landkreisen von Rosenheim und Traunstein.

13.01.2014 Bilder: Ortrud Werndle und Heinz W. Göppelhuber   Text: Heinz W. Göppelhuber

Bilder St.Maximilian

Bilder Herz Jesu Kirche

Krippenausstellung des Tittmoninger Krippenzaubers 2013 feierlich eröffnet

Heute am 29.11.2013 wurde um 14.00 Uhr unsere diesjährige Krippenausstellung im Rahmen des "Tittmoninger Krippenzaubers" durch Herrn Bürgermeister Konrad Schupfner und unserem 1. Vorstand Pfarrer Konrad Kronast in der Burgkapelle feierlich eröffnet.

Bürgermeister Konrad Schupfner Tittmoning

Herr Konrad Schupfner betonte in seiner Ansprache, dass wir nach der Ausstellung im Jahr 2010  im Fürstenstock der Burg Tittmoning heuer in den Räumen der Carabiniere - Stube und des Gerbereimuseums wieder einen geeigneten Platz gefunden haben um einen Querschnitt unserer Vereinsarbeit einem großen Publikum das an den nächsten 3 Wochenenden nach Tittmoning kommt zu Zeigen.

1. Vorstand, Pfarrer Konrad Kronast

Pfarrer Konrad Kronast sagte in seiner Begrüßung, dass  seit Wochen alle Krippenbauer und Krippenfreunde sich mit ihrer Weihnachtskrippe beschäftigen:  Wie soll sie dieses Jahr aufgestellt werden, was will man anders, besser machen, was kommt neu dazu? Das geschieht ohne Lärm, ganz in der Stille, in der Betrachtung. Und vor allem haben Sie viel Freude dabei. Die Botschaft ist: So groß denkt Gott vom Menschen, dass er selbst Mensch geworden ist. Das ist unser Glaube. Das erfüllt uns mit Freude, dass Gott auf menschlich fassbare Weise auf uns Menschen zukommt. Darum sollen wir sehen, betrachten und  durch unsere Arbeit  einen wesentlichen Beitrag zur Verkündigung der Botschaft der Weihnachtsfreude aufzuzeigen.

29.11.2013 Text und Fotos:  Heinz W. Göppelhuber

Bilder der Eröffnung

Bilder Carabiniere - Stube Krippenausstellung

Bilder Gerbereimuseum

Bericht über unsere Fahrt zur 82. Landestagung in Oberstadion

Da diesmal für die 2 Tagesfahrt zur Landestagung der Bayerischen Krippenfreunde in Oberstadion nur geringes Interesse bestand, fuhren wir mit dem PKW nach Ehingen wo wir übernachteten.

Der Samstag begann um 11.00 Uhr gleich mit dem Pontifikalamt in der St. Martinus- Kirche mit Weihbischof Dr. Johannes Kreidler. „Tochter Zion freue dich Jerusalem….“ „Freue dich Oberstadion über die Leute die sich hier begegnen“. So begrüßte Weihbischof Dr. Johannes Kreidler die zahlreichen Krippenfreunde zum Pontifikalgottesdienst.

Der katholische Kirchenchor Oberstadion und Hundersingen und die Bläsergruppe des Musikvereins „Lyra“ Unterstadion trug zur musikalischen Gestaltung bei.

In der Predigt wies Herr Weihbischof darauf hin, dass jede aufgebaute Krippe die Menschwerdung Gottes ins Gedächtnis ruft. Heute genauso, wie damals der Hl. Franziskus in der Grotte von Greccio die Weihnachtsgeschichte szenisch dargestellt hat. Seitdem wird die Geschichte weitererzählt und anschaulich dargestellt Die Krippen erreichen eine große Anschaulichkeit und Verständlichkeit dass im bescheidener Weise dieses Kind, geboren im Stall, Himmel und Erde verbindet.

Engel verkündeten damals den Hirten die Botschaft, Magier folgten dem Stern, dieses göttliche Ereignis ist aktuell, in den Menschen von heute wird Christus geboren. Am Ende des „Jahr des Glaubens“ geben Krippen weiterhin ein anschauliches Zeugnis des Glaubens.

Nach dem Mittagessen in der Mehrzweckhalle Oberstadion begann die Landestagung, zu der ca. 485 Mitglieder aus den 40 Vereinen des Verbands gekommen waren.

Nach dem geistlichen Wort von Pfarrer Jochen Reusch fanden noch weitere Grußworte statt.

Nach dem Satzungsgemäß festgelegten Programm konnte die Vorstandschaft einstimmig entlastet werden. Und so standen heuer wieder Neuwahlen an. Der langjährige Vizeverbandspräsident Peter Reuß aus Altdorf bei Nürnberg kandidierte diesmal nicht mehr und wurde zum Ehrenpräsidenten des Verbandes ernannt. Der Krippenverband verlieh in Oberstadion seine Ehrenmedaille an die langjährigen und engagierten Mitglieder Franz Karl aus Straubing und Ludwig Reiser aus Oberau bei Garmisch Partenkirchen.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:

1.            Präsident bleibt weiterhin Pfarrer Martin Martlreiter

2.            1.Vizepräsident bleibt weiterhin Klaus Porten aus Klüsserath

3.            2. Vizepräsident neu gewählt Georg Beurer

Neu gewählt zu den wiedergewählten Beisitzern wurden noch Bürgermeister Manfred Weber aus Oberstadion und Angelika Schlederer vom Krippenverein Altötting.

Nach dem Abendessen, gestalteten die Schüler der Christoph von Schmid Schule, den Kirchenchören aus Oberstadion und Hundersingen ein abwechslungsreiches Programm.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Manfred Weber bei den Gästen und wünschte ein gesundes Wiedersehen bei der 83. Landestagung am 22.11.2014 in Landsberg am Lech.

29.11.2013 Text und Fotos:  Heinz W. Göppelhuber

Kurs "Figuren bekleiden" am 11. und 12.10.2013 in Chieming

Symbole der Heiligen Maria

Weiß spricht für die Reinheit – sie hat keine Erbsünde

         Rot für die Liebe und Göttlichkeit, und

         Blau ist für Treue und Christus.

5 Frauen trafen sich gestern und heute im Pfarrheim Chieming, um unter Anleitung von Frau Maria Schwab von den Münchner Krippenfreunden das Bekleiden von Krippenfiguren zu erlernen.

Nachdem die Rohlinge mit Mull verstärkt und einzelne Körperpartien herausgearbeitet sind, wird aus dem ausgesuchten Stoff mit einer Papierschablone die Größe der Einzelnen Kleidungsstücke ausgeschnitten und je nach Größe der Figuren kleine Hosen, Blusen, Mäntel und auch Schuhe aus Leder handvernäht, teilweise auch mit Nähmaschine oder bei den 8 cm Figuren zusätzlich auch noch verklebt. Jede Teilnehmerin hatte sich eine andere Figuren Größe ausgesucht, sodass Frau Schwab alle Möglichkeiten zeigen konnte detailgetreue und kreativ gestaltete Figuren von 8 – 18 cm für jede Krippe herzustellen.

Beim Verzieren der Mäntel der Hl. 3 Könige kam Bouillondraht zum Einsatz. Um die einzelnen Stofffalten besser darzustellen, wurden einige Stoffe auch mit Leimwasser kaschiert.

An den 2 Tagen konnten alle viel lernen, aber auch bei Gesprächen viele nützliche Themen austauschen um dann zuhause; die Arbeiten die nicht fertig gestellt wurden; selbst zu Ende  bringen.

Unserer Kassiererin Frau Barbara Herzinger versorgte die Gruppe mit Essen und verköstige nachmittags die Damen noch mit Kaffee und selbstgemachten Kuchen, dafür herzlichen Dank. Besonderer Dank an Frau Maria Schwab dass es ihr möglich war, an zwei Tagen uns so viel Wissenswertes zu zeigen.

Da dieser Kurs sehr gut angenommen wurde und alle sehr interessiert waren an unserer Vereinsarbeit, versuchen wir auch im kommenden Jahr wieder einen Kurs anbieten zu können.

 

12.10.2013 Text und Bilder: Heinz W. Göppelhuber

Bericht über die Maiandacht am 16. Mai 2013 in Marwang / Grabenstätt

Die 1648 erbaute Loretokirche Marwang / Grabenstätt

Nach vielen Jahren war die traditionelle Maiandacht der Krippenfreunde heuer nicht an der Fischerkapelle in Übersee/Baumgarten, sondern in der Kirche in Marwang.
Betritt man das Gotteshaus, fällt einem sofort das große Gnadenbild der Gottesmutter am Hochaltar auf. Die Kirche ist vom Baustil eine Loretokapelle, eine Kapelle in der Kirche.
Gestaltet wurde die Andacht vom Grabenstätter Männerchor, mit gut ausgewählten Liedern zu den Texten von Pater Ionel Anghel, die er unter das Thema: „Maria von Gott berufen“ stellte. Mit einem herzlichen „Grüß Gott“ an alle, die sich aufgemacht haben miteinander zu beten und Maiandacht zu feiern, lud der Pater die Anwesenden ein auch selber öfter nachzudenken um auch im Alltag wieder den Ruf Gottes zu spüren. So habe sich Pater Ionel Anghel auch mit Freude aufgemacht, als er gerufen wurde um unseren ersten Vorsitzenden Pfarrer Konrad Kronast: der krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste; mit uns die Maiandacht zu feiern.
So soll uns Maria immer Vorbild sein, die auch im Alltag von Gott berufen wurde. In der Lesung: „Lukas 1, 26-38“ wird berichtet, dass Maria auch erschrak, als der Engel ihr die Botschaft überbrachte, dass sie ein Kind empfangen wird und er wird Sohn des Höchsten genannt werden. Darauf hin sagte Maria: „Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe wie du gesagt hast.“
In einer kurzen Ansprache fragte Pater Ionel Anghel, Vielleicht haben wir auch schon erlebt, dass wir irgendetwas geplant haben und dann plötzlich ein Ereignis unsere Pläne über den Haufen warf. Maria ist auch erschrocken, denn mit so was hat sie nicht gerechnet. Doch sie hat den Ruf Gottes gespürt und war bereit Großes auf sich zu nehmen. Vielleicht bräuchten auch wir öfter mal Ruhe und Stille in unseren hektischen Alltag, damit wir Gottes leise Töne hören, verstehen und befolgen.
Auf eine kurze Stille zum Nachdenken, beteten wir mit Pater Ionel Anghel im Wechsel die Litanei „Mutter Gottes wir rufen zu dir“. Das vom Männerchor gefühlvoll gesungene Lied „Näher mein Gott zu Dir“ ließ uns noch mal Zeit zum Innehalten und den Ruf Gottes in unseren Herzen nachzuspüren, welche Botschaft Gott für uns hat. Mit dem Segen beendete Pater Ionel Anghel die Feier.
Ein herzliches „Vergelt`s Gott“ möchte ich ihm im Namen aller Teilnehmer sagen, dass er kurzfristig die Leitung der Maiandacht übernommen hat, für die überaus ansprechenden Texte, die so gut in die heutige Zeit zu übertragen sind und die Gebete, die leider so selten zu hören sind.
Ein großer Dank auch an den Grabenstätter Männerchor, unter der Leitung von Martin Lex für die passenden Lieder zu den Texten.

Anschließend lud uns Herr Gustl Lex und sein Sohn Martin nicht nur herzlich zum gemütlichen Zusammensitzen ein, sondern wir wurden auch noch mit Getränken, Salaten und Grillfleisch bestens versorgt. Da unsere Maiandacht auf einen Donnerstag fiel und dies der traditionelle Probentag des Männerchores ist, wurde diese kleine Feier auch noch mit lustigen Liedern über Wein, Weib und Bier sowie alten Schlagern musikalisch umrahmt. Zum Schluss wurden wir mit „La Montanara“, passend zum Abend, im Blickfeld die herrliche Kulisse der heimatlichen Berge im Sonnenuntergang, verabschiedet.
Wir waren uns alle einig: „Es war ein Sonntag ganz gewiss wia unsa Bayernland entstanden ist“ und so wurde der Wunsch auf beiden Seiten laut, dass es schön wäre, wenn wir auch im nächsten Jahr unsere Maiandacht wieder in der Loretokirche Marwang gemeinsam feiern könnten.

Loretokirche Marwang


Abendstimmung in Marwang und Grabenstätter Männerchor


18.05.2013 Text: Elfriede Göppelhuber
Fotos: Heinz W. Göppelhuber

Bericht über die österliche Krippenfahrt nach Bad Tölz und Tegernsee

Ausschnitt Jahreskrippe Bad Tölz

Erstmals in der Osterzeit machten wir unsere Fahrt, diesmal fuhren wir am Mittwoch den 03.04.2013 nach Bad Tölz und Tegernsee.

Erste Station war nach unserer Anreise über Rosenheim, Irschenberg und Miesbach Bad Tölz, dort angekommen, begrüßte uns Herr Siegfried Schmeller und wir teilten uns auf 2 Gruppen auf. Während die eine Gruppe gleich zum Neu eingerichteten Krippenraum mit der Tölzerjahreskrippe ging, besuchte die zweite Gruppe in der Asklepios – Stadtklinik die sogenannte „Müller – Krippe“; diese Prachtkrippe die lange Jahre im Bauernmuseum von Glentleiten untergebracht war, kehrte erst vor einigen Jahren wieder zurück nach Bad Tölz. Im ersten Stock des Gebäudes, im Vorraum vor der evangelischen und der katholischen Hauskapelle ist diese Krippe, die 1950 der Tölzer Schreiner und Kunstmaler Michael Müller von den Franziskanern aus den Resten der bedeuteten Klosterkrippe erhielt, aufgebaut. Der passionierte Krippenbauer verhalf gekonnt den Figuren und Tieren zu neuem Glanz und schuf die „Anbetung der Könige“ sehr anschaulich. Aus dem 18. Jhd. stammen alle Krippentiere und die Könige mit Teilen ihres Gefolges, aus dem 19 Jhd. die anderen Figuren.

Müllerkrippe Bad Tölz


Die große Jahreskrippe die im vergangenen Jahrhundert vom ehemaligen Krankenhauspfarrer Josef Radecker, zusammen mit den bekannten Krippenkünstlern Theodor Gämmerler; München und Josef Hien; Ottobrunn geschaffen wurde zog erst vor wenigen Wochen vom Bezirkskrankenhaus in Haar in den neu eingerichteten Raum direkt neben der Franziskanerkirche. Mit aufwändiger Lichttechnik können in diesen Kulissen fast 450 Darstellungen aus dem Altem und Neuen Testament von Gerhild und Siegfried Schmeller im monatlichen Wechsel aufgebaut werden.
Dann haben wir uns noch die Werkstatt des Tölzer Krippenvereins im 1.Stock des Gebäudes angeschaut, wo bereits jetzt schon wieder Gebäude für die kommende Krippenzeit gebaut werden.

Gleich schräg gegenüber des renovierten Krippenraumes sahen wir uns die Jahreskrippe in der Franziskanerkirche an. Diese Tölzer Bürgerkrippe wurde um 1920 vom Zimmerermeister Anton Kreis geschaffen, in Zusammenarbeit mit Krippenbauern aus München. Die Figuren und Tiere sind alle von Georg Anderl (1868 – 1928) geschnitzt worden.

Nachdem wir im Gasthaus Kolberbräu unser bestelltes Mittagessen eingenommen hatten, blieb noch ein wenig Zeit um in der Fußgängerzone von Bad Tölz die herrlichen Häuser anzuschauen. Mit dem Bus fuhren wir jetzt nach Tegernsee, wo am Parkplatz vor der ehemaligen Klosterkirche bereits Willi Rouleaux und Gerhard Kainz vom Krippenverein Tegernsee auf uns warteten. Wir teilten uns wieder auf 2 Gruppen auf und über den Keller des Pfarrzentrums Quirinal an der Seestrasse gingen wir in die Werkstatträume des Krippenvereins Tegernsee. Hier wird jeden Freitagnachmittag fest gearbeitet, um bei den nächsten Krippenausstellungen auch wieder genügend selbstgemachtes Krippenzubehör wie Holzbänke, Brennholzstapel, kleine Bäume usw. zum Kauf anbieten zu können.
In einem Raum besichtigten wir dann die „Stegmaierkrippe“, der Spenglermeister Josef Stegmaier, 1893 geboren war ein bekannter Krippenfreund und Sammler der gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth über 30 Jahre an dieser Krippe gearbeitet hat. Nur durch Zufall konnte die Krippe im Tegernseer Tal bleiben und der Erhalt auf lange Jahre gesichert werden.

Nach diesen interessanten Eindrücken hatten wir jetzt noch Zeit um im Bräustüberl eine Brotzeit einzunehmen, oder in einem der vielen Kaffees im Ort uns zu stärken.

Mit sehr schönen Eindrücken kehrten wir alle wieder wohlbehalten in unsere Heimatorte zurück.

Franziskaner Krippe Bad Tölz


Jahreskrippe Bad Tölz


Impressionen Bad Tölz


Tegernseer Krippen im Pfarrzentrum


Impressionen Tegernsee


11.04.2013 Text und Fotos Heinz W. Göppelhuber

Jahreshauptversammlung am 16.03.2013

Mitgliederversammlung 2013

Am Samstag, den 16.03.2013 fand unsere Jahreshauptversammlung im Studienseminar St. Michael in Traunstein statt. Bei frühlingshaftem Wetter kamen 26 Mitglieder zur Versammlung, die unser 1. Vorsitzender Herr Pfarrer Konrad Kronast eröffnete und alle Anwesenden begrüßte.
Nach dem Verlesen des Protokolls der letztjährigen Mitgliederversammlung vom 10.03.2012, bedankte sich Herr Pfarrer Konrad Kronast in seinem Tätigkeitsbericht nochmals bei allen Helfern die im vorangegangenen Jahr wieder mitgeholfen haben, bei all unseren kleinen Ausstellungen oder Krippenwegen. Ein besonderer Dank ging nochmals an Hildegard und Hugo Lorang aus Inzell, für die geleistete Arbeit bei der Ausstellung im Haus des Gastes, die vom 30.11.2012 bis 16.12.2012 über 1000 Besucher anzog. Ebenfalls Gedankt wurde Herrn Franz Kern, der unsere Jahreskrippe in Traunreut betreut und immer sehr schön gestaltet.
In Vertretung von Frau Barbara Herzinger trug Evi Forster den Kassenbericht vor, die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Führung unserer Finanzen und konnten die komplette Vorstandschaft entlasten.
Nach diesen trockenen Zahlen und Fakten machten wir eine kurze Pause und verköstigten Kaffee und Kuchen die bereitgestellt waren.
Wünsche und Anträge wurden von den anwesenden keine vorgetragen, so dass dann noch die Termine die für 2013 feststehen verkündet wurden.
Am Donnerstag den 16. Mai 2013 findet unsere Maiandacht in der Loretokirche von Marwang/Grabenstätt statt, musikalisch gestaltet vom Grabenstätter Männerchor.

Von Freitag 22.November – Sonntag 24. November 2013 fahren wir zur 82.Landestagung der bayerischen Krippenfreunde erstmals in Baden Württemberg, ins schöne Dorf Oberstadion. Schon jetzt sollen sich Interessierte bei Barbara Herzinger telefonisch oder auch über unsere Homepage unter „Kontakt“ schriftlich melden, dass die Fahrt noch besser geplant werden kann.

Vom 29.11.2013 bis 15.12.2013 sind wir heuer wiederum auf der Burg Tittmoning mit einer kleinen Ausstellung in der Carabinieri-Stube und im Gerbereimuseum vertreten. Interessierte Aussteller können sich jetzt schon beim 2. Vorstand Heinz Göppelhuber melden.
Da Herr Pfarrer Konrad Kronast pünktlich das Schiff zur Fraueninsel erreichen musste, verabschiedete er sich von die Anwesenden Mitglieder und Übergab das Wort an den 2.Vorstand Heinz Göppelhuber, der eine Powerpointpräsentation über unsere Vereinsfahrten und Ausstellungen präsentierte. In Anschluss schauten wir noch einen 20 minütigen Kurzfilm, den unser Neumitglied Jürgen Herold aus Bad Aibling von der Krippenausstellung aus dem Jahr 2006 mitgebracht hat.

Gegen 17.00 Uhr schloss Herr Heinz Göppelhuber die Versammlung und wünschte allen einen gute Heimfahrt zu Ihren Heimatorten.


16.03.2013 Heinz W. Göppelhuber

Verein für Krippen und religiöse Volkskunst Inn – Salzach e.V. spendet an Verein Freunde und Förderer des Kindergarten St.Michael Inzell e.V.

Am Dienstag den 19.02.2013 um 19.30 Uhr wurde im Kindergarten St.Michael Inzell, während der Mitgliederversammlung ein Scheck über 500.- Euro von unserem 1.Vorsitzenden Pfarrer Konrad Kronast an die Vorsitzende des Fördervereins des Kindergartens, Frau Ingrid Eisenbichler überreicht.
Anstatt Eintrittsgeldern konnten die über 1000 Besucher die in der Zeit vom 01. – 16. Dezember 2012 während der Ausstellung ins Haus des Gastes Inzell zum Krippenschauen kamen, freiwillig spenden.
Die Spende kann für Anschaffung von Spielgeräten, Ausflügen und Ausstattung für das Vorschulzimmer verwendet werden.

Der 1. Vorsitzende des Krippenvereins Herr Pfarrer Konrad Kronast aus Rimsting sagte in seiner Ansprache, dass es wichtig ist, die Kinder mit den Krippendarstellungen das Leben Jesu aufzuzeigen, weil so die Vorstellungskraft seines Lebens besser vorstellbar und begreifbar ist.

Pfarrer Quirin Strobl aus Inzell als Träger des Kindergarten bedankte sich für die Spende, und sagte, daß die Spenden an den Förderverein wie die Geschenke der Hl.3 Könige an das Christkind sind, und so den Kindern heutzutage wichtige Lebensinhalte übermittelt werden können.

Text und Fotos Heinz Göppelhuber 20.02.2013

1.Vorsitzende Förderverein Frau Ingrid Eisenbichler / 1.Vorsitzender Krippenverein Pfarrer Konrad Kronast

Großer Erfolg bei Krippenausstellung..

Krippe von Konrad Brunner, Traunstein

die Krippenausstellung im "Haus des Gastes" in Inzell ging Heute, Sonntag den 16.12.2012 am Abend zu Ende, in den letzten 14 Tagen sind 1010 Besucher gekommen und haben die verschiedenen Darstellungen angeschaut, ein herzliches Vergelt`s Gott allen Besuchern für Ihr Interesse.
Das Ehepaar Maier aus Prien wurde vom Organisator der Ausstellung Herr Hugo Lorang, Herrn Erwin Oberhuber und Herrn Heinz Göppelhuber als 1000. Besucher begrüßt.
Die Musiker - oder Gruppen die an den Wochenenden zur Mittagszeit aufspielten, umrahmten diese wunderbare Ausstellung. Auch das Bauen von Palmen das Herr Hugo Lorang an den Nachmittagen zeigte, kam bei den Anwesenden Gästen an, daraus entstanden dann wieder angeregte Gespräche zwischen den einzelnen Krippeninteressierten, die auch aus dem benachbarten Österreichischen Krippenvereinen aus dem Salzburger Land kamen.
Zum Schluss möchte ich allen Beteiligen, die dazu beigetragen haben, dass diese Krippenausstellung so gut angenommen wurde ein herzliches Vergelt`s Gott sagen. Schön dass wir auch diesmal wieder unser religiöses Brauchtum vermitteln konnten.



Haus des Gastes I Inzell


Haus des Gastes II Inzell


Bilderbogen Inzell

16.12.2012 Text und Fotos Heinz Göppelhuber

Krippenausstellung in Inzell, feierlich eröffnet..

Am Vormittag setzten die ersten Schneeflocken ein erstes Zeichen für die beginnende Adventszeit über Inzell, wo wir heuer von 1. – 16. Dezember 2012 im „Haus des Gastes“ im Raum Niederachen Gast sein dürfen.
Hugo Lorang und seine Frau, und 2 Helfer vom Bauhof Inzell haben die letzten Wochen Vitrinen und Tische aufgebaut und mitgeholfen die bereitgestellten Krippen unserer Vereinsmitglieder, aber auch von Krippenbauern die nicht unserem Verein angehören, aber deren Herz auch für den Krippenbau schlägt aufzustellen.
Schon beim Betreten des Hauses wird man in einem schön dekorierten Foyer empfangen, rechts vom Eingang zeigen Bilder und Grafiken die flächenmäßige Aufteilung unseres Vereins, deren Mitglieder zwischen Inn und Salzach wohnen, aber auch Bilder von unseren Arbeiten in unserer Werkstatt im Studienseminar St. Michael Traunstein.
Die Sitzplätze waren schnell belegt, als unser 1. Vorsitzender, Herr Pfarrer Konrad Kronast die Gäste begrüßte und daran erinnerte, dass heute der Todestag des Hl. Andreas ist, der als Apostel den „Messias fand“, das heißt übersetzt der gesalbte.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit und Ausführungen der verschiedenen Bauten, steht immer das kleine Kind, das durch seine Menschwerdung zum größten wird.
Herr Pfarrer Konrad Kronast dankte allen, die dazu beigetragen haben, dass auch diesmal die Ausstellung durchgeführt werden konnte, unserem Vereinsmitglied Herrn Hugo Lorang und Frau Birgit Thanner von der Inzeller Touristik GmbH, die alle Grafischen Arbeiten von den Handzettel bis zu den Plakaten durchführte.
Der Bürgermeister von Inzell, Herr Martin Hobmaier bedankte sich für das Zustandekommen dieser Ausstellung bei Herrn Pfarrer Konrad Kronast und wünschte der Ausstellung viele Besucher. Auch der neue Pfarrer von Inzell, Quirin Strobl wünsche sich, dass viele Besucher die Ausstellung nutzen, um vor den einzelnen Krippen die in orientalischer oder alpenländischer Bauweise gestaltet sind, die Ruhe zu finden, die teilweise in unserer konsumorientierten Zeit fast verloren geht.
Zwischen den Ansprachen spielte die Mitterbicher Zithermusi vorweihnachtliche Stücke.
Im Anschluss waren wir alle im Foyer versammelt, wo uns Frauen des Trachtenvereins GTEV D´ Falkastoaner Inzell Kaffee und selbstgebackenen Kuchen servierten.

Die gespendeten Gelder gehen heuer nach Abzug der Unkosten an den Verein „Freunde und Förderer des Kindergarten St. Michael e.V.“ in Inzell

Hoffentlich finden viele Besucher den Weg zu dieser Ausstellung, um den Kindern des Kindergartens St. Michael für ihr neu entstandenes „Vorschulzimmers“ weitere wichtige Einrichtungsgegenstände zu finanzieren.
Die Ausstellung im Haus des Gastes; Touristinformation befindet sich in der Ortsmitte direkt neben der Kirche.


Ausstellungseröffnung Inzell

Text und Fotos: Heinz Göppelhuber 02.12.2012

Fahrt zum Weltkrippenkongress in Innsbruck 16.11.2012

Pünktlich um 6.00 Uhr haben sich 15 Vereinsmitglieder in Traunstein im Bus der Firma Hausladen auf den Weg nach Rosenheim gemacht. Dort stiegen dann weitere Vereinsmitglieder und Gäste zu, so dass wir dann mit 31 Personen die Fahrt nach Innsbruck antraten. Über die A93 ging es bei den ersten Sonnenstrahlen durchs Inntal, vorbei an Kufstein bis nach Wörgl, wo wir dann im Gasthaus unser Frühstück einnahmen. Der Reif legte die Landschaft schon in ein winterliches Kleid und trotzdem kündigte die aufgehende Sonne ein herrliches Wetter für diesen Tag an. Gestärkt legten wir die letzten Kilometer bis ins Zentrum von Innsbruck zurück. Hinter dem Landestheater siegen wir aus dem Bus und gingen durch den Hofgarten zum Eingang des Gotischen Kellers, der unter der Hofburg in Innsbruck liegt. Leider war um 9.30 Uhr die Kasse noch nicht vorbereitet für unsere Gruppe.
Nach einem Rundgang, der uns viele interessante Krippen aus den einzelnen Landesverbänden von den Österreichischen Krippenfreunden zeigte, die in diesem großartigen Gewölbe und richtig beleuchtet sehr schön zur Wirkung kamen, gingen wir gemeinsam zum Tiroler Volkskunstmuseum um unsere Kombikarte für die weiteren Programmpunkte abzuholen. Von hier konnte dann jeder bis zum frühen Nachmittag seine Wege selber zusammenstellen. Die Ausstellung "Friede auf Erden" die anlässlich des 19.Weltkrippenkongresses aufgebaut war, zeigte nochmals die großartigen Arbeiten von verschiedenen Krippenschnitzern aus den unterschiedlichsten Jahrhunderten.


Gotischer Keller I

Gotischer Keller II

Schwarzmander-Kirche

Tiroler Volkskunstmuseum

Innsbruck

Um 15.00 Uhr trafen wir dann am Bergisel ein, dort wartete bereits unsere Führerin Frau Ultsch im "Tirol Panorama" auf uns. Mit gekonnter Art und viel Hintergrundwissen, nahm Sie uns mit auf eine spannende Reise durch bedeutende Stationen der Tiroler Geschichte und Kulturgeschichte und auf eine Spurensuche nach dem „Mythos Tirol“. Der Tiroler Freiheitskampf – festgehalten auf dem 1.000 m² großen Rundgemälde – und seine Auswirkungen auf Land und Leute sind uns in zahlreichen Facetten nähergebracht worden. Der Münchner Maler Zeno Diemer (1867-1939) stellte es unter Aufsicht des Historienmalers Franz von Defregger (1835-1921) in nur drei Monaten fertig. Auf mehr als tausend Quadratmetern Leinwand verdichten sich darin die Kämpfe der dritten Bergiselschlacht vom 13. August 1809 zu einem beinahe heilsgeschichtlichen Geschehen und wir als Besucher fanden uns realitätsgetreu als Beobachter inmitten dieses Tiroler Freiheitskampfes mit Landschaften und Menschen, die den unbändigen Drang nach Freiheit und den in dessen Folge entbrannten Kampf, eine starke Verbindung zu Religion und Gott.
Vom Kaiserjägermuseum aus, durften wir noch die untergehende Sonne über der Silhouette von Innsbruck anschauen, bevor wir uns im Selbstbedienungsrestaurant im Ausstellungsgebäude zum Abschluss noch zu Kaffee und Kuchen zusammensetzten.
Danach ging es wieder auf der Autobahn zurück zu unseren Heimatorten, wo wir alle wieder gesund ankamen.



Ausstellungsgebäude Bergisel


Das Tirol Panorama, Gemälde Bergiselschlacht


Abendrot am Bergisel

17.11.2012 Text und Fotos: Heinz Göppelhuber

Bericht 81. Landestagung in Kutzenhausen

Am Samstag den 13.10.2012 in der Früh, sind wir mit einem Kleinbus von Traunstein und Rosenheim aus, vorbei an München, weiter über die A8 und Augsburg zur Gemeindehalle nach Kutzenhausen gefahren. Die Gemeinde Kutzenhausen ist eine Lebens– und liebenwerte Kommune mitten im Naturpark Westliche Wälder Augsburg gelegen. In ihr leben ca. 2500 Bürgerinnen und Bürger in 6 Ortsteilen.
Pünktlich um 9.00 Uhr erreichten wir die Gemeinde, nach der Ausgabe der Tagungsunterlagen war noch genügend Zeit, um in der festlich geschmückten Halle ein Frühstück einzunehmen.

Um 10.00 Uhr eröffnete der Vorsitzende der Krippenfreunde Augsburg und Umgebung Herr Rudi von Wyschetzki die Landestagung, das ökumenische geistliche Wort hielt Pfarrerin Frau Gertrud Mair.
Nach den Berichten der Geschäftsführerin Alexandra Reinhard und Kassenprüfer konnte der Landesvorstand einstimmig entlastet werden.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen luden im Foyer und im Seitenteil der Halle Verkaufsstände und verschiedenen Baumuster aus den unterschiedlichsten Baumaterialien zum Kauf oder zu Fachgesprächen unter den Krippenbauern ein. Vor der Halle zeigte ein Künstler die Herstellung eines Engels mit der Motorsäge aus einem Holzblock geschnitten.
Um 17.00 Uhr fand die Hl. Messe in der Pfarrkirche St.Nikolaus, mit dem Augsburger Weihbischof Anton Losinger, dem Ortspfarrer Xavier Varkey und unserem Verbandspräsidenten Pfarrer Martin Martlreiter statt.
Nach dem Gottesdienst ging es bei einem herrlichen Sonnenuntergang wieder zurück zur nahe gelegenen Halle, wo das kalte Buffet bereits aufgebaut, und der Saal nochmals umdekoriert war.
Franz Xaver Buchmaier las „Die heilige Nacht“ frei nach Ludwig Thoma, begleitet von der Stubenmusik Steppach – St.Raphael, und Bildern des gleichnamigen Gemäldezyklus des Augsburger Kunstmalers Karl Radinger.
Gegen 21.30 fand die Veranstaltung ihr Ende und der Vorsitzende Rudi von Wyschetzki verabschiedete sich von den Gästen und wünschte eine gute Heimreise und ein Wiedersehen zur 82. Landestagung die am 23.-24 November 2013 in Oberstadion, einer oberschwäbischen Gemeinde im Alb-Donau-Kreis von Baden Württemberg liegt.
Unser Busfahrer der Firma Hausladen brachte uns wieder wohlbehalten an unsere Heimatorte zurück.

Kutzenhausen I


Kutzenhausen II

16.10.2012 Heinz Göppelhuber

Bekleiden von Krippenfiguren..

seit Mitte September wurde am Freitagnachmittag in unserer Werkstatt im Studienseminar St.Michael in Traunstein ein Kurs duchgeführt, bei dem das Bekleiden von beweglichen Figuren gezeigt wurde. Unsere Mitglieder Hildegard Huber aus Palling und ϯ Elisabeth Schachner aus Wiesmühl nähten gekonnt mit Nadel und Faden die Gewänder der 10 cm hohen Krippenfiguren und gab den anwesenden Kursteilnehmern wertvolle Tips dazu.
Anschließend wurden in Gemeinschaftarbeit die Hl.Familie und ein Hirte angezogen. Weitere Termine sind für 2013 geplant.

Krippenwerkstatt 2012

19.10.2012 Fotos: Hugo Lorang/Heinz Göppelhuber Text:Heinz Göppelhuber

Bericht über die Fahrt nach Oberau und ins Aschenbrennermuseum in Garmisch am 14.07.2012


Wuestenkrippe, gestaltet von Ludwig Reiser Oberau

Mit den frühen Sonnenstrahlen machten sich die ersten Mitglieder in Traunstein auf den Weg, über Rosenheim und die Autobahn zum Irschenberg, dort empfing uns schon das Regenwetter dass angekündigt war. Nach der Frühstückspause ging es auf der Strasse weiter vorbei an Miesbach und Bad Tölz nach Sindelsdorf, wo wir wieder auf die Autobahn fuhren. Schnell war dann unsere 1 Station, das Krippenmuseum in Oberau erreicht, wo uns dessen Erbauer Ludwig Reiser; trotz seines 80 Geburtstages; noch begrüßte, bevor er sich um seine Geburtstagsgäste die schon auf Ihn warteten wieder bemühte. Diese Ausstellung vergegenwärtigt dem Besucher in eindrucksvoller und vielgestaltiger Weise das Geschehen der Geburt Christi, seines Lebens und Wirkens. Die Ausstellung zeigte uns Krippen aus verschiedenen Kulturkreisen; alpenländische, süditalienische und orientalische, diese vermitteln uns, dass die Geburt und der Lebensweg Christi weder an Raum und Zeit, noch an einen Kulturkreis gebunden ist und das Geschehen in allen Erdteilen erlebt wird.


Krippenmuseum Oberau I

Krippenmuseum Oberau II

Krippenmuseum Oberau III

Im Anschluss an die Ausstellung fuhren wir nach Garmisch und nahmen dort im Bräustüberl unser wohlverdientes Mittagessen ein.

Nach der Mittagspause ging es wieder bei Regenwetter zu Fuß weiter zum „Aschenbrennermuseum“, das aus dem Nachlass von Frau Marianne Aschenbrenner mit sehenswerten Krippen, Porzellanfiguren und einer Puppensammlung gestaltet war.
Aus dem Testament von Marianne Aschenbrenner (Auf einer Tafel im Museum zu lesen)

„Eines Tages wurde mir ein Buch über Porzellan geschenkt — und ich war begeistert. Es war der Beginn meiner Sammelleidenschaft, welche dann noch auf Puppen, Eier und Elefanten ausgedehnt wurde. Damit auch andere Kunstinteressierte Freude an diesen schönen Dingen haben, wurden die Sammlungen, um ihren Zusammenhalt zu gewährleisten, in die Stiftung Aschenbrenner eingebracht. Mein Wunsch ist es, dass viele Besucher an dieser Ausstellung Freude haben.“


In ihrem letzten Willen hatte sie verfügt, dass ihr Vermögen in einer Stiftung aufgehen sollte, die ihren Namen trägt, außerdem war Marianne Aschenbrenner auch Mitglied der „Werdenfelser Krippenfreunde“. Die Pflege des Krippenbauens, der Besitz und das Sammeln von Krippenfiguren ist gerade bei alteingesessenen Familien eine schöne, über Jahrhunderte lebendig gebliebene Tradition. Verschiedene Krippenbauer und Bildhauer sind weit über die Landesgrenze hinaus bekannt.

In der Puppenausstellung kannte selbst ich Puppenfiguren, die aus meiner Kinderzeit stammten und auch in meinem Elternhaus noch vorhanden sind. Leider wurden in manchen Zeitabschnitten die Puppen nicht nur zum Spielen, sondern auch für politische Zwecke missbraucht. Vornehme Modedamen aus Frankreich bis hin zu den wirklichen Spielpuppen der Käthe Kruse begleiteten uns auf dem Rundgang. Veränderungen der Erziehungsideale, der Mode und Funktionen der Puppe waren deutlich zu bemerken.

Als wir dann am frühen Nachmittag das Museum verließen, hatte sich das Wetter gedreht und es war ein sonniger Tag. Reich beladen mit diesen Eindrücken, fuhren wir dann in die Innenstadt von Garmisch und nahmen noch unseren Kaffee neben dem Kurpark ein. Anschließend war noch etwas Zeit, um unsere müden Beine in der Fußgängerzone; vorbei an Auslagen und Geschäften zu vertreten. Wohlbehalten kehrten wir wieder in unsere Heimatort zurück, Dank auch an unseren Buschauffeur der Firma Hausladen der uns den ganzen Tag pünktlich an unsere Besichtigungsorte brachte.

18.07.2012 Text: und Fotos: Heinz Göppelhuber

Maiandacht in der Fischerkapelle..

Nach dem Regen am Nachmittag kam pünktlich am Abend ein Weiß – Blauer Himmel heraus und wir konnten im Freien vor der Fischerkapelle in Übersee/Baumgarten die Maiandacht mit unserem 1.Vorsitzenden, Pfarrer Konrad Kronast und den Grabenstätter Sängern feiern.
Diese seit vielen Jahren traditionelle Maiandacht fand leider an diesem Ort und mit Pfarrer Konrad Kronast zum letzten mal statt, deshalb folgte auch eine kleine Schar von Vereinsmitgliedern und eine große Schar von ortsansässigen dem Aufruf, gemeinsam daran teilzunehmen.
Herr Pfarrer Konrad Kronast begrüßte die anwesenden Vereinsmitglieder und die Pfarrangehörigen von Übersee und zur Ehre der Patrona Bavariae beteten und sangen wir gemeinsam.
Nach der Maiandacht fand noch ein kleiner Hoagart in die Gaststätte Sonnenhof in Seethal/Übersee statt. Die Grabenstätter Sänger ließen mit altbayerische Liedern den Abend harmonisch ausklingen.
Da Herr Pfarrer Konrad Kronast wie ja bekannt ist, ab September die Pfarrei Übersee verlässt, müssen wir uns für das kommende Jahr eine neue Kirche für unsere Maiandacht suchen.

Fischerkapelle Übersee/Baumgarten


29.06.2012 Text und Foto: Heinz Göpppelhuber


Marienstatue in der Fischerkapelle in Übersee/Baumgarten (Chiemseeseite)

Jahreshauptversammlung am 10.03.2012


Trotz frühlingshaften sonnigen Wetters ließen es sich 31 Vereinsmitglieder nicht nehmen heuer zur Jahreshauptversammlung, die erstmals nachmittags stattfand, ins Studienseminar St. Michael nach Traunstein zu kommen.
Nachdem Kaffee und Kuchen verköstig waren, begrüßte unser 1. Vorsitzender Pfarrer Konrad Kronast die Mitglieder. In seiner Begrüßung zitierte er ausgesuchte Texte über die „Krippensymbolik“, die teilweise auch bei der Ausstellung in Grassau aufgelegt waren.
Als 2. wurde das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung vom 24.03.2011, von Evi Forster vorgelesen.
In seinem Rechenschaftsbericht Dankte Herr Pfarrer Konrad Kronast allen Helfern die wieder mit zahlreichen Stunden und Fahrten sich in die Vereinsarbeit eingebracht haben und so einen wesentlichen Beitrag unserer Arbeit geleistet haben. Mit den gezeigten Krippen in Grassau, Mühlberg/Waging und Kiefersfelden und den Darstellungen unserer Jahreskrippe in Traunreut die von Herrn Franz Kern betreut wird, zeigen wir dem Betrachter den beschaulichen Weg von der Geburt Jesus an Weihnachten über die Kreuzigung und dann die Auferstehung an Ostern, als Sinnbild unseres Glaubens.
Seit 13.November 2011 haben unsere Vereinskrippen ein festen Platz im Torraum des „Lauffener Stadttor“ von Tittmoning nochmals einen herzlichen Dank an Herrn Bürgermeister Konrad Schupfner für die Unterstützung. Sollten sie Interesse haben die ausgestellten Krippen in Tittmoning zu besichtigen, so können Termine bei

Tourist-Info, Stadtplatz 1, 84529 Tittmoning; Telefon: 08683 7007-10,

vereinbart werden.

Vom 1. – 16. Dezember 2012 wird in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Inzell und Unterstützung von Vereinsmitglied Herrn Hugo Lorang eine Krippenausstellung durchgeführt. Schon jetzt möchte ich alle Mitglieder ersuchen, dass Sie eine ihrer Krippen oder Darstellungen zur Verfügung stellen, der Gemeindesaal ist während der Ausstellung bewacht, es sind auch Aufsichtspersonen vor Ort, da wir keine Vitrinen aufbauen, hoffe ich trotzdem auf zahlreiche Exponate die wir aus eigenen Reihen bekommen, schon jetzt einen herzlichen Dank dafür und das weitere Interesse an der Ausstellung..
Unsere Kassiererin Frau Barbara Herzinger trug in gewohnter Weise den Kassenbericht vor, die Kassenprüfer bescheinigten ihr eine einwandfreie Führung unserer Finanzen und konnten die komplette Vorstandschaft entlasten
Für 2012 sind folgende Termine geplant: 1. – 16. Dezember 2012 Krippenausstellung in Inzell. Über die Beteiligung an der grenzüberschreitenden Wallfahrt der Krippenfreunde Südtirols in Maria Weissenstein in Deutschnofen am 08.September 2012, an der Landestagung am 13.Oktober in Kutzenhausen bei Augsburg und am Weltkrippenkongress in Innsbruck vom 14. – 20.November 2012 wird sich die Vorstandschaft noch besprechen und im nächsten Vereinsbrief dann näheres berichten.
Die Frage ob wir zukünftig unsere Mitgliederversammlung am Samstagnachmittag durchführen sollen, bestätigten die Anwesenden mit großer Mehrheit.

Da keine weiteren Wortmeldungen stattfanden, schloss Pfarrer Konrad Kronast um 16.00 Uhr die Versammlung und wünschte allen Anwesenden noch einen guten Nachhauseweg.

11.03.2012 Text und Foto: Heinz Göpppelhuber

Unsere diesjährige Winterfahrt

führte uns dieses Mal in das Rottal und nach Altötting – auf den Spuren des Hl. Bruder Konrad von Parzham. Bei frühlingshaftem Wetter, das sich aber bald nachteilig änderte, brachen wir am frühen Morgen in Rosenheim und Traunstein auf. Zunächst machten wir einen Kurzbesuch bei der Krippe mit herrlich gekleideten Figuren, in der Stiftskirche St. Laurentius in Tittmoning und fuhren dann weiter durch das Inn- und Rotttal direkt zum „Venushof“ in Parzham. Auf dem Hof erwartete uns bereits Augustin Dunkl, von der Gemeinschaft „Lumen Christi“, die die gesamte Hofanlage betreut. Der stattliche Rottaler Vierkanthof gehört nun nach verschiedenen Besitzern dem sogenannten Bruder-Konrad-Verein mit dem Sitz in Bad Griesbach. Beeindruckend erzählte und erklärte uns der Verwalter die ganze Hofanlage und auch persönliche Dinge, die mit dem Heiligen zusammen hängen. Nach dieser Kurzeinführung sahen wir einen sehr interessanten Film, den Max Kronawitter, Fernsehredakeur beim BR und Autor verschiedener Werke, drehte und selbst die Regie führte, anschließend besichtigten wir das Museum mit landwirtschaftlichen Geräten aus der Zeit des Johann Birndorfer, verschiedene Geräte die der damalige „Venus-Hansl“ verwendete. Weil dieser täglich zur hl. Messe in umliegende Pfarreien ging, blieb ihm der Spott seiner Altersgenossen nicht erspart. „Er kann nur beten und arbeiten!“ Sehr interessant waren für uns auch die gepflegten Räume im ganz aus Holz gebauten Bauernhaus. Dort befindet sich auch in einem Raum eine Krippe, die von Kindern der Behinderten-Schule St. Konrad in Altötting liebevoll gebastelt und gestaltet wurde.

Venushof Parzham I


Venushof Parzham II

Nach diesem eindrucksvollen Besuch nahmen wir im Landgasthof Winbeck, Holzham unser wohlverdientes Mittagessen ein.
Der Nachmittag gehörte dann Altötting, das wir nach einer Fahrt durch das Rotttal über Eggenfelden erreichten. Zunächst besuchten wir das in der ganzen Welt einmalige Bibel-Panorama, das die Geschichte des Leidensweges, des Leidens und der Kreuzigung Christi von Prof. Gebhard Fugel (1863 – 1939), das in den Jahren 1901 – 1902 in einer einmaligen Art von ihm gestaltet und gemalt wurde. Leider war das Tageslicht sehr matt und so konnte man die verschiedenen Personen, Menschengruppen und Häuser, nicht so ganz in ihrem Glanz feststellen und sehen.

Kreuzigung Christi Panorama Altötting

Unsere dritte Station war dann die Wirkungsstätte, in der Bruder Konrad sein ganzes Leben als Pförtner verbrachte: Das Kapuzinerkloster St. Konrad. Wir trafen uns zunächst in der Klosterkirche, wo uns Bruder Georg Greimel, ein Kapuziner des Konrad-Klosters, in einer sehr anschaulichen Art und Weise Verschiedenes über den Orden der Kapuziner, speziell über das Kloster und dann eben auch über den hl. Bruder Konrad, vom Ambo aus sehr anschaulich berichtete und erzählte. Wir durften in den Altarraum, an das Grab des Heiligen und bekamen auch dort einige Krippen zu sehen. Und nun folgte einer der Höhepunkte; wir erhielten eine sehr lehrreiche und interessante Führung durch den Alt- und Neubau des Klosters, nicht nur die Schatzkammer mit verschiedensten liturgischen Geräten, Bildern und Schriften wurden uns gezeigt, sonder auch die Sterbezelle des Bruder Konrad. Interessant waren auch verschiedene Räume, so auch eine sogenannte „Schauzelle“, so wie sie zur Zeit des Heiligen war.
Reich beschenkt durch diese grandiose Führung, gingen wir kurz über die Strasse und nahmen im Gasthof „12 Apostel“ unsere Kaffee- oder Brotzeitpause ein. Es blieb dann noch genügend Zeit für den Besuch der Gnadenkapelle, der Stiftskirche oder Magdalena-Kirche mit einem weiteren Kapuzinerkloster. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir dann bei strömenden Regen unsere Heimatorte.

Kapuziner Kloster St.Konrad I


Kapuziner Kloster St.Konrad II


Bilder Altötting

11.01.2012 Text: ϯ Christian Günther Fotos: Heinz Göppelhuber

2.Kieferer Krippenweg

Vom 27. November 2011 bis 06. Januar 2012 führte der Rundweg von der Dorfstraße über den Kurpark zur Rosenheimer Straße in die Welt der Krippenkunst. Freunde von weihnachtlichen Krippendarstellungen aus Tirol und Altbayern stellten über 50 Krippen in frei gemachten Schaufenstern, die täglich bis 22.00 Uhr beleuchtet waren, aus. Wir hatten die "Hauenstein - Krippe" von der Familie Auer aus Traunstein für den Krippenweg zur Verfügung gestellt bekommen. Auf den Bildern ist ein kleiner Querschnitt aus Kiefersfelden zu sehen.


2.Kieferer Krippenweg


11.01.2012 Text und Fotos Heinz Göppelhuber

Mühlberger Waldweihnacht 2012 und Krippenausstellung


Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung auf dem Mühlberg / Waging

Die Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung auf dem Mühlberg steht außerhalb von Waging, weithin sichtbar auf einem Hügel, von dem man einen wunderbaren Rundblick auf die Gegend um den Waginger See hat. Jedes Jahr veranstaltet die Skiabteilung des TSV Waging eine Waldweihnacht in der idyllisch gelegenen Waldsenke in Sichtweit der Kirche. Gleichzeitig zeigt Frau Andrea Hofmann und ihre Helfer eine kleine Krippenausstellung mit ca. 15 – 20 Darstellungen; darunter auch die vor einigen Jahren erst wieder gefundene Mühlberger Jahreskrippe. In liebevoller Arbeit wird jede Krippe aufgebaut und den interessierten Besuchern gezeigt. Frau Hofmann gestaltet jede Darstellung mit viel Liebe und Genauigkeit bis ins kleinste Detail.
Am 4. Adventsonntag den 18.12.2011 waren aus unserem Verein 2 Krippen ausgestellt, Erwin Oberhuber hatte eine orientalische Krippe zur Verfügung gestellt und ich meine heimatliche Krippe mit geschnitzten Figuren. Von Mittag bis in die Abendstunden kamen ca 2000 Besucher zur Waldweihnacht und besuchten auch die Krippenausstellung. Auch das Krippenspiel auf der Waldbühne, das während des Rahmenprogramms von Jugendlichen aufgeführt wurde, war ein Erlebnis. Schön das es solche kleinen, heimeligen Veranstaltungen noch gibt. Ein herzliches Danke der Familie Hofmann aus Mühlberg für Ihre Arbeit.


Krippenausstellung Mühlberg I


Krippenausstellung Mühlberg II


11.01.2012 Text und Fotos Heinz Göppelhuber

Krippenausstellung im Heftersaal in Grassau


Schon beim Betreten des Saalfoyers fiel die harmonische Dekoration auf, die Besucher wurden von Kerzen und Weihnachtssternen entweder hinein zum Saal oder die Kinder zur Christkindlwerkstatt geführt. Schon beim Gang in den Saal wurde mir als Besucher klar, dass dies eine harmonische Ausstellung ist und auch das Thema „Dean ma Kripperl schaun“ wurde während der gesamten Veranstaltung des„Grassauer Advents“ umgesetzt.
Bei der Eröffnung am Freitag den 18.Dezember 2011 eröffneten der Bürgermeister von Grassau, Rudi Jantke und unser 1.Vorstand Pfarrer Konrad Kronast den Nachmittag, der musikalisch von der Buxbaam Saitenmusi und den Weisenbläsern gestaltet wurde."Eine Krippenausstellung ist ein zu tiefst religiöses Ereignis und führt uns an die Wurzeln unseres christlichen Glaubens", sagte Pfarrer Konrad Kronast in seiner Ansprache.
Caroline Zeisberger, Verantwortliche für das Hefteranwesen, ist es seit Jahren ein Anliegen gewesen, in Grassau eine Krippenausstellung durchzuführen, mit Ihren Helfern und mit Hilfe von unserem Vereinsmitglied Georg Beilhack wurde jetzt die Ausstellung organisiert und vorbildlich aufgebaut und betreut. Allein von Gemeindangehörigen aus Grassau wurden 20 Krippen zur Verfügung gestellt, die anderen Krippen brachten unseren Vereinsmitglieder in die Ausstellung ein, so dass ca. 75 Krippen zu sehen waren.
Herr Ernst Enzmann zeigte verschiedene Krippen die er im Laufe des Jahres mit den Kindergartenkindern gebaut hat. Die Krippen waren in orientalischen und heimatlichen Darstellungen gebaut, und ließen nicht nur Kinderaugen leuchten, sondern zeigten auch den Erwachsenen den Sinn der frohen Botschaft, der Geburt Jesus.
Beim Rahmenprogramm, dass an den 3 Tagen geboten wurde, fanden die verschiedenen Musikgruppen und Sänger auf der Bühne in der Heftertenne, stets reichlich interessierte Zuhörer vor. Im Bereich um den Stadl waren von den ortsansässigen Vereinen und sozialen Einrichtungen Verkaufsstände aufgebaut, an denen für das leibliche Wohl gesorgt wurde, Krippenzubehör, Kunsthandwerkliches und schöne Handarbeiten rundeten das Angebot ab. Es war bei allen Standbetreibern ein harmonisches Miteinander zu spüren, so wie es nur noch selten zu finden ist.
Schade fand ich persönlich, dass die Ausstellung nur an einem Wochenende zu sehen war, die ganze Arbeit die sich Frau Zeisberger und Herr Beilhack gemacht haben, hätte es auch verdient gehabt, dass Schulen und Kindergärten unter der Woche noch Zeit zur Besichtigung gehabt hätten.

Am Schluss meines kurzen Berichtes möchte ich ein herzliches Vergelt`s Gott sagen an Caroline Zeisberger, Monika Sailer, Renate Frank, Franz Buchner und Georg Beilhack für diese wunderschöne Ausstellung, und dem Förderverein des GTEV d´Hochplattner Grassau für die Bewirtung im 1.Stock des Heftersaals während den 3 Tagen.


Krippenausstellung Heftersaal I


Krippenausstellung Heftersaal II


Krippenausstellung Heftersaal III


11.01.2012 Text und Fotos Heinz Göppelhuber

Bericht von der 80. Landestagung der Bayerischen Krippenfreunde vom 18. – 21. November 2011 in Klüsserath/Mosel.


Präsidentin der Krippenfreund Klüsserath Frau Pia Madert

In den frühen Morgenstunden des Freitags haben sich auch heuer einige Vorstands- und Vereinsmitglieder auf den Weg zur Landestagung gemacht. Der Bus war bis auf wenige Plätze ausgebucht.

Über die A8 ging es vorbei an Augsburg, und Stuttgart weiter nach Karlsruhe und vorbei am Hockenheimring nach Kaiserslautern. Nach dem Wechsel auf die A1 kam Trier schon näher, die Stadt ließen wir aber im Nebel liegen. Im Moseltal ging es die letzten Kilometer entlang der Mosel nach Klüsserath. Im Mittlers Landhotel „Zum Rebstock“ bezogen wir unser Quartier für 3 Nächte. Am Abend waren wir zum gemeinsamen Moselländischen Heimatabend in die Festhalle eingeladen. An die 250 Krippenfreunde konnte die Präsidentin der Klüsserather Krippenfreunde Frau Pia Madert herzlich begrüßen. Musikalisch wurde der Abend von der Feuerwehrkapelle Klüsserath e.V. ; eigentlich ein grossartiges Jugendblasorchester und von der St.Josef – Schola einem ausgezeichneten Männerchor der Klüsserather Krippenfreunde gestaltet.
Bei der anschließenden Weinprobe konnten wir uns fachmännisch die verschiedenen Weissweinsorten schmecken lassen, die uns Erwin Engel, Verkaufsleiter der Bischöflichen Weingüter aus Trier erklärte.


Bildergalerie Moselabend Klüsserath

An die 350 Krippenfreunde kamen dann am Samstag in die Festhalle zur 80. Landestagung der bayerischen Krippenfreunde. Nach der Begrüßung der Festgäste; darunter auch Ehrenpräsident Monsignore Thomas Frauenlob aus Rom , dem Landrat des Kreises Trier-Saarburg Herrn Günther Schwartz , Ortsbürgermeister: Norbert Friedrich, Bundestagsabgeortneter Manfrad Nink; durch Pia Madert und den Grussworten wurde die 80. Landestagung eröffnet.
Der Ortsbürgermeister Norbert Friedrich stellt fest, daß Klüsserath heute Bayerisch spricht und jeder Krippenbauer auf der Suche nach dem Licht der Welt mit seiner Arbeit ein Zeugnis seines Glaubens gibt.
Ebenfalls begrüßt wurde die angereisten Teilnehmer aus Österreich, und der Schweiz.

Präsident Martin Martlreiter sagte in seiner Begrüßung, daß der Krippenbau die Herzen der Besucher aller Ausstellungen und Krippendarstellungen ansprechen soll, denn es sind Bilder unseres Glaubens, heutzutage wird das menschliche Auge durch Bilder des täglichen Lebens in unseren Medien überflutet. Durch die Darstellungen nimmt Gott Menschengestalt an und es gehört zu den Christlichen Verpflichtungen sich gegenseitig zu respektieren und in Solidarität eins zu sein.
Für dieses Vorhaben wünscht er sich starke Ortsvereine mit handlungsfähigen Vorstandschaften. Neue Herausforderungen sollen konfessions- übergreifend entwickelt werden.

Nach den Berichten der Geschäftsführerin Alexandra Reinhard und Kassenprüfer konnte der Landesvorstand einstimmig entlastet werden.
Jetzt folgten die Ehrungen für verdiente Mitglieder. Es wurden geehrt Siegfried Schmeller aus Bad Tölz, langjähriger Betreuer der Jahreskrippe in St.Raphael Isar Amper Klinikum München Ost. Er möchte uns mit seinen Darstellungen die mit Texten aus der Bibel begleitet werden wachrütteln und uns in dieser lauten Welt die leisen Töne zum Schwingen bringen. Durch multikulturelle Ethik wird Jesus oft vergessen.
Herr Josef Wagner aus dem Münchener Krippenverein, der seit Jahren die Jahreskrippe in Germering betreut wurde ebenfalls für seine Tätigkeit geehrt. Mit seinen Darstellungen möchte er auch wieder die Kinder zum Krippenbau bewegen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen war genügend Zeit, die Krippenausstellungen die unter dem Motto „In Jesus Christus schenkt Gott uns seine Liebe“ (Papst Benedikt XVI.) standen, zu Besichtigen. Die Krippenausstellung in der Grundschule, im Krippenmuseum und die Sonderausstellung Weihnachtsfenster „Auf der Suche nach dem Licht der Welt“ in der Alten Ökonomie gegenüber der Pfarrkirche „Rosenkranzkönigin“ waren sehenswert.

Bilder aus Klüsserath


Bilder aus dem Museum


Glasbilder Alte Ökonomie


Pfarrkirche "Rosenkranzkönigin" in Klüsserath/Mosel

Um 17.00 fanden sich dann die Krippenfreunde in der Pfarrkirche „Rosenkranzkönigin“ ein, das Pontifikalamt wurde zelebriert von Diözesanbischof Dr.Stephan Ackermann, Monsignore Thomas Frauenlob, Pfarrer Martin Martlreiter und dem Gebietsdekan. Musikalisch wurde die Messe von der St.Josef – Schola der Klüsserather Krippenfreunde gestaltet.
In der Predigt ging Bischof Stephan Ackermann auf das Evangelium zum Tag des Christkönigfestes ein (Matthäus 25, 31-46) So wie der gute Hirte die Schafe von den Böcken scheidet, so wird der König das Volk sammeln am Ende der Welt und er wird denen auf der rechten Seite sagen: „Kommt ihr Gesegneten meines Vaters und nehmet das Reich in Besitz das für euch bestimmt ist, Denn ich war nackt und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“ Krippenbauer richten mit ihren Darstellungen auf dieses Geschehen in Bethlehem hin, Gott kam nackt auf die Welt in einem fremden Land ohne Obdach in einer Höhle zur Welt. Jesus macht sich eins mit den Menschen, besonders mit den Bedürftigen, „Was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan“
Darauf kommt es an, Gott liebt uns und das ist das eigentliche Geschenk, darum faszienieren uns auch Krippen, denn einfache Leute knien vor dem Kind bei der Krippe und bringen ihre Gaben, obwohl sie selber nicht viel haben, um die Not der Hl.Familie zu lindern. Gerade deshalb geht jedes Jahr aufs Neue ein besonderer Glanz von der Krippe aus.
Im Anschluss an den Gottesdienst verlas der Bischof ein Grußwort des Kardinalstaatssekretärs Tarcisio Bertone. Darin hieß es unter anderem: "Mit diesem Gebetswunsch erteilt der Heilige Vater den Mitgliedern des Landesverbands der bayerischen Krippenfreunde und allen, die zur 80.Landestagung gekommen sind, den apostolischen Segen."

Nach dem Abendessen, fand der Festabend in der Festhalle statt; in der Rolle des Propheten Jesaja verkündigte Krippenfreund Roland Scholtes den künftigen Messias; musikalisch gestaltet von Thomas Schwab & Band (Mühlheim/Mosel). Anschließend verabschiedete Präsidentin Pia Madert die Gäste und wünschte allen einen guten Nachhauseweg und ein gesundes Wiedersehen bei der 81.Landestagung in Kutzenhausen bei Augsburg am 13.Oktober 2012.

Wir ließen anschließend den Abend noch gemütlich in einer „Straußwirtschaft“ ausklingen. Am Sonntag fuhren wir nach Trier. Eine sehr kundige Stadtführerin konnte uns mit großem Wissen die sehenswerten Bauten aus der Römerzeit einschließlich dem Dom und der Liebfrauenkirche verständlich erklären. Auf der Rückfahrt nach Klüsserath besichtigten wir die Abtei-und Pfarrkirche St. Matthias mit der herrlichen Fassade. In der Krypta befindet sich der Sarkophag mit den Gebeinen des Apostel Matthias, das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen.

Stadführung Trier I

Stadführung Trier II

Stadführung Trier III

Stadführung Trier IV

Abendstimmung in Trier und St.Matthias

Am Abend durften wir uns nochmals von Herr Willi Mittler im Rebstock kulinarisch verwöhnen lassen.

Unser Busfahrer Sepp Gänghammer brachte uns alle dann am Montag wieder wohlbehalten an unsere Wohnorte Rosenheim und Traunstein zurück.


28.11.2011 Text und Fotos Heinz Göppelhuber

Krippenausstellung im „Laufener Tor“ in Tittmoning feierlich eröffnet


Tittmonings Bürgermeister Konrad Schupfner bei der Eröffnung

Jahrelang hat sie gedauert. Jeder Versuch ist aus verschiedenen Gründen fehlgeschlagen, für unsere verschiedenen Vereinskrippen eine ordentliche Bleibe, eine Herberge, zu finden. So hat es sich in einem Gespräch mit Bürgermeister Konrad Schupfner, Tittmoning, ergeben, dass wir unsere Vereinskrippen im so genannten Laufener Tor im 2. Stock eine Dauerausstellung aufbauen können, denn die Stadtkapelle die diesen Raum nutzte ist in einen neuen Probenraum nach Kirchheim bei Tittmoning gezogen.

Heute am Sonntag 13.11.2011 war nun die Eröffnung mit geladenen Gästen der Stadt Tittmoning und unseren Vereinsmitgliedern. In seinen Ansprache hob Herr Bürgermeister Konrad Schupfner hervor, dass die begonnene Zusammenarbeit das beste Beispiel für ein gelungenes Angebot auf eine gute Anfrage ist.
Heute war auch der Kathreinmarkt in Tittmoning und so wurde die Ausstellung schon von sehr vielen Besuchern aus der näheren Umgebung aber auch aus dem benachbarten Österreich besucht.
Wir sind der Stadt Tittmoning, voran Bürgermeister Konrad Schupfner, sehr dankbar, dass wir nun eine Bleibe und Herberge für unsere Vereinskrippen gefunden haben.

Die Vorstandschaft sagt schon jetzt an Herrn Georg Beilhack ein "Vergelt`s Gott" für die Aufbauarbeiten und Evi Forster für das Betreuen des Raumes.

13.11.2011 Text und Foto / Heinz Göppelhuber

Unsere Krippenfreunde aus Schirgiswalde / Oberlausitz


"Laufener Tor" Tittmoning

unternahmen aus der Bautzener-Görlitzer Gegend mit 30 Personen eine Busfahrt, um an der Krippler—Wahlfahrt, die in diesem Jahr — im für uns sehr nahen — Maria Plain bei Salzburg, stattfand.
Damit sich die weite Reise von ungefähr 500 km auch rentierte, kamen die Krippenfreunde bereits am Freitag, dem 9. September angereist, um in unserer Gegend einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Was uns besonders freut, sie nahmen statt der Autobahn München-Salzburg die Strecke Regensburg-Straubing-Altötting, um in Tittmoning Halt zu machen. Ich habe diesen Ort empfohlen, weil es ja speziell von unserem Verein einige sehenswerte Exponate dort gibt. So machten sie sich auf, um nach einer Kaffeepause im Stadt—Cafe in kleineren Gruppen die „Dauerausstellung unserer Vereinskrippen“ im südlichen Stadttor (Laufener Tor) zu besichtigen.
Natürlich habe ich den „Wallfahrern" auch das Heimathaus auf der Burg empfohlen, um die interessanten, historischen Krippen zu betrachten. Da ja in der Oberlausitz und im nahen niederböhmischen Gebiet primär die Krippenschnitzkunst — durch Tiroler und Südtiroler ins Land gebracht — dominiert, zeigten die Besucher sehr großes Interesse an „unseren“ Figuren (Gliederfiguren).
In vorzüglicher Weise erklärte die Burgführerin Renate Würzinger die wesentlichen Dinge der Ausstellungen. Besonderes Interesse zeigten die Schirgiswalder an den Exponaten des Johann Baptist Cetto (geb. 1671), Gips- und Wachsbildhauer, der sich in Tittmoning niederließ und dort auch 1738 starb. Begeistert waren die Besucher auch von der neu renovierten St. Michaelskapelle im Burggelände. Bereichert durch die Erlebnisse in Tittmoning verließen die Krippenfreunde aus der Oberlausitz das imposante Burggelände und setzten im Bus ihre Fahrt nach Salzburg fort.


Bildergalerie I Ausstellung Stadttor Tittmoning


Bildergalerie II Führung Burg Tittmoning

28.07.2011 Text: ϯ Christian Günther Fotos: Heinz Göppelhuber

“MARANATHA“, das größte Krippenmueum Europas


war das Ziel unserer diesjährigen Sommerfahrt, am Samstag, 9. Juli. Graue Wolken und fast regnerisch begleiteten unseren Start um 6 Uhr in Traunstein und als wir dann im voll besetzten Bus um 7 Uhr in Rosenheim starteten, sah die Wetterlage nicht sehr viel besser aus. Mit grauen Wolken und Nebel verhangenen Bergen passierten wir das Inntal, aber schon kurz vor Innsbruck wurde es zu unserer Freude immer heller und sonniger. Als wir dann den Brenner erreichten glänzte ein herrlicher Hochsommertag, der uns bis zur abendlichen Rückkehr begleitete.

Bildergalerie I Anreise ins Ahrntaln

Kurz vor 11 Uhr waren wir an unserem Ziel und wurden am Krippenmuseum freudig begrüßt. Die Besichtigung unterbrachen wir um 12.30 Uhr mit einem wohlverdienten Mittagessen im Hotel „Ahrnthaler Alpenhof“ und genossen so manche Südtiroler Spezialität.

„Maranatha“ heißt zu Deutsch „Unser Herr komme“ und stammt aus der aramäischen Sprache. Diese Sprache – im heutigen Syrien – hat übrigens Jesus gesprochen. Im Jahr 2000 hat die Familie Gartner nach einer Jahrzehnte langen Sammlerarbeit in mehreren Häusern und auch Gärten dieses Museum eröffnet. Das ungewöhnliche Museum befindet sich in einer herrlichen Südtiroler Landschaft, umgeben von imposanten vergletscherten Dreitausendergipfeln, in Luttach im Ahrntal, nahe dem bekannten Ort Sand im Taufers – das wir über Bruneck erreichten. Das Krippenmuseum wird bis zum heutigen Tag immer wieder um- und neugestaltet und jährlich kommen 30 000 Besucher aus aller Welt. Nicht nur aus Südtirol sondern auch aus vielen Ländern sind Krippen zu bestaunen, von Miniaturausgaben, bis zu lebensgroßen Darstellungen. Plötzlich steht man mitten im Geschehen und man meint, zu diesen großen Figuren selbst dazu zu gehören. Da handelt es sich zum Beispiel um eine Panoramakrippe mit 70 qm Fläche. Obwohl neben dem Krippenmuseum ein Kunstatelier, eine Bildhauerwerkstatt, eine Maskenausstellung, ein großzügiger Bildhauergarten, in dem verschiedene Holzkunstwerke in üppiger Pflanzenwelt zu einem Rundgang einladen, in dem auch die Schnitzkunst des Ahrntals erklärt wird, steht doch im Mittelpunkt das Krippenmuseum. Hier handelt es sich um eine Ausstellungsfläche von 1900 qm und wir sehen auf zwei Etagen Krippenkunstwerke aus verschiedenen Ländern. Auf einzelne Darstellungen einzugehen, würde zu weit führen. Die Herausgeber einer schönen, aufwändigen und kunstvollen Krippenbroschüre schreiben: „Das Museum will mithelfen, das Kommen Jesu tiefer zu erleben und das nicht nur zu Weihnachten.“

Bildergalerie II Museum Maranatha

Bildergalerie III Museum Maranatha


Bildergalerie IV Museum Maranatha


Bildergalerie V Museum Maranatha Panoramakrippe

Mit vielen Eindrücken reich beschenkt, traten wir die Heimfahrt an und machten noch Halt in Sterzing. Wegen der voran geschrittenen Zeit konnten wir von diesem einmalig schönen und geschichtsträchtigen Städtchen nicht mehr viel genießen. Hingewiesen sei auf die wunderschöne, historische Fußgängerzone, am Ende dieser steht der sogenannte Zwölferturm, das Wahrzeichen der Stadt (16. Jahrhundert). Sehenswert die äußerlich unauffällige Heilig-Geist-Kirche mit den gut erhaltenen schönen Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Ferner ist noch auf das Rathaus, den Mithrasstein und den römischen Meilenstein, sowie das Johann-Nepomuk-Denkmal – alles in der Fußgängerzone – hinzuweisen. Jeder sah sich persönlich die eine oder andere Sehenswürdigkeit an. Etwas weiter entfernt befindet sich die große Pfarrkirche „Zu unserer lieben Frau im Moos“ aus dem 15./16. Jahrhundert, in der der berühmte „Sterzinger Andachtsjodler“ entstanden ist.
Nach einer Jause im „Hotel Lilie“ fuhren wir durch das Eisacktal, das Wiptal und das Inntal unseren Heimatorten zu.


Bildergalerie Sterzing


28.07.2011 Text: ϯ Christian Günther / Fotos: Heinz Göppelhuber

Unsere diesjährige Krippenfahrt


spätgotischer Palmesel Kößlarn
führte uns in diesem Winter zur Wallfahrts- und Pfarrkirche mit Kirchenmuseum nach Kößlarn im Rottal und zum Volkskundemuseum nach Ried im Innkreis. Bei diesigem Winterwetter, mit vormittägigen Regen, das sich aber im Laufe des Nachmittags mit hellem Sonnenschein zeigte, starteten wir in Rosenheim bereits um 7 Uhr und in Traunstein um 8 Uhr. Im voll besetzten Bus reisten wir über Trostberg. Altötting, auf der Autobahn 94 und späteren Bundesstraße 12 nach Kößlarn in Niederbayern. Von Weitem schon grüßte uns der mächtige Kirchturm des Ortes. Durch den Kirchenkunsthistoriker Dr. Ludger Drost und seine beiden Mitarbeiter erhielten wir, in drei Gruppen eingeteilt, eine erstklassige und hoch interessante Führung durch Kirche und Wehranlage, in der sich das heutige Kirchenmuseum befindet. Aus Platzgründen ist es nicht möglich, genauer auf Einzelheiten einzugehen, aber einiges Wissenswerte sei hier doch erwähnt. Bereits 1364 wurde eine Kirche erbaut, die aber 1451 wegen des großen Ansturms der Wallfahrten erneuert und vergrößert wurde. Zisterziensermönche aus der nahen Abtei Aldersbach betreuten Gemeinde und Wallfahrt bis zur Säkularisation. Außer dem herrlichen barocken Kirchenraum birgt die Ausstattung noch eine Silbermadonna, die aus den Silbergaben der Wallfahrer 1488 von einem Passauer Goldschmied angefertigt wurde. Neben vielen Votivtafeln aus verschiedenen Zeiten, befindet sich in Kößlarn auch ein Palmesel aus dem Jahr 1481, sowie ein Grabchristus aus demselben Jahr.

Bildergalerie I Kößlarn


Bildergalerie II Kößlarn


Gotisches Kreuzigungsrelief aus dem Jahre 1451

 

Seit 2008 gibt es in einem Teil der Wehranlage das Kirchenmuseum mit dem ältesten Messgewand der Diözese Passau. Außerdem ist auch noch in einem Raum das älteste Altarmissale, wie es nach dem Tridentinum für Passau eingeführt wurde, zu sehen. Im Kirchenmuseum findet man auch das „Krippenwerk“ mit geschnitzten und bekleideten Gliederfiguren, teilweise aus der Werkstatt der Schwanthaler aus Ried. Ergänzt wird alles durch eine Jahreskrippe aus dem 19. Jahrhundert. Es ist kaum zu glauben, welche kulturellen Schätze sich an diesem kleinen, fast unscheinbaren Ort, befinden. Nach dieser hochinteressanten Führung fuhren wir zum wohl verdienten Mittagessen im vorzüglichen Landgasthof Winbeck in Holzham bei Bayerbach.

Bildergalerie III Kirchenmuseum Kößlarn

 

Um 14 Uhr brachen wir dann auf und fuhren, vorbei am Kloster Asbach, an Rotthalmünster, über Tutting und Obernberg nach Ried, im oberösterreichischen Innviertel, das lange Zeit zu Bayern gehörte. Hinter der großen Pfarrkirche, die leider verschlossen war, befindet sich das sehr große und umfangreiche Volkskundehaus, das unwahrscheinlich viele und große Schätze der ländlichen und religiösen Volkskunst zu bieten hat. Gleich am Eingang empfing uns Frau Gaiblinger vom Kulturreferat der Stadt und brachte uns die Schätze des Hauses in einer ausgezeichneten und fundierten Führung näher. Es würde zu weit führen, auch hier auf nähere Einzelheiten einzugehen. Gleich zu Anfang eine große Sonderausstellung von unzähligen (Kasten)-Krippen und dann die umfangreiche Schwanthaler-Abteilung mit vielen Exponaten, voran die sogenannte Köglkrippe.

Der Meister der vierten Generation, Johann Peter der Ältere Schwanthaler, ist in
einer Nische auf der rechten Seite (von Eingang gesehen) des Raumes auf einem
Ölgemälde dargestellt. Darunter ist eines seiner Spätwerke ausgestellt: eine
bürgerliche Hauskrippe, die nach ihrem früheren Besitzer allgemein „Köglkrippe“
genannt wird. Die Heilige Familie ist unter einem als Bretterverschlag angedeuteten
Stallgebäude dargestellt, außerhalb befinden sich vier Hirten mit ihren Schafen und
eine Wolke mit Engeln.
Im Gegensatz zu den zeitgleichen Gemälden sind nur wenige Bildhauerarbeiten am
Werk signiert oder datiert. Die Köglkrippe bildet in beiderlei Hinsicht eine Ausnahme:
Hinter dem rechten Täubchen auf dem Dach findet sich das verschlungene
Monogram (s. u.) und die Stirnseiten der senkrechten Stützen, die die
Dachkonstruktion tragen, zeigen die zweigeteilte Jahreszahl 17 92.

(aus dem Volkskundemuseum in Ried i.Innkreis)


"Köglkrippe" im Volkskundemuseum in Ried

Sehr interessant für uns war auch, dass der Großteil des gesamten Inventars der Exponate, auf eine private Stiftung zurück geht. Johann Veichtlbauer, Pfarrer in St. Pantaleon bei Ostermiething, hat sein ganzes Leben gesammelt und hat durch seine enormen kulturellen Kenntnisse weitgehende Verbindungen zu berühmten Fachleuten und auch Gönnern gehabt. Noch zu Lebzeiten vermachte Pfarrer Veichtlbauer um 1935 seine ganzen Kunstschätze dem Rieder Museums-Verein. So kam auch die „Oberndorfer Krippe“ mit über 100 Figuren nach Ried. Vor dieser legendären Krippe wurde zum ersten Mal das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ gesungen. Die Oberndorfer Pfarrkirche St. Nikolaus wurde wegen Hochwassergefahren und Schäden abgebrochen und die schon etwas desolate Krippe kam nicht mehr in die neue Kirche. Auf Umwegen konnte sie Pfarrer Veichtlbauer von einem Salzburger Trödler erwerben. Nach einer intensiven Renovierung kann diese Krippe zur allgemeinen Freude der Besucher des Museums, besichtigt werden. Die Hirten sind in der Bauern- und Schiffertracht der Zeit um 1800 dargestellt und haben vorwiegend Köpfe aus Wachs, während Arme und Beine aus Holz geschnitzt sind. Die Körper bestehen aus Drahtgerüsten und sind mit Textilien bekleidet. Leider waren nur 1 1/2 Stunden für die lehrreiche Führung vorgesehen und so konnten wir einige Abteilungen in den 3 Stockwerken nicht richtig wahrnehmen.
Nach einer kurzen Busfahrt Richtung Obernberg landeten wir in Wippenham im Loryhof, wo wir bei einer kräftigen Jause oder bei Kaffe und Kuchen den gelungenen Tag fröhlich ausklingen ließen.

Volkskundemuseum Ried


Oberndorferkrippe im Volkskundemuseum

12.01.2011 Text: ϯ Christian Günther / Fotos: Heinz Göppelhuber

Grosser Erfolg der Krippenausstellung im Fürstenstock

Die Vorstandschaft bedankt sich bei allen Helfern, und Gruppen die die Ausstellung betreut und musikalisch umrahmt haben und bei über 2500 Besuchern die die Ausstellung an den Wochenenden vom 04.12.2010 bis zum 19.12.2010 besucht haben.

Krippenausstellung im "Fürstenstock" der Burg Tittmoning am 03.12.2010 eröffnet

Gloria in excelsis Deo,

Pünktlich zum Winteranfang und zu Beginn der „Hochzeit“ von uns Kripplern kam der Schnee, und die Stadt Tittmoning zeigte sich von romantischer Seite. Und so konnten wir am Freitag, den 03.Dezember 2010 auf Einladung von Bürgermeister Konrad Schupfner erstmals im neu renovierten Fürstenstock auf der Burg Tittmoning, in einer landschaftlich sehr schönen Gegend unsere Krippenausstellung zeigen.
Die Atmosphäre dieser spätgotischen Anlage die durch mehrmalige Umbauten zum heutigen Erscheinungsbild entstanden ist war für unsere Krippenausstellung sehr angenehm.

„Große Krippenausstellung“ stand auf den Plakaten, Handzetteln und sonstigen Werbeträgern der Stadt Tittmoning. Und fürwahr: Es war eine große Krippenausstellung an drei Adventswochenenden, mit unzähligen Besuchern, die die Stadt zusammen mit unserem Verein veranstaltete Zur Eröffnung kamen mehr als 80 geladene Gäste. Bürgermeister Konrad Schupfner und 1. Vereinsvorsitzender Konrad Kronast begrüßten die Gäste aus nah und fern und sprachen Worte des Dankes für die ausgezeichnete und liebevoll gestaltete Ausstellung der ungefähr 40 großen und mittleren Krippen und der vielen kleineren Exponate wie kleine und große Papierkrippen aus Böhmen und Prag, aus der Mission Tansania, Peru und eine Olivenholz-Krippe aus Bethlehem. Ferner gab es beachtenswerte Klosterarbeiten und einige geschnitzte Krippen.
Der spezielle Dank wurde Hilde und Ludwig Purzer aus Mehring ausgesprochen, die kurzfristig noch den renovierten Krippenberg des Heimatvereins Tittmoning mit Krippenfiguren ausstatten konnten.
Höhepunkte waren natürlich die kleinen und großen Heimatkrippen aus dem Rupertiwinkel und dem Chiemgau, sowie aus dem Salzburger Land, die zum Großteil von den Krippenfreunden selbst gebaut wurden. Einen besonderen Verdienst zum Gelingen der Krippenausstellung ist dem nimmermüden Vereinsmitglied Georg Beilhack, Reit im Winkl, mit seinen treuen Helfern zuzuschreiben. Viele Tage opferte er mit seinen Mannen, um die Vitrinen und Krippen sachgerecht aufzustellen Außer ihm waren mehrere Vereinsmitglieder anwesend und halfen bei der Arbeit. Allen voran Evi Forster, Hof bei Tittmoning, die viel Zeit opferte um immer dabei zu sein, wenn es galt, zuzugreifen.
Die Eröffnungsfeier im Gerbereimuseum der Burg wurde musikalisch von einem Instrumentaltrio unter Schorsch Meier gekonnt gestaltet. Nach der Ehrung verschiedener Personen der Organisation begaben sich alle Gäste in den Fürstenstock der Burg, um die Ausstellung zu besichtigen, die von allen Besuchern hervorragend beurteilt wurde. Besonders die Vielfalt der Exponate wurde lobend erwähnt.

Bildergalerie I Eröffnung

Ein Höhepunkt war dann schließlich, als der 1. Vorsitzende Konrad Kronast, dem 1. Bürgermeister Konrad Schupfner, eine große neapolitanische Krippe als Geschenk des Krippenvereins überreichte. Diese Krippe erbaute in mühsamer Arbeit unser Vereinsmitglied, Winfried Schuster, Oberaudorf. Mit dem Bürgermeister freuten sich auch die 2.Bürgermeisterin der Stadt Tittmoning Frau Maria Kellner und der 3.Bürgermeister Herr Peter Wembacher .
Im Anschluss an die kleine Feier waren noch alle Besucher zu einem Imbiss mit Umtrunk in die „Burgschenke“ eingeladen.

Bildergalerie II Übergabe einer Krippe an die Stadt Tittmoning

 

Am zweiten Adventswochenende fand außerdem der traditionelle „Barbaramarkt“ statt, der sich rund um die Stiftskirche St. Laurentius mit vielen niveauvollen Ständen und Buden, zog. Zum 11. Mal, ausgerichtet von der Kolpingsfamilie Tittmoning, unter der rührigen Leiterin Barbara Danninger, die auch ein wohldurchdachtes Rahmenprogramm mit vielen Musikgruppen, Kindergarten- und Schülerdarbietungen, organisiert hat. Ein Adventsmarkt, wie er seinesgleichen wohl zu suchen ist! Barbara Danninger hatte einen großen Erfolg mit ihrem Vorhaben, denn an beiden Tagen kamen viele hundert Besucher, die dann auch auf dem wunderschön gestalteten Weg zur Burg, die Krippenausstellung im Fürstenstock der Burg, besuchten. Besonders am Abend war dieser Weg sehr eindrucksvoll, da er mit Kerzen- und Fackelbeleuchtung sehr romantisch und anheimelnd wirkte.

Bildergalerie Weg vom Barbaramarkt zur Burg

Die Krippenausstellung erstreckte sich auf drei Stockwerke und über mehrere Stunden kam auf Grund der vielen Besucher ein regelrechter Stau in den Treppenhäusern zustande. Aus Platzmangel kann hier über weitere, verschiedene Einzelheiten — die es jedoch verdienen würden — nicht berichtet werden. Am Ende nochmals allen Initiatoren und Ausführenden von Krippenausstellung und Barbaramarkt einen herzlichen Dank. Die ausgezeichnete Zusammenarbeit sei auch an dieser Stelle nicht vergessen!

Bildergalerie III Ausstellung

Bildergalerie IV Ausstellung

Bildergalerie V Ausstellung

Bildergalerie VI Ausstellung

Bildergalerie VII Ausstellung

15.12.2010 ϯ Christian Günther und Heinz Göppelhuber

Bericht von der 79. Landestagung der Bayerischen Krippenfreunde am 19. November 2010 in Krumbach.

Wie die Jahre zuvor, haben sich auch heuer einige Vorstands- und Vereinsmitglieder bereits am Freitag Nachmittag auf den Weg zum schwäbischen Krippenparadies Krumbach gemacht. Im Hotel Falk bezogen wir unser Quartier für eine Nacht, zum gemeinsamen Abendessen gesellten sich auch das Ehepaare Schneider aus Reitmehring und das Ehepaar Ram aus Bad Aibling zu uns; die mit ihren Privat – PKW´s schon am Nachmittag angereist waren.

An die 300 Krippenfreunde kamen dann am Samstag in den Stadtsaal. Im Vereinsheim der Krumbacher Krippenfreunde; in dem die wöchentlichen Schniztabende
stattfinden; erhielten wir unser Festabzeichen und Informationsmaterial über die Stadt und den 1.Krippenweg in Krumbach.

Bürgermeister Hubert Fischer begrüßte die angereisten Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, und der Schweiz und war sich sicher, daß mit der Einwanderung von Südtirolern nach Krumbach in früheren Jahren ein Schnitzer - Gen in die Stadt gekommen ist.Landrat Hubert Hafner stellte fest, daß Krippenbau in unserer hektischen Zeit durch Passion und Engagement zu kleinen Glanzlichtern führen kann. Er hob hervor, daß über 120 verschiedene schwäbische Darstellungen gezeigt werden. Hans Voh, Vorsitzender der Krumbacher Krippenfreunde bedankte sich bei allen Helfern, die die Krippenausstellung möglich gemacht haben. Von 70 Mitglieder sind 40 aktive Schnitzer, wovon 33 Schnitzer an der Ausstellung beteiligt sind.In den letzten 10 - 15 Jahren entwicktelte sich das Krippenleben in Krumbach wieder zusehends.
Hansjakob Achermann, Vorstandsmitglieder der Schweizer Krippenfreunde begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für die zahlreiche Teilnahme an der Krippenwallfahrt in Englberg.
Die Eröffnungsfeier wurde musikalisch gestaltet vom Alpenvereinschor unter der Leitung von Malchen Fischer und der Stubnmusi Fischer, am Bass spielte der Bürgermeister selber mit.

Bildergalerie I Eröffnung Landestagung

Nach kurzer Pause begann im Anschluß gleich die 79.Landestagung. Präsident Martin Martlreiter sagte in seiner Begrüßung, daß die Krippenidee in die Krise kommt, durch Kitsch, Kommerz und Provokation werden mancherorts die Krippendarstellungen in den Schmutz gezogen. Der Landesvorstand möchte in Zukunft dagen verstärkt vorgehen.Wir müssen wieder das „Krippen schauen“ lernen, „Betrachten wir eine Krippen sind wir Schauende, verbinden dabei Körper, Geist und Seele“. Für dieses Vorhaben wünscht er sich  starke Ortsvereine mit handlungsfähigen Vorstandschaften. Neue Herausforderungen sollen konfessions- übergreifend entwickelt werden, Krippenarbeit soll nicht mürbe machen! Nach den Berichten des Geschäftsführers und Kassenprüfers konnte der Landesvorstand einstimmig entlastet werden. Jetz folgten die Ehrungen für verdiente Mitglieder. Es wurden geehrt Bartholomäus Ernst, Stiftungsgründer der Stiftung St.Lukas, er sammelte über 1000 Krippen und Darstellungen, das Sammeln beschränkt sich jedoch nicht nur auf Krippen, sondern auf das Brauchtum des christlichen Jahreskreises. Christian Schedler M.A., Leiter des Mindelheimer Kulturamts, bezeichnete in seiner Laudatio die Sammlung an Kunstwerken als einzigartig. Raimund Pöhlmann von den Regensburger Krippenfreunden wurde für langjährige Vereinsarbeit geehrt, die Laudatio hielt Herr Seitz.

Nachdem Mittagessen fuhren einige Vereinsmitglieder ins „Frauenstift Edelstetten“ um dort die Barockkrippe zu besichtigen, die Teil des Krippenweges in Edelstetten ist. Anschließend gingen wir zum „Krippenschauen“ ins Mittelschwäbische Heimatmuseum.

Bildergalerie II Edelstetten


Bildergalerie III Kirche Maria Hilf, Krumbach

 

Um 16.30 fanden sich dann die Krippenfreunde in der Kirche „Maria Hilf“ ein, der Gottesdienst wurde vom
Präsidenten Pfarrer Martin Martlreiter, Stadtpfarrer Karl Hagenauer und Dekan Klaus Bucher gefeiert. Die Predigt hielt der ehemalige Oberkirchenrat Theodor
Glaser, über Maria, die Mutter Jesu. Maria die starke Frau, die im Leben Jesu stets im Hintergrund dabei ist, sie kennt die Sorgen und Nöte der Menschen.  Maria ist ein Vorbild im Glauben. Auch sie hat diesen Glauben nicht einfach "gehabt", sondern in allen Schwierigkeiten gelebt . Der Glaube Marias besteht darin, auf Gottes Wort zu setzen und das Leben in Gott festzumachen. Maria hat einen festen Platz im Leben unserer Konfessionen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Gruppe „for him“ gestaltet.

Nach dem Abendessen in verschiedenen Gasthäusern, fand um 20.00 Uhr der Festabend ebenfalls wieder in der Kirche Maria Hilf statt. Musikalisch gestaltet vom der
Volksmusik-Beratungsstelle und Archiv; Fachschule des Bezirks Schwaben. Auch die zahlreich anwesenden Gäste durften mitsingen. Der Mundartdichter Nikolaus Maucher las die verbindeten Texte.

Hans Voh, Vorsitzender der Krumbacher Krippenfreunde bedankte sich bei allen Mitwirkenden und wünschte einen guten Nachhauseweg und ein Wiedersehen bei der 80. Landestagung 2011 in Klüsserath. (siehe gesonderte Ausschreibung)

Unser Busfahrer brachte uns alle wieder wohlbehalten an unsere Wohnorte Rosenheim und Traunstein zurück.

03.12.2010 Heinz Göppelhuber

Unsere diesjährige Sommerfahrt

Stift Göttweig

unternahmen wir am Samstag, dem 12. Juni nach Niederösterreich in die Wachau, mit den Hauptzielen Göttweig und Maria Taferl. Bei schönstem, sonnigem Wetter starteten wir um 6 Uhr in Rosenheim und der Bus füllte sich ganz um 7 Uhr in Traunstein. Nach einer ruhigen Fahrt auf der fast leeren Autobahn, passierten wir bald durch das Salzkammergut den Mondsee, der in der Morgensonne fast silbrig vor uns lag. Bald erreichten wir dann auch das Autobahnkreuz Linz und erblickten in der Ferne das Augustiner-Chorherren-Stift St. Florian mit seinen beiden Türmen. Nun gönnten wir uns eine kleine Frühstückspause in der Raststätte Haag. Vorbei am Renaissance-Schloss Schallaburg und am altehrwürdigen Benediktinerstift Melk, erreichten wir bald St. Pölten und verließen dort Richtung Krems die Autobahn. Auf der linken Seite sahen wir das Augustiner-Chorherren-Stift Herzogenburg und sahen bald vor uns das Benediktinerstift Göttweig, Auf 450 m Seehöhe liegt auf einer großartigen Berglage das "Österreichische Montecassino", in dem heute 70 Benediktiner-Mönche leben und wirken, Ungefähr 20 von ihnen leben außer Haus und betreuen die sogenannten Stiftspfarren im weiten Umland. Gleich nach Ankunft erhielten wir durch Frau Sabine Rihs eine begeisterte und begeisternde Führung, die nicht nur gekonnt, sondern auch sehr publikumswirksam war. Zunächst besichtigten wir die imposante Stiftskirche mit dem Reliquienschrein des Klostergründers Bischof Altmann, aus Passau, in der Krypta unter der Kirche. 1083 wurde das Kloster gegründet und mit Augustiner-Chorherren besiedelt. Zehn Jahre später kamen Benediktiner aus dem Kloster St. Blasien im Schwarzwald. Eine verheerende Brandkatastrophe vernichtete das ganze Kloster und 1718 wurde die gesamte Anlage im barocken Stil neu errichtet. Nur etwa zwei Drittel des Bauplanes konnten umgesetzt werden. 1939 wurde das Stift enteignet und der Konvent in Haft genommen. Das Stiftsgebäude wurde Umsiedlungslager, Kriegsgefangenenlager, und von 1943 bis 1945 nationalpolitische Erziehungsanstalt bevor es zu Kriegsende verwüstet und zur russischen Garnison wurde. 1945 kehrte der sehr geschwächte Konvent wieder zurück. Erst ab 1950 erwachte das Kloster nach einer eingehenden Renovierung zu neuem Leben.

Bildergalerie I Göttweig

Bildergalerie II Göttweig

Bildergalerie III Göttweig


Kaiserstiege mit einem wunderschönen Fresko von Paul Troger (1739)
Frau Rihs führte uns mit ihrem sachkundigen Wissen in das Museum im Kaisertrakt. Zunächst besichtigten wir die monumentale Kaiserstiege mit einem wunderschönen Fresko von Paul Troger (1739). Eines der schönsten und größten barocken Treppenhäuser Europas verließen wir, um uns noch in den Fürsten- und Kaiserzimmern mit verschiedenen Kunstausstellungen und hochwertigen Exponaten, zu begeistern. Nach all diesem großartigen Kunstgenuss begaben wir uns in das neu errichtete Stiftsrestaurant zum wohlverdienten Mittagsmahl. Fasziniert vom überwältigenden Panoramablick in das herrliche Donautal, begaben wir uns wieder auf die Weiterfahrt. Wir überquerten die Donau und fuhren, vorbei an der Stadt Krems, auf der linken Flussseite durch die blühende Landschaft der Wachau.
Durch die bekannten Weinorte Dürnstein (Burg-Kloster-Schloss-Barockstift), Weißenkirchen (die Karolinger schenkten 830 das ganze Gebiet der Diözese Passau. Hier wurde 1330 der "Riesling" kreiert), Spitz (gehörte von 812 bis 1504 zur Benediktinerabtei Niederalteich Ndb.), St. Michael mit seiner Wehrkirche, erreichten wir bald Maria Taferl.
Der "Taferlberg" liegt im Nibelungengau , 443 m über dem Meeresspiegel und grüsst weit in die Landschaft hinein. Maria Taferl ist neben Mariazell der zweitgrößte Wallfahrtsort Österreichs. Bis in das 17. Jh. breitete sich hier ein dichter Föhrenwald aus, unter dem auch eine fast dürre Eiche stand. An ihr war eine Holztafel mit einem Kreuz befestigt. Darum nannte man den Ort auch "beim Taferl". Die Eiche wurde hinter dem Tabernakel im heutigen Hochaltar integriert. Ein keltischer Opferstein, der sich unter der Eiche befand, ist noch heute zu sehen und befindet sich vor der Basilika. Während des 30jährigen Krieges holte ein Viehhirte Brennholz auf dem Berg und verletzte sich schwer. Erst als er sich unter die Eiche setzte, bemerkte er das Kreuz und nach inständigem Gebet hörten die Wunden zu bluten auf. Das sprach sich bald in der Gegend herum und viele Menschen kamen mit ihren Sorgen auf den Berg. Der damalige Bürgermeister, der schwer erkrankt war, brachte eine Figur der schmerzhaften Muttergottes zur Eiche. Immer mehr Menschen kamen, als sich auch das herum sprach und nach mehreren kirchlichen Widerständen, fand am Josefstag, 19. März 1660, eine erste Messfeier mit 1000 Wallfahrern, an der Eiche statt. Ergebnis war schließlich, dass man im April 1660 mit einem Kirchbau begann. Verschiedene Umstände wie Türkenbelagerung, Pest- und Kriegszeiten ließen den Weiterbau der Kirche zum Stillstand kommen und es dauerte 60 Jahre, bis das Gotteshaus vollendet wurde.


Hochaltar in "Maria Taferl"

Rein zufällig erhielten wir vom Wallfahrtspfarrer Pater Gottfried Hofer eine aufschlussreiche Führung, in der wir vieles über die Basilika erfuhren. Der Hochaltar stammt von einem Künstler aus St. Nikola bei Passau und wurde aus feuervergoldetem Silber, Marmor und Kunstmarmor gefertigt. Über dem Tabernakel befindet sich die 38 cm große Gnadenstatue. Ein Prunkstück ist die ganz vergoldete Kanzel von 1727, die ein Tischler aus St. Pölten nach dem Vorbild der Kanzel im Passauer Dom anfertigte. Ein prachtvolles Rokoko-Gehäuse umschließt die große Henke-Orgel (Wien 1760). Das spätromantische Instrument besitzt 59 Register mit 3300 Pfeifen und steht knapp vor dem Abschluss der Renovierung. Wie wir noch erfuhren, feiert Maria Taferl heuer sein 350jähriges Jubiläum und schließt somit die Generalsanierung und –Renovierung, die seit 2004 läuft, ab. Am 12. September, dem Fest Maria Namen, wird die Renovierung mit einem Festgottesdienst und Altarweihe abgeschlossen. Nach einer kurzen Marienandacht begaben wir uns zum Abschluss des Tages in den nahen "Melkerhof" und ließen unsere Tagesfahrt bei Kaffee und Kuchen in fröhlichem Zusammensein ausklingen. Um 17.30 Uhr traten wir unsere Heimfahrt an, Zwischen Steyr und Linz brach ganz unversehens ein furchtbares Unwetter aus, das einem Weltuntergans-Inferno ähnelte. Es wurde plötzlich dunkel und alle Pkw’s blieben mit Warnblinkanlage am rechten Straßenrand stehen. Auch wir im Bus hatten kleine Probleme und freuten uns, als wir nach einigen Kilometern wieder in den stillen Abend, reich beladen mit guten Erlebnissen, zu unseren Heimatorten fuhren.

Bildergalerie I Fahrt nach Maria Taferl

19.06.2010 ϯ Christian Günther Fotos: Heinz Göppelhuber

Maiandacht in der Fischerkapelle..

Am Mittwoch, den 19. Mai 2010 fand um 19.00 Uhr unsere Maiandacht in der Fischerkapelle in Übersee/Baumgarten statt. Wegen des schlechten Wetters drängten die Vereinsmitglieder und Gäste aus Übersee in die Kapelle, aber auch vor der Kirche waren noch Bänke aufgestellt.
Dekan Konrad Kronast hielt die Maianandacht die musikalisch von den Grabenstätter Sängern gestaltet wurde.
Nach dem Segen bedankte sich Dekan Konrad Kronast bei bei Familie Fischer; auf deren Anwesen die Kapelle steht; daß der Krippenverein heuer schon zum 11ten mal in der schön geschmückten Kapelle die Andacht ausrichten durfte.Anschließend ging es noch zu einem kleinen Hoagart in die Gaststätte Sonnenhof in Seethal/Übersee.

19.05.2010 Text und Foto: Heinz Göpppelhuber

Marienstatue in der Fischerkapelle in Übersee/Baumgarten (Chiemseeseite)

Ergebnis der Neuwahlen vom 04.03.2010..

Nach der gemeinsamen Messe mit der Seminargemeinschaft vom Studienseminar St.Michael traffen sich die Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen.

Nach der Begrüßung durch unseren 1.Vorsitzenden Pfarrer Konrad Kronast wurde das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung vom 05.März 2009 nochmals vorgetragen um die einzelnen Höhepunkte aus unserem 20 jährigen Festjahr nochmals Revue passieren zu Lassen.
Im Rechenschaftsbericht ermahnte uns der 1.Vorsitzende in dieser schnelllebigen Zeit nicht unsere Ziele zu vergessen und gerade jetzt, wo wir im Studienseminar eine Werkstatt eingerichtet haben, weiterhin mit den jugendlichen Seminaristen die Krippenbaukurse weiter auszubauen. Dabei helfen uns Winfried Schuster, Georg Beilhack, Erwin Oberhuber und der Krippenbaumeister Adalbert Hartmannsgruber aus Bad Endorf.
Nun trug unsere Kassiererin Frau Barbara Herzinger in gewohnter Weise den Kassenbericht vor, die Kassenprüfer bescheinigten ihr eine einwandfreie Führung unserer Finanzen und konnten die komplette Vorstandschaft Entlasten.
Der Wahlausschuss bestand aus Josef Fischer, Vachendorf und Sigi Strohhammer aus Haslach.. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender weiterhin Pfarrer Konrad Kronast, Übersee
2. Vorsitzender Heinz Göppelhuber, Kolbermoor
Kassiererin, Barbara Herzinger, Chieming
Schriftführerin, Evi Forster, Tittmoning

Dazu noch 4 Beisitzer:

ϯ Elisabeth Schachner, Tittmoning
Elfriede Göppelhuber, Rosenheim
Dr.Josef Abtmeier, Rosenheim
ϯ Christian Günther, Fridolfing
(nicht auf dem Bild unten)

Nachdem sich als Kassenprüfer Frau Waltraud Mörtl, Bergen und Herr Josef Fischer, Vachendorf nicht mehr zur Wahl stellten, mussten auch diese Positionen neu besetzt werden, unsere neuen Kassenprüfer sind Frau Mathilde Stadler und Frau Helga Gruber, beide aus Piding.
Unser Neumitglied; Direktor des Studienseminars; Herr Markus Moderegger sagte in seiner Ansprache wie wichtig es ist in heutiger Zeit ist, nicht nur musikalisch, sondern auch handwerklich die Seminaristen in ihren Fähigkeiten zu unterstützen und ihre einzelnen Talente zu fördern. Es besteht bereits grosses Interesse an Kursen zum Krippenbau oder dem Figurenbekleiden, die auf alle Fälle heuer noch durchgeführt werden.
Die Mitglieder äusserten keine Wünsche oder hatten Anträge, so gab unser 1.Vorsitzender Pfarrer Konrad Kronast noch die bereits ausgemachten Termine für 2010 bekannt.
Am 27.03./31.03.2010 und am 05.04.2010 findet wieder eine österliche Ausstellung mit Führung im sakralen Museum in der St.Pankratius Kirche In Reit im Winkl statt. Die Führung übernehmen wieder unsere Mitglieder Helga und Georg Beilhack.
Am Mittwoch, 19.Mai 2010 um 19.00 Uhr findet an der Fischerkapelle in Übersee-Baumgarten(Chiemsee-Seite) unsere Maiandacht statt.
Am Samstag , 12.Juni 2010 fahren wir nach Göttweig in die Wachau. (Siehe gesonderte Ausschreibung).
Der alte und neue 1.Vorsitzende verabschiedete die Versammlung und wünschte allen einen guten Nachhauseweg.

05.03.2010 Text und Foto Heinz Göppelhuber


Elfiede Göppelhuber,Dr.Josef Abtmeier, ϯ Elisabeth Schachner,Pfarrer Konrad Kronast, Evi Forster, Heinz Göppelhuber, Barbara Herzinger

Osterausstellung der Pfarrei Reit im Winkl 2010


Auch heuer führte unser Mitglied Georg Beilhack, der 24 Jahre Mesner in der Kirche St. Pankratius in Reit im Winkl war, durch die Ausstellung im sakralen Museum mit der Besonderheit, dem äußerst wertvollen Heiligen Grab, das im Jahr 2007 zum letzten mal in der Pfarrkirche aufgebaut worden war und eine österliche Sonderausstellung des Vereins für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach.
Über die schmale hölzerne Stiege über die Empore führt der Weg hinauf in den Kirchenspeicher, der große hoch aufragende Dachgeschossraum über dem Kirchenraum, beherbergt das heilige Grab, daß im Jahr 2006 vom Kirchenmaler Heinz Stein aus Inzell renoviert wurde, und seinen festen Platz im sakralen Museum gefunden. Es gehört zu den letzten noch aufgebauten Gräbern im Chiemgau.


17.09.2010 Heinz Göppelhuber

Unsere diesjährige Winter - Krippenfahrt ..


+ Franz Lenz

führte uns bei zunächst trübem, dann aber herrlichem Sonnenschein, am 16. Januar 2010 zu einigen interessanten Krippendarstellungen ins Salzachtal. Weit über das Fassungsvermögen des Autobusses waren die Anmeldungen und so fuhren mehrere Interessenten mit ihren Privatautos die Strecke mit. Wie immer, wurde in Rosenheim gestartet und der Rest der Teilnehmer stieg dann noch in Traunstein zu. Nach einer dreißig minütigen Fahrt durch eine schneereiche schöne winterliche Landschaft trafen wir in Pietling ein und unser Vereinsmitglied + Franz Lenz erklärte uns in seiner begeisterten Art die gut renovierte Kirche St. Martin und die sehr interessante Krippe von ungefähr 1770, die aber zunächst verschollen war und 1993 ihre erste (Wieder)Aufstellung mit 50 Figuren erlebte.

Bildergalerie I St.Martin Pietling


Bildergalerie II St.Martin Pietling


Bildergalerie III St.Martin Pietling

 

Unser nächstes Ziel war dann
Tittmoning. Bevor wir vom Parkplatz an der Burg aus den kleinen Spaziergang zu Wallfahrtskirche Maria Ponlach antraten, begrüßte uns der Bürgermeister der Stadt, Konrad Schupfner und war begeistert und erfreut, dass wir den Krippen-Sehenswürdigkeiten Tittmonings einen Besuch abstatteten. Unser Führer für die drei Objekte war der Pfarrsekretär und Messner Rainer Zimmermann, der uns mit viel Sachkenntnis und großer Begeisterung "seine" Objekte erklärte und vorstellte. Da besuchten wir zunächst die Wallfahrtskirche "Maria Brunn zu
Ponlach" die seit 1624 existiert, jedoch öfters umgestaltet und erweitert wurde. Besonders bekannt – bis zum heutigen Tag -  sind die beiden Heilbrunnen und das schöne Altarbild am linken Seitenaltar, dem sogenannten Weihnachtsaltar. Im hell erleuchteten Zentrum steht das barocke Gnadenbild von Maria Ponlach, das aus einer Salzburger Werkstatt stammt und um 1640 geschaffen wurde. Nach einem kleinen Fußmarsch besuchten wir das Heimathaus der Burg Tittmoning, das allerhand Sehenswürdigkeiten und Köstlichkeiten bietet. Unsere besondere Aufmerksamkeit galt der ehemaligen Fridolfinger Krippe vom Wagnerbauerhof. Diese Krippe war ursprünglich in einer zweistöckigen Klause beheimatet, die im Jahre 1854 am elterlichen Hof vom Sohn Thomas erbaut wurde. Die ursprünglich bewegliche Krippe wurde vom Erbauer in mehreren Jahrzehnten angefertigt. Nicht nur der riesige Krippenberg, sondern auch die geschnitzten Figuren. Seine Schwestern halfen ihm bei der Anfertigung der Bekleidung. Erst 1959 wurde die Krippe aufgegeben und an das Heimatmuseum Tittmoning überführt. Nach einer gründlichen Restaurierung wurde die Krippe ab 1978 wieder der Öffentlichkeit präsentiert.


Bildergalerie I Maria Ponlach bei Tittmoning


Bildergalerie II Maria Ponlach bei Tittmoning



Bildergalerie I Burg Tittmoning


Bildergalerie II Burg Tittmoning


In der Stiftskirche St. Laurentius befindet sich eine sehr imposante Krippe mit Figuren zwischen 50 und 90 cm, die zum Teil noch in Renovierung sind. Ein sehr großer Teil der restlichen Figuren befindet sich in einem Depot, weil der Restaurierungsaufwand zu groß wäre. Nun fuhren wir der österreichischen Grenze, entlang der Salzach, zum idyllisch gelegenen Gasthaus Tiefenau bei Burghausen und nahmen dort unser wohlverdientes Mittagessen ein.


Bildergalerie I Stiftskirche St.Laurentius Tittmoning


Bildergalerie II Stiftskirche St.Laurentius Tittmoning


Ortsheimatpfleger Wolfgang Hopfgartner

Und weiter ging’s 2 km zur ehemaligen Zisterzienserabtei Raitenhaslach. Für mich ein großes Problem, weil wir vom hoch engagierten Ortsheimatpfleger Wolfgang Hopfgartner so viele interessante und wissenswerte Dinge erfuhren, dass es unmöglich ist, von seinem enormen Wissensfundus nur annähernd zu berichten. Das begann bereits auf dem freien Platz vor der Klosterkirche, als wir über die Gründung 1146, das Leben im und um das Kloster, sowie die Auflösung 1803 (Säkularisation) und den Abbruch des größten Teils des ehemaligen Gebäudebestandes, erfuhren. In der Kirche selbst gab es dann noch verschiedene und hochinteressante Hinweise und Erklärungen. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert erhielt die Kirche – auch zum 600jährigen Ordens-Jubiläum – ihre heutige Form. Seit 1806 ist die Klosterkirche nun Pfarrkirche. Seit vielen Jahren befindet sich die große und historisch wertvolle Krippe von 1760 mit 28 Gliederfiguren aus Marienberg nun in der Pfarrkirche in Raitenhaslach, Anschließend besichtigten wir noch einige erhaltene Wirtschaftsgebäude und vor allem den Prälatenstock mit dem herrlichen Steinernen Saal, der bis zum heutigen Tag nie renoviert wurde und in hellen und leuchtenden Farben erstrahlt. Ebenso beeindruckten das Papstzimmer und einige weitere Räume, die privat bewohnt waren. Heute gehört der ganze Gebäudekomplex – außer der Kirche – der Stadt Burghausen, die die erhaltenen Gebäude vor einigen Jahren erworben hat.

Bildergalerie I Raithenhaslach


Bildergalerie II Raithenhaslach


Marienberg b.Raitenhaslach

Eine kurze Busfahrt brachte uns zur – wie sie damals hieß – zur „Leutekirche“ mit dem Dorffriedhof. Der Rundbau grüsst von einem Hügel hoch über dem Salzachtal weit in das Land hinein. Die zweitürmige Wallfahrtskirche Marienberg wird auch als eine der schönsten Rokokokirchen Bayerns genannt. Dass dieses kirchliche Schmuckstück Maria geweiht ist, wird schon beim Anstieg, der aus Wintergründen gesperrt war, über die 53 Stufen deutlich. Die ersten drei versinnbildlichen Glaube, Hoffnung und Liebe, die folgenden das Rosenkranzgebet. Nach einer abschließenden Führung, die uns wiederum Herr Hopfgartner sehr anschaulich erzählte, traten wir unsere Weiterfahrt an und verbrachten noch in fröhlicher Runde eine geraume Zeit im nahen Gasthaus Pirach, bei Kaffee und Kuchen. Nach diesem erlebnisreichen Tag fuhren wir im Bus und Privatautos nach Hause und kamen reich beladen mit vielen Eindrücken in Traunstein und Rosenheim wieder an.


Bildergalerie Marienberg


01.02.2010 Text ϯ Christian Günther Fotos: Heinz Göppelhuber

Bericht über den Festabend zum 20. jährigen Bestehen unseres Vereins


Am Freitag den 04.12.2009 kamen Mitglieder und geladene Gäste ins Studienseminar nach Traunstaun um am Festabend teilzunehmen.
Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Dekan Konrad Kronast, begann als erster Redner Seminardirektor Markus Moderegger.
Von einem „krippalen Infekt“, von dem man sich habe anstecken lassen, sprach er. Das Studienseminar sei die Herberge für den Krippenverein geworden. „Hier ist Platz für euch.“ Betonte er in seiner Ansprache.
Stadtrat Karl Schulz sagte in seiner Ansprache, daß In Traunstein die Krippen stets zuhause gewesen seien und das Geschehen von Bethlehem immer wieder im Chiemgau zu finden sei.
Die Krippe sei eine gefühlvolle Darstellung der Weihnachtsgeschichte, sozusagen visuelle Bibelsprache, weil es früher viele Analphabeten gegeben habe. „Auch heute gibt es viele, die die Bibel und ihre Geschichten nicht mehr kennen“.
Tittmonings Bürgermeister Konrad Schupfner hob die Bedeutung seiner Stadt als „Krippenort“ im Landkreis von überregionaler Größe hervor.
Das Wesentliche der Krippe hochzuhalten, dazu rief der Präsident des Verbands Bayerischer Krippenfreunde, Pfarrer Martin Martlreiter aus Dingolfing, auf. „Wir können den Weg des Glaubens auch ohne Krippe gehen, aber mit Krippe gehen wir ihn leichter.“
In seinem Festvortrag hatte Bruder Leopold erklärt, dass wir nicht dort angekommen seien, wo das Fest uns hätte hinführen müssen, nämlich ins „Mysterium“. Unsere Feste seien keine Kalendertermine, sondern Glaubensereignisse. Feste würden heute aber vom Mysterium zum Event. Der Krippenbau und die Krippenbetrachtung seien beileibe kein Zeitvertreib oder Luxusartikel, sondern Brauchtum, das die Seele brauche und sich von einer zu anderen Generation vererbe.
Der Festabend wurde musikalisch von der St. Leonharder Stubnmusi am Wonneberg gestaltet.
Nach den Festreden verabschiedete Dekan Konrad Kronast die Festversammlung und bedankte sich beim Organisator des Festabends ϯ Christian Günther und der Stubnmusi. Anschließend wurde ein vorzügliches warmes und kaltes Büfett serviert, das von den Mitarbeitern der Seminarküche vorbereitet wurde.

22.01.2010 Heinz Göppelhuber

Bericht über die Fahrt zur Landestagung nach Regensburg..


Auch heuer fuhren wir bereits am Freitagnachmittag mit unserem Vorsitzender Herr Dekan Konrad Kronast, 6 Mitgliedern der Vorstandschaft und 5 Vereinsmitgliedern mit dem Bus nach Regensburg, zur 78. Landestagung des Verbandes Bayerischer Krippenfreunde. Unser Hotel „Kaiserhof“ lag direkt gegenüber dem Dom. Nach der Zimmerverteilung gingen wir zum Abendessen in den Bischofshof, dort trafen dann auch das Ehepaar Schneider aus Reitmehring und Ehepaar Ram aus Bad Aibling zu unserer Gruppe und wir verbrachten einen gemütlichen Abend bei interessanten Gesprächen. Die Selbstfahrer erzählten uns dabei schon von der großartigen Krippenausstellung im Historischen Museum die bereits am Nachmittag um 16.00 Uhr feierlich eröffnet wurde.
Am Samstag begann um 10.00 Uhr im Kolpinghaus die feierliche Eröffnung der 78.Landestagung. Der Posaunenchor St.Lukas von der evangelischen Gemeinde begrüßte musikalisch die zahlreich angereisten Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und Südtirol. Der Vorsitzende der Regensburger Krippenfreunde Herbert Seitz hieß alle Mitglieder und Ehrengäste Willkommen, einen besonderen Gruß richtete er an die Gäste aus der Schweiz und an Frau Andergast-Graf aus Bozen vom Krippenmuseum Kloster Muri Gries. Sichtlich erfreut waren alle, daß der vorherige Landesvorsitzende Thomas Frauenlob aus Rom angereist war. Papst Benedikt der XVI. ist ein großer Krippenfreund und mit Regensburg sehr verbunden. (Wahrscheinlich wäre er, wenn es leichter ginge, selber gerne gekommen) In Vertretung des Oberbürgermeisters Hans Schaidinger sprach Herr Stadtrat Norbert Hartl die Grussworte der Stadt. Daß nach 30 Jahren die Landestagung wieder in der Weltkulturerbestadt stattfindet, freue er sich sehr. Bereits zur Zeit der Geburt des Gottessohnes siedelten schon die Römer in Regensburg. Krippen werden vielseitig gebaut, z.B. orientalisch oder heimatlich, aber meist in vertrauter Umgebung aufgebaut. Auch in Zeiten der modernen Medien, strahlen auch heute noch die Kinderaugen, wenn sie vor einer Krippe stehen, gerade deshalb darf die Darstellung der Weihnachtsgeschichte nicht verblassen.
Zwischen den Grussworten erfreute uns der Posaunenchor St.Lukas mit wunderschönen Weisen.
Herr Präsident Martin Martlreiter begrüßte zum erstenmal als Landesvorsitzender die Krippenfreunde zur Tagung im Kolpinghaus. Daß die Tagung heuer erstmalig gleich im Anschluß an die Eröffnung um 11.00 Uhr begann war sehr angenehm und sollte in Zukunft, wenn möglich, beibehalten werden. Herrr Martin Martlreiter bedankte sich, daß die Regensburger Krippenfreunde die Tagung gern ausgerichtet haben. „GLORIA“ der Gruß der Krippenbauer paßt besonders in diese Stadt, lebten doch einige große Persönlichkeiten hier, wie Bischof Emmeran, Albertus Magnus um nur einige zu nennen. Krippenfreunde sind keine Exoten, sie stehen in der Mitte des Lebens.
Ehrenpräsident Thomas Frauenlob freute sich, daß er kommen konnte, denn er schätzt die Regensburger Krippenfreunde besonders, ist es doch eine Wertschätzung, diese Tagung hier abzuhalten, da von der „Alten Kapelle“der Ursprung des Christentums in Bayern ausging.

[Die bayerischen Herzöge der Agilolfinger hatten in der Mitte des ersten Jahrhunderts eine Marienkirche am Alten Kornmarkt erbaut. Die Alte Kapelle, so wurde sie genannt, war die" erste aller Kirchen Bayerns" (mittelalterliche Urkunden). 875 errichtete Ludwig der Deutsche auf diesem Platz eine große repräsentative Marienkirche, die er als Pfalzkapelle (Hofkirche) nutzte.
Ein Priesterkollegium wurde zum Dienst an dieser Kirche bestellt. Nach seiner Wahl und Salbung . zum König des Reiches (1002) wählte Heinrich II die Alte Kapelle in Regensburg zur Pfalzkapelle. Abgesehen von einer Erweiterung des Baues in der Gotik bestehen der Kirchenbau und das Kollegiatstift bis auf den heutigen Tag.]

Quelle: aus dem Kirchenführer der Alten Kapelle

Pünktliche um 11.00 Uhr begann die Mitgliederversammlung, dazu begrüßte der Präsident Martin Martlreiter den ehemaligen Oberkirchenrat Dr.Theodor Glaser und Herrn Wilfried Kuntke. Er dankte nochmals allen Krippenfreunden die bereit waren und weiter bereit sind, die Landestagung auszurichten. Sein Respekt dafür gilt allen Ortsvereinen die alle Jahre die Pflege des Krippenbaues weitergeben. Es ist die schönste Idee die Geschichte des Evangeliums in Wort und Bild darzustellen.
Herr Guido Scharrer regte an, die Medien zu nutzen um besser an die Familien ranzukommen, der Landesverband möchte deshalb im Jahr 2010 einen „Medientag“ anbieten.
Nach den unumgänglichen Berichten des Geschäftsführers und Kassenprüfers konnte der Landesvorstand einstimmig entlastet werden.
Jetzt wurden die Ehrungen durchgeführt, Dr. Theodor Glaser bekam die Ehrenmedaille des Verbands Bayerischer Krippenfreunde e.V. verliehen. Die Laudatio hielt Herr Peter Riolini aus Augsburg. Dr. Theodor Glaser bedankte sich für diese Ehrung und stellte in seine Ansprache folgendes fest: Gerade in der Ökumene sei die Krippe verbindend. Krippenwege sind kleine ökumenische Schritte in heutiger Zeit und geben missionarische Kraft zum Wohle dieser Welt. Das Wichtigste an den Krippen sind nicht die großen Krippen, egal ob orientalisch oder bairisch, die „Krippe in der Krippe“ droht zu verschwinden. Das Kleinste in der Krippe, dieses Kind ist das „Allergrößte“. Als Erwachsener hatte es ein Herz für Kinder und das ist gerade heute sehr wichtig. Diese Freude an der Krippe müssen Krippenbauer an die Kinder weitergeben, damit in dreißig oder vierzig Jahren die bayerischen Krippenfreunde auch noch bei Landestagungen zusammen kommen können.

[Herr Dr.Theodor Glaser brachte außer vielen anderen Büchern drei Bücher heraus, die sich mit der Krippe befassen.Bereits im Juni 1981 erschien im Rosenheimer Verlagshaus „Stille im Sturm“ – Betrachtungen zum Leben Jesu; zu Bildern aus der Jahreskrippe im Diözesanmuseum Brixen/Südtirol]

Auch Wilfried Kuntke freute sich über die Auszeichnung, die Laudatio für ihn hielt Marcus Geßner.

Besondere Wünsche und Anträge wurden nicht gestellt. Die nächste Landestagung wird im November 2010 vom Ortsverein Krumbach ausgerichtet. Krumbach liegt im Dreieck Augsburg, Ulm und Memmingen. Die Landestagung im Jahre 2011 wird vom Ortsverein der Klüsserather Krippenfreunde ausgerichtet, die 2010 ihr Haus der Krippen „Domus Praesepii" eröffnen.
Nach genau 1 ½ Stunden war das Programm der Mitgliederversammlung zügig durchgearbeitet.
Nach dem Mittagessen besuchten wir die wunderschöne, große Krippenausstellung im Historischen Museum. Um 16:30 Uhr feierten wir mit Herrn Weihbischof Reinhard Pappenberger und den anwesenden Priestern ein Pontifikalamt im Hohen Dom St.Peter, das musikalisch von den Regensburger Domspatzen gestaltet wurde. Der Dom war bis auf den letzten Platz gefüllt.

[Der Regensburger Dom St. Peter zählt zu den bedeutendsten Leistungen der Gotik in Bayern. Mit seinen weit sichtbaren Türmen ist der Dom Mittelpunkt der Stadt Regensburg. Eindrucksvoll sind die farbenprächtigen Glasfenster aus dem 13./14. Jahrhundert. Der Kreuzgang, einst Begräbnisstätte Regensburger Bürger und Domherren, wird vorrangig geprägt durch das gotische Kreuzrippengewölbe aus dem 15. Jahrhundert. Die Allerheiligenkapelle, Mitte des 12. Jahrhunderts von oberitalienischen Bauleuten errichtet, ruft Erinnerungen an Ravenna wach und kann auch mit einer Führung besichtigt werden. Der Regensburger Dom ist die einzige gotische Kathedrale Bayerns.]

Quelle: Kirchenführer Hoher Dom St.Peter Regensburg

Der Festabend im Kolpinghaus ließ den Tag im festlichen Rahmen ausklingen. Der Kinder- und Jugendchor Laudate, der Chor der Johann-Michael-Sailer-Schule Barbing und das Vokalensemble Cantico; insgesamt ca. 70 Kinder und Jugendliche führten ein neuzeitliches Weihnachtliches Singspiel für Chor und Solisten unter der Leitung von Frau Edeltraud Appel auf.Die Aufführung wurde von den jugendlichen Solisten; besonders die Darstellerin der Maria; hervorragend gespielt und gesungen.
Der Kolpingsaal war bis auf den letzten Platz belegt. Alle Veranstaltungen waren hervorragend organisiert, ein Vergelts Gott an alle die auf ihre Art mitgeholfen haben, daß wir die 78. Landestagung in Regensburg in guter Erinnerung behalten.

Auch am Sonntag erlebten wir noch einen musikalischen Hochgenuß. Das Luftwaffenmusikkorps 1 aus Neubiberg unter der Leitung von Herrn Oberstleutnant Hans Orterer und die Regensburger Domspatzen gestaltetet um 10:00 Uhr den Gottesdienst im Dom. Nach dem Mittagessen, erfüllt noch von den vielen schönen Erlebnissen und Begegnungen und der Feststellung Regensburg ist immer wieder einen Besuch wert, machten wir uns wieder auf die Heimreise. Unser Busfahrer Sepp brachte uns alle wieder wollbehalten an unsere Wohnorte Rosenheim und Traunstein zurück.

Bildergalerie Regensburg I


Bildergalerie Regensburg II


Bildergalerie Regensburg III

25.11.2009 Heinz Göppelhuber

Bericht über unsere Sommerfahrt nach Südtirol..


Blick auf Schloß Rodenegg (Rückseite) vom Garten aus.
am Samstag, 13. Juni 2009

ging die Fahrt auf der Autobahn durch das wunderschöne Inntal über Kufstein, Wörgl, Rattenberg, Volders, Hall in Tirol. Anschließend fuhren wir weiter, hinauf zur berühmten Europabrücke und durch das Wipptal, auf der Brennerautobahn zur ehemaligen österreichischitalienischen Grenzstation am Brennerpass.
Nun ging es wieder bergab und bald erreichten wir Sterzing, das uns zur rechten Seite lag. Das Tal wird immer enger und zu beiden Seiten begleiten uns die Südtiroler Gebirgszüge mit zahlreichen Burgen, Schlössern und Ansitzen. Vor uns liegt direkt die Festung Franzensfeste, durch deren Gelände wir fuhren. Wir befanden uns bereits im Eisacktal und verließen die Autobahn in Richtung Pustertal nach Mühlbach. Von dort aus waren es noch 5 km zum Schloss Rodenegg, unserem Hauptziel in Südtirol. Das Schloss wurde auf einer Felsnase, die auf drei Seiten steil zur Rienzschlucht abfällt, in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet und wurde im 16. Jahrhundert vergrößert und zu einem prächtigen Ansitz ausgebaut. Der Begründer der Linie Wolkenstein-Rodenegg war
Oswald von Wolkenstein. Seine Nachkommen sind noch heute im Besitz der Burg. Besondere Sehenswürdigkeiten: Die Iwein-Fresken aus dem Jahr 1230, die erst 1972 freigelegt worden sind, die Burgkapelle St. Michael, der Waffensaal, die Bibliothek, das so genannte "Lauterfresserloch" und der Schlossgarten.

 


Frau Christine Widmann

Von Frau Christine Widmann erhielten wir eine interessante
und ausführliche Führung. Anschließend nahmen wir bei der Familie Klöcker im Hotel Rodeneggerhof unser Mittagessen ein. Nach einer ausgiebigen Mittagspause fuhren wir weiter Richtung Nordtirol und begeben uns wieder auf die Inntalautobahn. Ein Kurzbesuch in der hochinteressanten Karl-Borromäus-Kirche in Volders, direkt an der Autobahn, bereicherte unsere Fahrt. Da es zeitlich möglich war, besuchten wir die herrliche Barockkirche der Benediktinerabtei Fiecht. Als letzten Ort unserer Fahrt
wurde noch die berühmte vierstöckige Wallfahrtskirche Mariastein besucht. Die Schlosskirche = Burgturm wurde Mitte des 14.Jahrhundert erbaut und im 15. Jahrhundert zur Wallfahrtskirche erhoben. Im obersten Stockwerk befindet sich die wunderbare Gnadenkapelle mit dem Gnadenbild um 1470.Dort hielten wir eine kurze Marienandacht.
Anschließend gingen wir noch zum nahen Mariasteiner Hof, und nahmen dort eine kräftige Jause ein.


Bildergalerie Schloß Rodenegg und Karl-Borromäus-Kirche in Volders


Bildergalerie Benediktinerabtei Fiecht und Wallfahrtskirche Mariastein

14.06.2009 ϯ Christian Günther

Osterausstellung der Pfarrei Reit im Winkl

Als ersten Höhepunkt zum 20 jährigen Bestehen unseres Vereins, zeigte unser Mitglied Georg Beilhack, der 24 Jahre Mesner in der Kirche St. Pankratius in Reit im Winkl war, in der Osterzeit im sakralen Museum zwei Besonderheiten, zum einen das äußerst wertvolle Heilige Grab, das im Jahr 2007 zum letzten mal in der Pfarrkirche aufgebaut worden war und eine österliche Sonderausstellung des Vereins für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach.
Über die schmale hölzerne Stiege über die Empore führte der Weg hinauf in den Kirchenspeicher oder besser, der große, hoch aufragende Dachgeschossraum über dem Kirchenraum, der früher einmal der Kirchenspeicher war. Jetzt beherbergt er eine Fülle sakraler Gegenstände: Krippen, Heiligenfiguren, Kelche, schwere Karfreitagsratschen, kunstvolle Monstranzen von Hausaltären, Heiligenstatuen, die Votivtafeln eines Kreuzwegs, verschiedenste Christusfiguren. Bei seiner Führung spürte jeder Besucher, daß Herr Georg Beilhack mit Leib und Seele „sein Museum“ ausgebaut und die jeweiligen Kostbarkeiten über Jahre hinweg zusammengetragen hat. Bei seiner Arbeit wurde er immer von Helfern unterstüzt.

Das heilige Grab, daß im Jahr 2006 vom Kirchenmaler Heinz Stein aus Inzell renoviert wurde, hat seinen festen Platz im sakralen Museum gefunden. Es gehört zu den letzten noch aufgebauten Gräbern im Chiemgau.

In der Sonderausstellung konnte Georg Beilhack, Dank der Leihgaben vieler Vereinsmitglieder, Osterschmuck und österliche Darstellungen zeigen.
Für die Dürchführung und Zusammenstellung dieser wunderbaren Ausstellung, die dem Betrachter die Exponate näher gebracht haben und die Hintergrundberichte die Helga und Georg Beilhack bei Ihren Führungen wußten, ein herzliches „vergelts Gott“, diese machten den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.


Bildergalerie Osterausstellung im Pfarrmuseum Reit im Winkl



06.05.2009 Heinz Göppelhuber

Osterausstellung 2009, Bild Georg Beilhack

Unsere diesjährige Krippenfahrt am 17. Januar


Brücke in Laufen über die Salzach nach Oberndorf

Fast vor unserer Haustüre, gegenüber von Tittmoning, Burghausen und Simbach, liegt das oberösterreichische Innviertel, das in vergangenen Zeiten zum Bistum Passau gehörte. Das wiederum reichte bis Wien und Budapest, wovon heute noch die St.-Stephans-Domkirchen an diesen Orten bis zum heutigen Tag Zeugnis geben. Bis 1719 (Frieden von Teschen) gehörte das ganze Gebiet des Innviertels zu Bayern. So versteht sich auch von selbst, dass neben vielen historischen Bauten und Kunstschätzen, prachtvolle Kirchen selbst auf den kleinen Dörfern - wenn auch manchmal etwas versteckt und abseits der Bundesstrassen - zu finden sind. Ausserdem für uns Krippler ein wahres Paradies von kleineren und großen Krippen. Und so suchte ich vier günstig gelegene Orte aus und wir starteten mit 50 Personen im Bus bei strahlendem "Rauhreif-Wetter" von Rosenheim und Traunstein unsere diesjährige Krippenfahrt. Die erste Station war Laufen an der Salzach. Dort besuchten wir in der ehemaligen Kapuzinerkirche eine wunderschöne Krippe, die nach Auflösung des Klosters 1994 von der bayerischen Kapuzinerleitung in Altötting der Pfarrei Laufen übereignet wurde. Das Ziel der Laufener Krippenfreunde, unter Franz Probst, ist es, eine möglichst bibelgetreue Jahreskrippe mit 23 Szenen aufzubauen.
Weiter ging es dann über die schönste Brücke Europas über die Salzach nach Oberndorf, Nußdorf am Haunsberg, vorbei am alterwürdigen Benediktinerstift Michaelbeuern nach Pfaffstätt bei Mattighofen.


Bildergalerie Krippe Laufen

 

Die Geschichte des Ortes ist unmittelbar mit dem Schloss Pfaffstätt und den "Herren von Pfaffstätt" verbunden. Die Pfarrkirche verfügt über eine aussergewöhnlich reichhaltige und interessante Weihnachtskrippe, die nicht einheitlich entstanden ist und noch 40 gekleidete und gefasste Figuren aus der Barockzeit besitzt. Mit 144 Einzelfiguren lassen sich insgesamt 15 biblische Szenen darstellen, die zusammen in einem prachtvollen Krippenberg aufgebaut werden. Liebevoll erläuterte uns das Mesnerehepaar Unrein einzelne Figuren und Darstellungen, die noch die grosse Szenerie der Dreikönige zeigte. Besonders beeindruckend war, dass gerade die Sonne so günstig stand und die Figuren in ein gleißendes Licht tauchte. Nach einem beeindruckenden Vortrag - auch über den Kirchenraum - überraschten uns die Mesnerleute noch mit einem Gloriawasser und kleinen gebackenen Kuchen, wie sie dann auch für das Festmahl der Hochzeit zu Kanaa in der Krippe verwendet werden.


Bildergalerie I, Führung Pfaffstätt


Bildergalerie II, Führung Pfaffstätt

 


Orgel in der Wallfahrtskirche Hart bei Pischelsdorf (Innviertel)

Unser nächstes Ziel war die Wallfahrtskirche Hart bei Pischelsdorf. Hier handelt es sich um die einzige Wallfahrtskirche in Oberösterreich, die dem Altarssakrament geweiht ist. Hinter dem herrlichen, barocken Hochaltar sind acht bemerkenswerte Tafelbilder, die die Entstehungsgeschichte der Wallfahrt zeigen. Die Gründung geht auf die Auffindung eines gestohlenen Ziboriums im Jahr 1490 zurück. Die Wallfahrt war so bedeutend, dass auch mehrere Gemeinden aus dem Rupertiwinkel jährlich nach Hart pilgerten. Die Altäre und die Kanzel stammen aus dem Jahr 1716 und sind, wie auch das schmiedeeiserne Gitter, Arbeiten aus Burghausen. Eine Orgel - neu restauriert - stammt aus dem Jahr 1642 und gehört zu den ältesten Orgeln in Österreich. Ebenso gibt es noch eine Glocke aus dem Jahr 1515. Neben der Ausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert, besitzt die Kirche eine wertvolle Kastenkrippe die, wie uns der Mesner Herr Heinzl in der Führung erzählte, aus der Steiermark stammt und schon sehr lange Zeit in Hart ist.

 


Pfarrkirche zu "Maria Himmelfahrt" in Neukirchen an der Enknach

Über Pischelsdorf machten wir uns wieder auf den Weg und nach einer wohltuenden mittäglichen Stärkung im Uttendorfer Braugasthof fuhren wir bei hellem Sonnenschein durch die wundervolle Rauhreif-Landschaft nach Neukirchen an der Enknach. Die pompöse Marienkirche mit ihrem 73 m hohen Spitzturmwurde 739 von Bischof Vivilo aus Passau geweiht und ist die älteste Marienkirche des Landes. Der zweischiffige gotische Bau entspricht der Burghauser und Braunauer Bautradition (siehe auch Heiligkreuz bei Trostberg!) Wie uns der umsichtige Krippenbetreuer, Herr Schrems, erklärte, birgt die Kirche ein Relief (Teil eines Altares) das den Tod Mariens darstellt und an die ehemalige gotische Innenausstattung erinnert. Die jetzige stammt aus der Barockzeit und weist unter anderem Werke aus der Schwanthaler-Werkstatt (um 1710) auf. Das Bild des Hochaltares zeigt Maria Himmelfahrt (Patrozinium) und stattliche Figuren der heiligen Barbara und Katharina. Im Chorgestühl auf der linken Seite finden wir Wappen und Namen der Truchtlinger = Truchtlachinger, Pienzenauer, Eitzinger, Terringer (Törring) und Heinrich von Bambach, der Pfleger in Tros(t)berg-Bayern war. Alle hatten mit den Herren Apfenthaler zu Neukirchen zu tun. Wegen der Enge des Raumes zeigte uns Herr Schrems in drei Gruppen die große Krippe, die in einer Seitenkapelle aufgestellt ist und zur Zeit den prunkvollen Einzug und die Anbetung der Dreikönige mit Gefolge zeigt, während auch im seitlichen Teil das alte Testament mit Adam und Eva im Paradies dargestellt sind. Diese Krippe entstand über mehrere Jahrhunderte hinweg und hat deshalb verschiedenste Arten von Figuren. Auffallend ist, dass die biblischen Figuren orientalisch, während die nicht biblischen heimatlich bekleidet sind. Die ältesten Teile stammen aus der Zeit um 1730 und wurden kürzlich renoviert. Auch die Häuserkulissen wurden teilweise vor einigen Jahren neu gefertigt. Die Krippe hat 130 menschliche und 50 tierische Figuren. Wie auch an den anderen Orten wurden von den jeweiligen Führern noch viele Fragen aus der interessierten Teilnehmerschar beantwortet.


Bildergalerie Neukirchen an der Enknach

 

Die Hofmark Neukirchen gehörte seit 1671 dem Augustiner-Chorherrenstift Ranshofen, das wir nun als nächstes Ziel besuchten.
Die mächtige, ausladende Stiftsanlage beherbergt heute mehrere profane Betriebe und örtliche Behörden. Bereits 996 kamen Benediktinermönche aus Niederalteich und 1125 wurde das Augustiner-Chorherrenstift gegründet, das bis zur Säkularisation wegen seiner Leistungen auf religiösem, karitativem, künstlerischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet eines der bedeutendsten Zentren des gesamten Gebietes war. 1779 kam das Innviertel zu Österreich und wird 1810 durch Napoleon dem Königreich Bayern zugesprochen. Seit der Auflösung des Stift 1811 sind fast alle Kunstschätze in aller Welt zerstreut. Auch eine große Krippe wurde das Opfer und so existiert heute nur noch ein kleiner Ersatz. Von 1695 - 1698 erfolgte die Barockisierung der Stiftskirche (heutige Pfarrkirche) und wurde mit reichhaltigem, vergoldetem Schmuck ausgestattet. Die Fresken der Kirche schuf ein Laienbruder aus dem Stift Höglwörth. Die Altäre sind mit reicher "Akanthusornamentik" gestaltet; die sechs Seitenaltäre führen den Besucher wie eine "Prunkstraße des Akanthus" nach vorne zum Hochaltar. Selbst die Wangen der Betstühle sind mit verschieden artigen Akanthus-Motiven ausgestattet. Fast die gesamte Innenausstattung der Kirche ist bis zum heutigen Tag - ohne Renovierung - noch im Orginal erhalten. Besonders beeindruckend ist auch das schmiedeeiserne Gitter der Rosenkanzkapelle, so wie die sehr seltenen, aufklappbaren Tauftische beim Kircheneigang und am Taufstein. Bei all diesen wunderbaren Gegenständen und vielen Kunstwerken - die hauptsächlich von einheimischen Handwerkern stammen - kommt der zweite Teil unseres Vereinsnamens: "für religiöse Volkskunst" besonders zur Geltung.
Nach sonnigem aber doch kaltem Wetter freuten wir uns alle über die gemütliche Wärme und die bekömmliche "Jause" in der Schloßtaverne. Nach dem gemütlichen Beisammensein, traten wir, beeindruckt von all dem Gesehenen und Erlebten, in nebliger Irrfahrt die Heimreise an.

Bildergalerie Ranshofen

25.01.2009 ϯ Christian Günther

77.Landestagung der Bayerischen Krippenfreunde am 08. November 2008 in Freystadt.


Bereits am Freitag den 07.11.08 sind unser Vorsitzender Herr Pfarrer Konrad Kronast mit 5 Vorstandsmitgliedern und 2 Krippenfreunden nach Freystadt gefahren. Das Ehepaar Schneider aus Reitmehring war bereits mit ihrem Wohnwagen angekommen. Keiner von uns kannte bis zu diesem Tag „Freystadt“. Um so erstaunter waren wir, als wir durch eines der zwei Stadttore auf den großzügigen Marktplatz kamen. Mit sichtbarem Selbstverständnis fügt sich Haus für Haus, Baudenkmal oder Nutzobjekt in ein historisches Gesamtgefüge und ist dabei modern und funktionell.Bei der ganzheitlichen Stadtsanierung war es den Stadtvätern und Bürgern wichtig, das Stadtbild und die Substanz so zu erhalten, daß es Besuchern und Nachgenerationen liebens-und lebenswert erhalten bleibt.
Der Stadtplatz ist der markanteste im süddeutschen Raum, nur schade, daß er keine Fußgängerzone ist. Im Hotel (nur für eine Nacht) verbrachten wir einen gemütlichen Abend. Nachdem wir nicht die einzige Gruppe waren, die bereits am Freitag angereist ist, fanden schon hier einige Gespäche unter Kripplern statt.

 


Dekan Konrad Kronast beim öffnen des Baumstamms.
Nachdem wir am Samstag in der Früh unsere Tagungsunterlagen erhalten haben, nutzten wir die Zeit bis zur Eröffnung, uns die Krippen, Klosterarbeiten und diverses Zubehör für den eigenen Krippenbau anzuschauen oder zu kaufen. Den Schnitzer Albert Walter konnte man bei der Arbeit zuschauen und seine aufgestellten Exponate bestaunen. Sein beindruckendes Werk war ein entrindeter Baumstamm. Aber er barg eine grosse Überraschung. Öffnerte man den Stamm mit seinem gegenüberliegenden Türen, lächelte uns eine männliche Figur an, ebenso auf der anderen Seite. Wer waren die beiden Herren? Da kam der Schnitzer zu uns und klärte das Geheimnis. Auf der einen Seite war an der Innenseite der Tür die Kuppel von St.Peter in Rom und die Kirche St.Oswald von Traunstein und der Herr im Stamm auf dieser Seite war Papst Benedikt XVI.. An seiner Rückseite sein Bruder Georg Ratzinger mit den in der Türe eingeschnitzten Regensburger Domspatzen. Ein Handwerker und Künstler der aus einem großen Glauben seine Kunstwerke schafft.
Bei dieser Gelegenheit erwarb der Krippenverein einen sogenannten Zwickmaster, eine Maschine mit der je nach Vorsatzmesser Holz oder Stein von Hand bearbeitet werden kann.
Diese Maschine möchten wir bei unseren Kursen an Schulen oder Kindergärten zum Einsatz bringen.
Nebenbei konnten wir uns noch mit Kaffee und frischen Brezn stärken.

Bildergalerie Schnitzer Albert Walter

 

Mäuschenstill wurde es, als der Beginn der Tagung vom Vocalipur Chor eröffnet wurde. Als 1.Präsident des Landesverbandes begrüßte Pfarrer Thomas Frauenlob nach 10 jähriger Amtszeit zum letztenmal die zahlreichen Krippenfreunde aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihm folgten die Grussworte vom 1.Vorsitzenden der Krippenfreund Freystadt, Erhard Benz. Er wünschte den Tagunsteilnehmern einen interessanten Tag im Wallfahrtsort Freystadt.
Bürgermeister Willibald Gailler freute sich, daß durch das außerordentliche Engagement der Freystädter Krippenfreund es möglich wurde die Landestagung hier abzuhalten. Freystadt ist am 08.11.08 der Mittelpunkt der Krippenfreunde und eine Anerkennung für den Verein. Krippenbauen ist Gestalten des Weihnachtsgeschens mit Hirn, Herz und Verstand. Es ist eine phantasievolle Umsetzung der Geburt Christi. Krippen haben die christliche Welt erobert vom glanzvollen Kunsthandwerk bis zum bescheiden gebauten Kripperl in den Wohnungen.
Der Krippenverein Freystadt, der im Mai 2002 gegründet wurde, ist immer noch der einzige Krippenverein im Bistum Eichstätt. Die Mitgliederzahl hat sich mittlerweile auf 52 Personen erhöht. Nach zahlreichen freiwilligen Arbeitsstunden bei der Sanierung des Franziskanerklosters in Freystadt fand der Krippenverein als Dank für die mühevolle Arbeit im Kellergewölbe des Klosters neue Räume für eine Werkstatt und ein Vereinsheim.
Landrat Albert Löhner wünschte einen guten Verlauf und allen Teilnehmern interessante Begegnungen im Landkreis. Zwischen den Grussworten vom Stadtpfarrer und Guardian des Franziskanerklosters Pater Amadeus, der in seiner Ansprache erinnerte, daß gerade die Fransiskaner in der langen Tradition des Krippenbauens stünden, so werde ihr Ordensgründer, der heilige Franziskus, als „Vater der Krippe“ angesehen und der Begrüßung durch den 2.Landesvorsitenden Johann Dendorfer brachte der Vocalipur Chor noch einige Stücke zum Besten.

Nach dem Festakt war Zeit die sehr sehenswerte Ausstellung im Kellergewölbe des Franziskanerklosters zu besichtigen, hier herschte eine eigene heimelige Athmosphäre, für eine Krippenausstellung wie geschaffen. In einen eigenem Raum waren wertvolle Klosterarbeiten zu betrachten. Weitere Krippen waren in der Pfarrkirche St.Peter und Paul in der alten Knabenschule und in der Klosterkapelle ausgestellt. Zum Mittagessen trafen wir uns nochmal im Übernachtungshotel.

Bildergalerie Kellergewölbe Franziskanerkloster


Bildergalerie St.Peter und Knabenschule


Bildergalerie Knabenschule

 


Stadtplatz in Freystadt

Im Spitalstadl begann um 14.oo Uhr die Landestagung. Verbandspräsident Thomas Frauenlob sprach in einem geistlichen Wort zu Beginn den Wertewandel in der heutigen Zeit an. Krippen werden heute als Geldanlage und Sammlerstücke gekauft und verlieren dabei ihren Sinn, Krippen sind keine Ware. Ihr ideeller Wert ist wichtig. Sie bringt ein Glaubensbild in die Familie und in die Welt, Krippen sind Schätze deren Wert nicht vergeht, Krippenfreunde sollen das Thema des Weltkongresses in Augsburg immer wieder für sich und in die Krippenpflege vor Augen haben: „Gott wird Mensch“ – das ist der Kern unseres Glaubens.
Herr Johann Dendorfer berichtete, 13 Nationen waren am Weltkrippenkongress beteiligt und er hat zwischenzeitlich mehrere Dankschreiben aus aller Welt erhalten.
Die Mitgliederversammlung lief nach Tagesordnung zügig ab. Notwendige Satzungsänderungen wurden zugestimmt. Vor den Neuwahlen wurden mehrere Personen für Ihre Mitgliedschaft geehrt. Höhepunkt war eine Frau die persönlich für ihre 85 jährige Mitgliedschaft eine Urkunde und die Anstecknadel rüstig entgegen nahm.

 


Der neue Verbandspräsident, Pfarrer Martin Martlreiter aus Dingolfing
Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:

1.Verbandspräsident (Nachfolger von Thomas Frauenlob) ist Pfarrer Martin Martlreiter aus Dingolfing

2. Präsident wurde Herr Peter Reuß aus Altdorf bei Nürnberg

3. Präsident wurde Klaus Porten aus Klüsserrath

Alle weiteren Ergebnise werden im nächsten Krippenfreund veröffentlicht.

 


Pfarrer Thomas Frauenlob, Landesvorsitzender 1998-2008
Zum Schluß gab Pfarrer Thomas Frauenlob einen kurzen Rückblick auf seine 10 jährige Amtszeit.
1998 wurde er in Altötting als Nachfolger vom Prälat Erich Lidl gewählt. Seine persönliche Art hat dem Landesverband und den Ortsverbänden sehr gut getan. Seine Begeisterung für die Krippe hat den einzelnen Vereinen immer Mut gemacht, daß es sich lohne dafür zu arbeiten, daß Krippen eine Perspektive haben. Er habe keine Vereinsmeierei erlebt, zu den Versammlungen sei er gerne gekommen. Sein Dank geht an die Vorstandschaft, es herschte stets eine gute Atmosphäre, mit dem Herzen wird er auch in Zukunft dem Krippenverein verbunden bleiben.
Die neuen Vorstände luden ihn gleich für 2009 am 14. November nach Regensburg ein,(nächste Landestagung) und meinten bei Regensburg könnte sein „Chef“ nicht NEIN sagen.

 


Wallfahrtskirche MARIA HILF in Freystadt/Opf.

Um 17.00 Uhr feierten wir in der wunderbaren Wallfahrtskirche MARIA HILF in Konzelebration der anwesenden Priester die heilige Messe. Festpredigt hielt nochmals Pfarrer Thomas Frauenlob. In seiner Ansprache machte Frauenlob deutlich, dass heutzutage vieles nur Show sei. Wenn man hinter die Fassaden schaue, stecke oft nicht viel dahinter. "Lassen wir uns nicht täuschen, sondern bauen wir auf ein festes Fundament und das findet sich in der Krippe wieder", sagte er. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von den Freystädter Sängern, der Schwarzachauer Saitenmusi und der Blaskapelle Thannhausen, die nach der Messe die Besucher vor der angestrahlten Kirche mit Musik zur Stadthalle begleitete.

 

Nach dem Abendessen begann um 20.00 Uhr ein Oberpfälzer Heimatabend. In der Mehrzweckhalle führte Michael Pröbster durch den Oberpfälzer Heimatabend. Mit von der Partie waren hier auch die Grenzgänger, die Volkstanzgruppe Freystadt und die Möninger Kerwa Buam.

Bildergalerie Heimatabend

Nach der Veranstaltung gegen 22.00 Uhr fuhren wir mit dem Bus der Firma Hausladen heim. Mondhell wars, fast kein Verkehr auf der Autobahn und so waren wir nach 2 Stunden bereits in Rosenheim angekommen. Sicher fuhr Herr Hausladen auch den Rest der Vorstandschaft wieder zurück nach Traunstein.

Dem noch jungen und kleinen Verein in Freystadt kann man nur Hochachtung aussprechen, so eine Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen. Uns hat Freystadt sehr gut gefallen!

17.11.2008 Heinz Göppelhuber

Ausstellung im Museum im Heimathaus Traunstein


Als Einstimmung auf die Weihnachtszeit bot sich in Traunstein nicht nur ein Rundgang über den Christkindlmarkt an, sondern auch ein Besuch der Krippenausstellung, die als Begleitprogramm im Heimathaus gezeigt wird.
Im Stadt- und Spielzeugmuseum der Stadt waren bis 23. Dezember Exponate aus der Sammlung von Hella Erdmann zu sehen. Vor vier Jahren hat sie damit begonnen, Miniaturkrippen aus aller Welt zu sammeln. «Kleine Sachen haben mir schon immer gut gefallen», sagte die Rosenheimerin.
Auf mehr als 600 Stücke ist ihre Sammlung bis heute angewachsen - 400 davon präsentierte sie in Traunstein der Öffentlichkeit. «Ich möchte, dass die Menschen wieder an das richtige Weihnachten denken - an die Nacht von Bethlehem.»
Die Ausstellung in Traunstein war nicht vergleichbar mit anderen Krippenausstellungen. Das Spektrum dieser einzigartigen Sammlung reichte von qualitativ hochwertigen Kunstwerken über Laienarbeiten von Naturvölkern bis hin zu industriell gefertigter Massenware. In den Vitrinen mischte sich Kitschiges mit Kuriosem und Kunstvollem, gefertigt aus den unterschiedlichsten Materialien wie Holz, Stein, Papier, Metall, Porzellan oder Kunststoff.
Im Mittelpunkt der Krippenausstellung stand eine Vitrine mit dem Imitat eines Fabergé-Eis aus 14 Karat Gold. Hella Erdmann hat es aus den USA bekommen.

Am 21.04.2013 ist Frau Hella Erdmann im Alter von 91 Jahren friedlich verstorben. Ewige Ruhe schenke ihr, o Herr!
Und das ewige Licht leuchte ihr! Lasse sie ruhen in Frieden.
Amen.


30.12.08 Heinz Göppelhuber

Unserer diesjährige Sommerfahrt..

fand aus terminlichen Gründen bereits am 24. Mai 08 statt und führte uns dieses Mal in den Böhmerwald. Besonders interessant schien die Fahrt auch für einige Mitreisende zu werden, denn wir kamen in Gebiete, die einmal ihre Heimat gewesen sind. In einer zweimaligen Vorbereitungsfahrt hatte ich die Route "ausgekundschaftet" und nun wurde sie durchgeführt. Bereits um 5 Uhr starteten wir bei strahlender Morgensonne in Rosenheim und um 6 Uhr war dann der Bus in Traunstein voll besetzt. In froher Laune ging es dann nach einer kleinen Frühstückspause in den herrlichen Frühlingstag hinein, in Richtung Passau. Vom Bus aus konnten wir entlang der Donau die herrliche Kulisse der Stadt, des Domes, des Rathauses, der Studienkirche, die Niedernburg-Kirche mit dem Grab der hl. Gisela, St. Paul und auch die Wallfahrtskirche Mariahilf auf dem Berg betrachten. Zur Linken zog sich das Areal der Veste Oberhaus hin. An diesem Samstagmorgen hatten wir auf der ganzen Strecke - auch später im böhmische Gebiet - mit nur einem ganz kleinen Verkehrsaufkommen zu tun. Bald erreichten wir den Grenzübergang Philippsreuth/Strasnice. Eigentlich ganz eigenartig: ohne jede Grenzkontrolle, keine Polizei auf beiden Seiten. Nicht auszudenken, wenn man sich an die komplizierten und oft eigenwilligen Schikanen der verflossenen Zeit erinnert.


Tusset Kapelle Philippsreut

Dann lag vor uns, auf der Südseite, die herrliche Landschaft um den Moldaustausee (Lipno - Lippener See) der 40 km lang und an manchen Stellen 16 km breit ist. Er wurde erst 1950 - 1959 als grösster Bergstausee Böhmens erbaut und dient einem unterirdischen Elektrizitätswerk. Mehrere Dörfer mussten "verschwinden" und deren Einwohner wurden an den Ufern neu angesiedelt. Gut kann man sich vorstellen, dass die Wasserfläche mit fast 5000 Hektar das grösste Erholungsgebiet der Tschechischen Republik ist und auch sehr gerne von Anliegern aus Bayern und Österreich besucht wird. Stellenweise begleitete uns der 52 km lange Schwarzenberger-Schwemmkanal, der eigens zum Transport des Schwemmholzes aus dem Böhmerwald, vom Nordhang des Dreisesselberges, vom Ing. Joseph Rosenauer in den Jahren 1787 - 1822, erbaut wurde. Also eine Verbindung nach Bayern, von der Moldau zur Donau. Die weitere Fahrt führte uns noch vorbei an dem idyllisch gelegenen - einmal weltberühmten - Passionsspielort Höritz (Horice). Ehemals ein Besitz der Wittigonen. Eine berühmte Passionsspiel-Tradition ("Böhmisch Oberammergau") lockte viele Besucher aus aller Welt in diesen Böhmerwaldort. Immerhin hatte das Festspielhaus 2000 Sitzplätze zu bieten. Leider kam dann die Unterbrechung durch den zweiten Weltkrieg und vor allem durch die kommunistische Herrschaft. Das Festspielhaus diente als Lagerhalle, militärischer Schiessplatz und wurd dann später ganz abgerissen. Tschechische Neuansiedler bemühten sich 1989 um die Wiedererweckung der alten Tradition und so begannen die "neuen" Festspiele im kleineren Rahmen (520 Sitzplätze in einem umfunktionierten Amphitheater 1993 wieder neu. Grosses Aufsehen in aller Welt bewirkte die Verfilmung der "alten" Höritzer Passion in Amerika.


Abschnitt des Schwarzenberger-Schwemmkanals

Bald erreichten wir Eleonorenhain (Lenora), das vor vielen Jahrzehnten die als erste böhmische Glasprodukte in die Welt verschickte. Heute gibte dort noch eine staatliche Glashütte und ein hoch interessantes Glasmuseum. Auch der Dichter und Komponist des Liedes "Tief drin im Böhmerwald" stammte von dort und er schuf dieses Lied, als er um 1920 wegen Arbeitsmangel nach Italien auswanderte. Bald erreichten wir dann Wallern (Volary) in dem es noch heute einige schöne Holzhäser im alpenländischen Stil gibt. Nord- und Südtiroler Schnitzer wanderten dorthin aus und erbauten sich diese Häuser. Immer begleitete uns die noch winzige "warme" Moldau, deren Quelle sich ja im bayerischen Haidmühle befindet. Dort entspringt sie auf einer Wiese, darum wird sie dort auch die "grasige" Moldau genannt. Der zweite Quellbach, die "kalte" Moldau entspringt im Böhmerwald und beide Quellbäche vereinigen sich dort, wo heute der Moldau-Stausee ist (Komposition "Die Moldau" von Friedrich Smetana). Auf der Fahrt durch die herrliche Frühlingslandschaft mit vielen noch blühenden Wiesen und Bäumen erreichten wir dann Oberplan (Horni Plana), die Heimat des berühmten Böhmerwalddichters Adalbert Stifter. Sein Geburtshaus ist heute ein gern besuchtes Museum.


Stifterhaus

 


Kirche von Maria Gojau
Gegen 10.30 Uhr erreichten wir unser Hauptziel: Maria Gojau (Kajov), eine äusserst beeindruckende barocke Marien-Wallfahrtskirche, seit einigen Jahren wieder in der ursprünglichen Pracht renoviert. Die gesamte Anlage (mehrere Kapellen und zwei Wohnhäuser) wurde bereits um 1263 erwähnt und von den Zisterziensern aus der Abtei Goldenkron betreut. Nach der kommunistischen
Herrschaft im Land brach nicht nur das gesamte Glaubensleben zusammen, sondern durch Vernachlässigungen aller Art, wurde auch aus der gesamten Klosteranlage fast eine Ruine. Seit 9 Jahren betreuen 4 Schwestern von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern (Mutterhaus München) die Kirche und die kleine Gemeinde. Allmählich blüht die Wallfahrt wieder auf und es kommen viele Pilger aus Österreich, Bayern und auch bereits tschechische Gruppen sind dabei. Nach einer interessanten Kirchenführung durch Schwester Leonarda Seitz, feierten wir, zusammen mit einer weiteren Pilgergruppe aus Franken und Oberpfalz die heilige Messe. Fünf Konzelebranten, darunter unser 1. Vorsitzender Dekan Konrad Kronast, Geistlicher Rat Georg Zandl und Dekan Priska aus Krummau. Hauptzelebrant und Prediger war der Jungpriester Pater Dominik aus Wien. Die würdige Gestaltung durch einen mächtigen Gesang aller Pilger beeindruckte uns alle. Gegen Mittag sangen wir noch gemeinsam den "Engel des Herrn".

 


Turm der Kirche "St.Veit" in Krumau
Und wenn wir schon nur 5 km entfernt waren. so ging es dann am Nachmittag noch nach Krummau (Cesky Krumlov). Den vielen Schleifen des Moldaulaufes entsprechend: "Krumme Au". Faszinierten schon die verschiedenen prachtvollen Anlagen des Schlosses und der Burg, so begeisterte ebenso die Kulisse der Erzdekanalkirche St. Veit auf der gegenüberliegenden Anhöhe mitten in der Stadt. Krummau ist wieder ein herrliches Schmuckkästchen geworden und alle Mitreisenden haben es in der Zeit der freien Verfügung, auf ihre Weise genossen. Um 16.30 Uhr starteten wir dann unsere Heimfahrt. Trotz der vielen kulturellen und landschaftlichen Eindrücke in unserem Nachbarland, soll natürlich die kulinarische Seite nicht vergessen werden. Waren es in Krummau verschiedene Kaffeehäuser und Eisdielen, so denken wir doch gerne an das gute und reichliche - und vor allem preisgünstige - Mittagessen im Restaurace "Prohadna" in Kajov und das Abendessen im Restaurace "Pumperle" in Rasnice. Voll der schönen Erlebnisse kamen wir um Mitternacht wieder in unserer Heimat an.

06.06.08 ϯ Christian Günther

 

Bildergalerie Sommerfahrt Maria Gojau und Krumau Bild Teil I


Bildergalerie Sommerfahrt Maria Gojau und Krumau Bild Teil II

Israelfahrt des Krippenvereins Inn-Salzach vom 11.05. - 20.05.08

Am Flughafen Salzburg trafen wir uns mit 27 Personen und mit unserer Reiseleiterin Christine Abart aus Traunstein. Unser Flug ging erst nach Wien und dann nonstop nach TeI Aviv. Die erste Übernachtung war in Bat Jan in der Nähe des Flughafens.

Montag 12. Mai

Früh am Morgen starteten wir dann unsere Rundreise. Wir fuhren durch Jaffa — Tel Aviv der Küste entlang nach Cäsarea eine alte Kreuzritterstadt erbaut von Herodes dem Großen der auch schon damals durch den Bau eines Aquädukts die Stadt mit frischem Wasser vom Berg Karmel versorgte. Im Neuen Testament wird Cäsarea mehrfach erwähnt. Hier soll die erste Taufe eines Heiden bzw. Nichtjuden (der römische Hauptmann Kornelius) stattgefunden haben (Apostelgeschichte 10); außerdem berichtet die Bibel, dass Paulus hier zwei Jahre in Gefangenschaft war (Apostelgeschichte 23)
Weiter ging die Fahrt nach Sepphoris dem Wohnort Mariens und deren Eltern Anna und Joachim. Weiter nach Nazareth dem späteren Wohnort der Heiligen Familie. Unser Quartier bezogen wir für 4 Nächte in Tiberias am See Genezareth.

Dienstag 13. Mai

Heute war eine Reise rund um den See Genezareth der 212 Meter unter 0 liegt und die Wasserebene von Israel bildet. An Magdala vorbei, dein Wohnort von Maria Magdalena, den Berg der Seligpreisung und weiter nach Kafarnaum dem Wohnort von Petrus, wo sich Jesus gerne aufhielt. Dem Fischerdorf Kafarnaum entstammten mehrere der Jünger Jesu: die Brüderpaare Simon Petrus und Andreas sowie Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, außerdem der Zöllner Levi, genannt Matthäus.
Laut Markus 1, 11-28 lehrte Jesus zu Beginn seines Wirkens in der Synagoge von Kafarnaum, wo er - so lassen die folgenden Verse schließen - zeitweise im Haus des Petrus gewohnt haben muss. Nach der Brotvermehrung, die man später im Gebiet von Tabgha vermutete, lehrte Jesus laut Johannes 6,22-59 in der Synagoge von Kafarnaum die Menschen über das "Himmelsbrot"

Mittwoch 14.Mai

Heute war unser Ziel Thabga dem Ort der wunderbaren Brotvermehrung. Schon Jesus wusste um die Besonderheit des Ortes, als er zu seinen Jüngern sagte: „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus.“ (Mk 6,31) Wo wir mit einer Schweizer Gruppe am See einen Gottesdienst mitfeierten. Anschließend ging die Reise zu den Jordanquellen Dan und Banias und über die Golanhöhen wieder zurück zum Quartier.

Donnerstag 15. Mai

Heute wanderten wir zum Berg Tabor, den Ort der Verklärung Jesu. Einige ließen sich mit dem Taxi befördern und die Hälfte etwa stieg zu Fuß hinauf. Es war eine wunderbare Tour. Oben angekommen war gerade eine Heilige Messe in Deutsch. Anschließend wurde noch die große antike Ausgrabung besichtigt. Im Quartier angekommen hatten wir noch freie Zeit zum Schwimmen im See Genezareth

Freitag 16.Mai

Heute packten wir wieder unsere Koffer und es ging in Richtung Jerusalem. Durch die Wüste Juda noch Qumran, wo in einer Höhle die Schriftrollen gefunden wurden. Anschließend ging es nach En Gedi zum großen Wasserfall im Nachal David. Weiter ging die Fahrt zum Toten Meer, dass 30% Salzgehalt und 400 Meter unter 0 liegt. Hier war Baden angesagt. Später ging die Fahrt wieder weiter, vorbei an Jericho das jetzt eine Sperrzone für Israelreisende hat. Am Abend erreichten wir das Quartier Dormitio eine deutschsprachige Benediktinerabtei auf den Zionsberg. Pater Prior begrüßte uns aufs herzlichste.

Samstag 17. Mai

Heute war Jerusalem unser Programm. In der Dominus Flevit Kirche am Ölberg; (anders als sonst bei christlichen Kirchen üblich ist die Dominus Flevit nicht nach Osten ausgerichtet, sondern nach Westen, in Richtung der im christlichen Glauben die Erlösung darstellende Grabeskirche. Die Kirche in Form einer stilisierten Träne ist vor allem durch Innenaufnahmen bekannt: Durch ein vergittertes Fenster hinter dem Altar fällt der Blick auf die Altstadt mit dem Felsendom; hielt Frau Abart mit uns einen Wortgottesdienst. Anschließend ging der Weg über die Via Dolorosa zu den Kreuzwegstationen wo leider auch sehr viele Händler waren. Weiter ging der Weg nach
St. Anna und Bethesda und zur Grabeskirche auf Golgota wo Jesus gekreuzigt wurde.

Sonntag 18. Mai

Um 9.00 Uhr feierten wir gemeinsam den Sonntagsgottesdienst in der Dormitio Abtei und anschließend ging es weiter nach Bethlehem zur Geburtskirche wo in der kleinen Apsis ein silberner Stern die Stelle der Geburt anzeigt und anschließend zu den Hirtenfeldern.

Montag 19. Mai

Der Weg führte uns um 6 Uhr morgens erneut zur Grabeskirche, da wir am Samstag wegen starken Besucherandrangs nicht bis in die Grabstätte kamen. Unser weiterer Weg führte uns zur Klagemauer, wörtlich Westliche Mauer genannt, wo gerade das Fest Bar Mitzvah; ein Fest für junge Israeli die das l3.Lebensjahr vollenden; gefeiert wurde. Anschließend ging es auf den Tempelberg zum Felsendom, wo Abraham seinen Sohn hätte opfern sollen und zur aI - Aqsa Moschee und weiter zu den Ausgrabungen und durch das jüdische Altstadtviertel zur Erlöserkirche.

Dienstag 20. Mai

Abschied vom Benediktinerkloster wo uns Prior Pater Jonas unsere Andenken weihte und uns noch den Reisesegen. gab. Weiter ging es zum Modell von Jerusalem zurzeit Christi. Anschließend wurde noch die Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem besichtigt. Auf dem Weg zum Flughafen besuchten wir noch den Ort von Base Elisabeth und Zacharias.

Nun ging es endgültig nach Hause. 22.20 Uhr Abflug von Tel Aviv nach Wien und dann weiter nach Salzburg Ankunft ca. 23.00 Uhr.

Es war eine wunderbare, aber auch anstrengende Reise die man so schnell nicht vergisst!



14.06.08 ϯ Elisabeth Schachner

Dank an Krippenspender


Hr. Hubert Marchl in der Ausstellung in Übersee
Der Verein für Krippen und religiöse Volkskunst fördert das Bauen von Krippen (Stall, Figuren und Zubehör) in Schulen und auch in Kursen, die von Mitgliedern angeboten werden. Eine sehr wichtige Aufgabe sieht der Verein aber auch darin “Altes zu bewahren“. So ist die Freude in der Vorstandschaft groß, wenn wertvolle Krippen von Privat an den Verein gespendet werden. Es ist auch schon des Öfteren vorgekommen, dass bei Wohnungsauflösungen komplette Krippen oder einzelne Figuren für den Erben nicht interessant waren oder ihr Wert nicht geschätzt wurde. Von unserem Verein wurden sie mit Freude angenommen. Der Verein sorgt dafür, dass wenn es nötig ist, die Teile auch restauriert werden und dann bei Ausstellungen vielen Besuchern Freude bereiten.
Unsere Bitte an die Mitglieder, Freunde von Krippen und alle Interessierten: Wenden Sie sich an die Vorstandschaft, wenn Sie dem Verein eine Krippe vererben oder stiften wollen. Sie machen uns und auch sich selber eine Freude, da Sie versichert sein können, dass wir Ihre Schenkung schätzen und gut behandeln werden.

Sie können sich an folgende Personen wenden, wenn Sie dazu Fragen haben:
Barbara Herzinger, Theresienstraße 11
83339 Chieming, Telefon 08664—567

Zur erfolgreichen Ausstellung in Übersee haben wir von Herrn Hubert Marchl aus Siegsdorf eine Krippe mit Figuren von Hilde Purzer bekommen. Ein herzliches Vergelt`s Gott an Herrn Marchl, dass er uns seine Krippe gespendet hat, wir werden auch dieses Schmuckstück bei weiteren Ausstellungen zeigen.

Bildergalerie Krippe Herr Marchl

25.04.08 Heinz Göppelhuber

18. internationaler Kongress des Weltkrippenverbandes in Augsburg


Unter dem Motto „Gott wird Mensch“ fand vom 24. — 27. Januar der Weltkrippenkongress statt, bei dem wir dieses Mal in Augsburg zu Gast sein durften. Zusammen mit unserem 1. Vorsitzenden Dekan Konrad Kronast, waren auch mehrere Mitglieder unseres Vereines in Augsburg. Sogar unser Mitglied aus Lana in Südtirol war mit von der Partie! Irgendwie ist es sehr erhebend, wenn man erlebt, wieviele Menschen sich zum Besuch eines solchen Kongresses auf den Weg machen. In den wenigen Worten des Mottos kommt eine Wirklichkeit zum Ausdruck, die die Welt verändert hat. Die Krippe ist sinnenhafter Ausdruck dieses Geheimnisses Gottes und des Menschen. Die Nachbildung der Urkrippe von Bethlehem und die Inkulturation in verschiedenen Jahrhunderten und Landschaften sind zu einem wertvollen gemeinsamen europäischen Kulturgut geworden. Dahinter stehen Menschen, die mit viel Mühe und aus ihrer gläubigen Grundhaltung heraus immer wieder Krippen gebaut, gestaltet und gesammelt haben.

 


Goldener Saal im Rathaus Augsburg

In diesem Sinne eröffnete der Präsident der UN-FOE-PRAE (Universalis Foederatio Praesepistica) und Präsident des Verbandes der Bayerischen Krippenfreunde Thomas Frauenlob, Rom, im Goldenen Saal — wohl der schönste Rathaussaal der Welt — den Kongress. Frauenlob begrüsste auch die ausländischen Freunde in verschiedenen Sprachen (da musste ich unwillkürlich an den sonntäglichen Angelus am Peterspiatz in Rom denken). Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert sprach einen herzlichen Willkommensgruß der Stadt und der Kongresspräsident Johannes Dendorfer, Furth i. W. ehrte zusammen mit Thomas Frauenlob verschiedene Persönlichkeiten, die sich um diesen Kongress verdient gemacht haben. Die Veranstaltung wurde in hervorragendster Weise von einem Blechbläserensemble der Stadtkapelle Neusäß mit Bläsermusik alter Meister mitgestaltet. Bereits am Vorabend wurde der Kongress mit einem ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Kirche St. Ulrich eröffnet. Beeindruckend war auch schon hier die internationale „Krippenfreundschaft“, als bekannte Weihnachtslieder zusammen in vier Sprachen gemeinsam begeistert gesungen wurden. Einen überaus regen Besuch konnten die drei Krippenausstellungen im Kreuzgang des Domes, im Diözesanmuseum und im Schätzlerpalais — die schon ab 16. November geöffnet waren — verzeichnen. Über die sehr gut besuchten drei Vorträge im Haus St. Ulrich „Krippen in Bayern“ und die Krippenexkursionen in das Umland, sind genauere Berichte im nächsten „Krippenfreund“ zu lesen. Ausser vielen deutschen Vereinen — sogar unsere Freunde aus Schirgiswalde in der Oberlausitz waren zu treffen — nahmen Vertretungen aus den meisten europäischen Ländern, aber auch aus Brasilien, Afrika und den USA, mit vielen Mitgliedern teil.

Glanzvoller Abschluss der Kongresstage war der Festgottesdienst in der völlig überfüllten Basilika St. Ulrich und Afra, der „Weihnachtskirche“ (Hochaltardarstellung der Krippe) Augsburgs. Diözesanbischof Dr. Walter Mixa war der Hauptzelebrant und hielt auch eine begeisterte und begeisternde Predigt für die Krippenfreunde aus aller Welt und über die Bedeutung der Krippen in der heutigen Zeit. Weitere fünf Konzelebranten und der Diakon der Gemeinde assistierten bei der festlichen Eucharistiefeier. Einer von ihnen, der Präsident Thomas Frauenlob, verlas ein Grusswort unseres Papstes Benedikt XVI, das dieser an den Welt-Kongress, schrieb. Ein persönliches Grusswort des Heiligen Vaters, der selbst ein grosser Krippenfreund ist, an speziell die bayerischen Krippenfreunde, trug Thomas Frauenlob anschliessend vor. Waren es wieder einige Weihnachtslieder, die die anwesende Völker-Gemeinde in vier Sprachen brausend sang, wurden wir noch von einem hervorragenden Chor mit Solisten und grossem Orchester überrascht. Es erklang die berühmte Pastoralmesse von Karl Kempter, der ehemals Kapellmeister an der Augsburger Kathedrale gewesen ist. Ausserdem gab es noch verschiedene Propriums-Kompositionen von Augsburger Komponisten aus früherer Zeit.
Der nächste Weltkongress der Krippenfreunde wird 2012 in Innsbruck stattfinden.

06.02.2008 ϯ Christian Günther

Bildergalerie Weltkrippenkongress Augsburg

Bildergalerie Weltkrippenkongress Augsburg

Unsere Krippenfahrt ins Salzkammergut


Prior P.Dr. Johannes Pausch OSB

Am frühen Morgen des 19. Januar machten wir uns bei frühlingshaftem Wetter zu unserer diesjährigen Krippenfahrt auf. Diesmal ging es ins Salzkammergut. In Salzburg jedoch holte uns der berühmte „Salzburger Schnürlregen“, der uns bis in den Nachmittag begleitete, ein. 51 Mitreisende konnten teilnehmen, mehreren Interessenten musste abgesagt werden. Alles klappte von Anfang an vorzüglich, allerdings gab es mehrere Terminabweichungen, denn ich hatte bei der Vorausfahrt im November mit ziemlichen Schneeverhältnissen zu tun und plante demnach auch die Zeit ein. Wer dachte damals schon an einen „Frühling im Januar“ mit milden Temperaturen und Schnee nur in den hohen Gebirgslagen des Salzkammergutes. Unser erstes Ziel war das „Europakloster Gut Aich“ und dort hatten wir das Glück, dass uns der Prior der Klostergemeinschaft, P. Dr. Johannes Pausch OSB, selbst führte und uns alle durch seine überzeugenden, humor- und trotzdem geistvollen Worte sehr begeisterte.
Warum Europakloster? Seit 1993 leben auf Gut Aich Benediktinermönche. Sämtliche Gebäude waren Eigentum der Franziskanerinnen von Au am Inn, die hier in der herrlichen Landschaft am Wolfgangsee ein Heim für schwer erziehbare Mädchen unterhielten. Nach einer Schenkung hat der heutige Prior die Klostergemeinschaft gegründet, die im Jahr 2004 zum selbständigen Priorat erhoben wurde. Die noch kleine Gemeinschaft von 7 Mönchen nennt sich „Benediktiner für Europa“, weil sie mit ihrem gemeinsamen Leben bewusst ein Zeichen sein wollen für ein Europa, in dem die Vielfalt von Menschen und Völkern nicht Hindernis, sondern Chance für ein erfülltes Leben ist. Nach der Führung in der sehr eindrucksvollen Kirche, die in früheren Zeiten Rinderstall und dann ein Spielraum für Kinder war, besichtigten wir die Marienkapelle mit einer unterirdischen Quelle, die immer in der Osternacht zur Wasserweihe verwendet wird. Auf alle Fälle sind die eindrucksvollen Fenster, Fresken im Kreuzgang.. Goldschmiedearbeiten und Mosaiken, die von den Brüdern gestaltet wurden, zu erwähnen.
Anschliessend erhielten wir dann noch eine interessante Führung und erklärende Worte in der Schaukellerei für Liköre, die dort alle selbst erzeugt werden. P. Johannes ist selbst Kellermeister und konnte uns überzeugend und fachmännisch die unzähligen Produkte, auch aus der Hildegardmedizin, nahe bringen. Natürlich durfte auch eine Likörverkostung nicht fehlen. Dem vielfältigen Angebot im neu errichteten Klosterladen wurde von uns reichlich zugesprochen. Beeindruckt von der Klosteranlage und von dem Geist der dort herrscht, machten wir uns — natürlich unter Regenbegleitung — auf den Weg zum Mittagessen im Gasthof Pfandl, einige Kilometer vor Bad Ischl. Dort stiess mein jahrzehntelanger Freund Fridolin Seidel aus Altmünster zu uns. Mit ihm bereitete ich unsere „Kripperlroas“ vor und er gab uns manch interessante Hinweise nicht nur auf und zu den noch besuchenden Krippen, sondern auch über seine heimatliche Landschaft.


Auf dem Weg vom Autobus zum Stadtmuseum machten wir einen kleinen Abstecher in die grossräumige Stadtpfarrkirche St. Nikolaus (im Nazarener Stil) und entdekten dort in einer Seitenkapelle ein grosse Krippe, die aus der Schule der Schnitzerfamilie Moroder aus Südtirol stammt und in den Jahren 1913 — 1915 geschnitzt und erbaut wurde. Nach kurzem Fussmarsch erreichten wir dann das Stadtmuseum und besuchten dort die berühmte „Kalß-Krippe“. Diese „Riesenkrippe“ — wie sie genannt wird — ist etwas mehr als 6 Meter lang und hat eine Tiefe von mehr als 2 Meter. Sehr interessant ist, dass die heilige Familie und die heiligen Drei Könige morgenländisch, alle anderen der 300 Figuren ganz genau und sehr orginell in der Salzkammergut-Alttracht, gekleidet sind. Den Grundstock dieser Krippe legte um 1838 ,Franz Oberleitner; ein Ischler Salinenbeamter; der den Bau einer grossen Weihnachtskrippe gelobte, wenn seiner bis dahin kinderlosen Ehe Kindersegen beschert werden würde. Nach der glücklichen Geburt seines Sohnes, begann er 1838 unverzüglich mit dem Bau einer Votivkrippe, die von Jahr zu Jahr erweitert wurde. Im hohen Alter des Erbauers wurde die Krippe an einen Kaufmann Kalß verkauft, der diese nicht nur erweiterte und umbaute, sondern auch bewegliche Figuren dazu schuf. Das Kunstwerk wurde dann später an den Ischler Heimatverein veräussert und kam 1985 in das Museum. 1993 wurde die Krippe mit Licht und Ton ausgestaltet. Der Sprecher erzählt die Geschichte und Lichtkegel lenken den Blick auf Ausschnitte und Gruppen, von denen gerade berichtet wird. In einem zweiten Raum sind noch sehr sehenswerte Krippen aus dem Salzkammergut ausgestellt. inzwischen hat der Regen aufgehört und wir fahren, vorbei an der neuen Sahne Bad Ischl, nach Neukirchen, das bereits zur Gemeinde Altmünster gehört. Dort besuchen wir eine Privatkrippe der Familie Haringer. Der Grossvater des heutigen Bauern hat in jahrzehntelanger Arbeit die Krippe selbst gebaut, alle Figuren geschnitzt und sogar bewegliche Figuren eingesetzt, die er mit einem selbst gebauten Wasserwerk betrieb. In späteren Jahren baute er am vorbeifliessenden Bach ein eigenes Mini-Elektrizitätswerk, mit dem er nicht nur die bewegliche Krippe, sondern auch sein eigenes Haus mit Strom versorgte. Mit 80 Jahren schnitzte er seine letzte Figur, baute aber jährlich bis zu seinem Lebensende mit 103 Jahren, die Krippe auf. Eine Urenkelin des Krippenbauers gab uns liebenswürdige Auskünfte über verschiedene Krippendetails.


Vorbei am imposanten Traunstein, am Ufer des Traunsees, im Hintergrund die Stadt Gmunden, erreichten wir unser Endziel: Altmünster. Früher nur Münster genannt, ist der Ort wohl eine Klostergründung der Agilolfinger bereits im 8. Jahrhundert. Kloster und Ort wurden 920 von den herannahenden Magyaren zerstört und nach der Schlacht auf dem Lechfeld 955 kehrten die Flüchtigen wieder in ihre Orte zurück. Der massige Kirchturm stammt noch aus der Zeit des Klosters, die Kirche jedoch — laut Jahreszahl über dem Hauptportal — von 1471. Das Bild des Zürnaltares (Michael Zürn der Jüngere) zeigt den Tod des heiligen Benedikt. In der sogenannten Beichtkapelle, links vom Haupteingang, befindet sich die berühmte Schwanthalerkrippe. Eine Sehenswürdigkeit ersten Grades! Sie ist wohl die älteste im ganzen Gebiet um den Traunsee und wird als sogenannte „Mutterkrippe“ aller Krippen um den Traunsee bezeichnet. Die Figuren haben noch alle die Orginalbemalung aus der Entstehungszeit und wurden lediglich von einer Bildhauerwerkstätte gereinigt und einige Teile ergänzt. Alle Schnitzer der Gegend orientierten sich einst an diesem grossen Wunderwerk und führten dann liebevoll ihre Arbeiten nach diesem „Vorbild“ aus. Dieses einmalige Krippenwerk wird Johann Georg Schwanthaler zugeschrieben. Er wurde 1740 in Aurolzmünster geboren und starb 1810 in Gmunden, wo er eine Werkstatt betrieb. Er entstammte der grossen Schwanthalerfamilie, die seit dem 17. Jahrhundert in Ried/lnnkreis ansässig war. Einige Gehminuten von der Pfarrkirche entfernt, besuchten wir noch zu guter letzt, aufgeteilt in zwei Gruppen, die Privatkrippe der Familie Natmessnig. Allein diese 13 Meter lange Krippenlandschaft mit vielen hundert Figuren wäre es wert, einen halben Tag zu schauen und zu betrachten. Der heutige Besitzer dieser wundervollen Krippe, hat sie von seinem Taufpaten als Erbstück bekommen, mit der Auflage, das Krippenwerk zu pflegen und jedes Jahr aufzustellen. Aus seinem Munde war zu hören, dass er jedes Jahr etwa 4 Wochen für den Aufbau braucht. Auch diese Monumentalkrippe ist teilweise mit beweglichen Figuren ausgestattet und besonders die grosszügig angelegte Krippenlandschaft mit der Hintergrundmalerei ist sehr beeindruckend.

Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann, bleib ich anbetend stehen.
0 dass mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel‘ ein weites Meer,
dass ich dich möchte fassen.
(GL, Nr. 141, 4. Str.)

Nach einer verdienten und gemütlichen Kaffeepause im Altmünsterhof verabschiedeten wir uns dankbar von unserem „Salzkammergutführer“ und meinem Musikfreund Fridolin Seidel und kehrten reich beladen, mit neuen Eindrücken, in unsere Heimat zurück.

06.02.2008 ϯ Christian Günther